

Bürokratieabbau: Lisdexamfetamin (Elvanse) aus dem BtMG streichen


Bürokratieabbau: Lisdexamfetamin (Elvanse) aus dem BtMG streichen
Das Problem
In Deutschland sind circa 5% der Kinder von ADHS betroffen. Davon erfüllen etwa ein Fünftel der Betroffenen die Kriterien für eine ADHS-Diagnose auch als Erwachsener noch. Zum Teil noch mehr leiden unter zumindest noch einigen der Symptome wie Konzentrationsprobleme und exekutive Dysfunktion. Teilweise wird wie in diesem Fachartikel [1] sogar noch eine höhere Zahl von 40 bis 50% genannt.
Studien belegen eine Wirksamkeit von Medikamenten bei etwa 80% der ADHS-Patienten. [2]
Ich bin selbst von ADHS betroffen und kenne aus erster Hand die Schwierigkeiten, die mit der Suche nach Facharztterminen bei Psychiatern verbunden sind. Es ist schwierig überhaupt Termine als Neupatient zu bekommen, was die Behandlung stark verzögert. Die Einordnung von Lisdexamfetamin (Elvanse) im BtMG (Betäubungsmittelgesetz) trägt weiter zu diesen Herausforderungen und zusätzlichen Kosten für die Krankenkassen bei.
Es könnte wesentlich effizienter sein, Lisdexamfetamin aus dem BtMG zu streichen. Das Risiko eines Missbrauchs von Lisdexamfetamin ist gering.
Dies liegt insbesondere am chemischen Aufbau des Medikaments bei dem der Wirkstoff an Lysin gebunden ist und erst im Blut dieses langsam abgespalten wird. Dadurch wird der Wirkstoff erst nach und nach im Körper freigesetzt und wirkt gleichmäßig über den Tag hinweg. Ein hypotetischer Missbrauch als "Party-Droge" ist somit unmöglich.
Die nötige medizinische Begleitung, wie beispielsweise Blutdruckmessungen, kann auch von jeder Krankenschwester durchgeführt werden. Dies würde die Termine beim Psychiater für Patienten mit schwereren Erkrankungen freihalten und Kosten sparen.
Es gäbe somit keine Nachteile das Medikament Lisdexamfetamin (Elvanse) aus dem BtMG zu streichen und als normales verschreibungspflichtiges Medikament einzustufen. Aber die Verschreibung für die Patienten wäre vereinfacht und weniger bürokratisch.
Insbesondere kann es nicht im Sinne der Krankenkassen sein, dass man immer wieder zum Hausarzt muss, um eine neue Überweisung mit Vermittlungscode ausstellen zu lassen, da sich mit diesem immer nur etwa 1 Woche lang online nach Terminen suchen lässt.
Bisher leider vergeblich.
Und das in einer Millionenstadt wie Berlin.
Lassen Sie uns diese Änderung gemeinsam durchsetzen und unser Gesundheitssystem verbessern. Bitte unterstützen Sie diese Petition für den Bürokratieabbau und die Streichung von Lisdexamfetamin aus dem BtMG. Ihre Unterschrift kann einen echten Unterschied für Menschen mit ADHS und jene, die noch auf eine Diagnose und Behandlung warten, machen.
Ziel der Petition sind mind. 50.000 Unterstützer.
Quellen:
[1] https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/a-0959-2034.pdf
Abgerufen am 16.05.2025
[2] https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/kinder-jugendpsychiatrie-psychosomatik-und-psychotherapie/stoerungen-erkrankungen/aufmerksamkeitsdefizit-hyperaktivitaets-stoerung-adhs/medikamentoese-therapie/
Abgerufen am 16.05.2025
[3] https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2019/daz-23-2019/lisdexamfetamin-fuer-erwachsene
Abgerufen am 16.05.2025 via Webarchive https://archive.ph/uX9X9
[4] https://adhsspektrum.com/2024/05/01/elvanse-fuer-alle-eine-neuerung-in-der-adhs-behandlung/
Abgerufen am 17.05.2025
Abstract (english):
In Germany, approximately 5% of children are affected by ADHD, with about one-fifth of these individuals still meeting the criteria for an ADHD diagnosis in adulthood. A significant number continue to experience symptoms such as concentration difficulties and executive dysfunction, with some studies suggesting that 40-50% may still struggle with these issues. Research indicates that medications are effective for around 80% of ADHD patients. As an individual affected by ADHD, I have firsthand experience with the challenges of securing appointments with psychiatrists, particularly as a new patient, which can significantly delay treatment. The classification of Lisdexamfetamin (Elvanse) under the German Narcotics Act (BtMG) adds to these challenges and incurs additional costs for health insurance providers.
Removing Lisdexamfetamin from the BtMG (German Narcotic Drugs Law) could streamline access to this medication, as the risk of misuse is low due to its chemical structure, which allows for gradual release in the body. Necessary medical monitoring, such as blood pressure checks, could be conducted by nurses, freeing up psychiatrists for more severe cases and reducing costs. This change would simplify the prescription process and alleviate bureaucratic burdens for patients. The current system, which requires repeated visits to general practitioners for referral codes, is inefficient.
We advocate for this change to improve the healthcare system and urge support for a petition aimed at reducing bureaucracy and reclassifying Lisdexamfetamin as a standard prescription medication. Your signature can make a significant difference for individuals with ADHD and those awaiting diagnosis and treatment.
Das Problem
In Deutschland sind circa 5% der Kinder von ADHS betroffen. Davon erfüllen etwa ein Fünftel der Betroffenen die Kriterien für eine ADHS-Diagnose auch als Erwachsener noch. Zum Teil noch mehr leiden unter zumindest noch einigen der Symptome wie Konzentrationsprobleme und exekutive Dysfunktion. Teilweise wird wie in diesem Fachartikel [1] sogar noch eine höhere Zahl von 40 bis 50% genannt.
Studien belegen eine Wirksamkeit von Medikamenten bei etwa 80% der ADHS-Patienten. [2]
Ich bin selbst von ADHS betroffen und kenne aus erster Hand die Schwierigkeiten, die mit der Suche nach Facharztterminen bei Psychiatern verbunden sind. Es ist schwierig überhaupt Termine als Neupatient zu bekommen, was die Behandlung stark verzögert. Die Einordnung von Lisdexamfetamin (Elvanse) im BtMG (Betäubungsmittelgesetz) trägt weiter zu diesen Herausforderungen und zusätzlichen Kosten für die Krankenkassen bei.
Es könnte wesentlich effizienter sein, Lisdexamfetamin aus dem BtMG zu streichen. Das Risiko eines Missbrauchs von Lisdexamfetamin ist gering.
Dies liegt insbesondere am chemischen Aufbau des Medikaments bei dem der Wirkstoff an Lysin gebunden ist und erst im Blut dieses langsam abgespalten wird. Dadurch wird der Wirkstoff erst nach und nach im Körper freigesetzt und wirkt gleichmäßig über den Tag hinweg. Ein hypotetischer Missbrauch als "Party-Droge" ist somit unmöglich.
Die nötige medizinische Begleitung, wie beispielsweise Blutdruckmessungen, kann auch von jeder Krankenschwester durchgeführt werden. Dies würde die Termine beim Psychiater für Patienten mit schwereren Erkrankungen freihalten und Kosten sparen.
Es gäbe somit keine Nachteile das Medikament Lisdexamfetamin (Elvanse) aus dem BtMG zu streichen und als normales verschreibungspflichtiges Medikament einzustufen. Aber die Verschreibung für die Patienten wäre vereinfacht und weniger bürokratisch.
Insbesondere kann es nicht im Sinne der Krankenkassen sein, dass man immer wieder zum Hausarzt muss, um eine neue Überweisung mit Vermittlungscode ausstellen zu lassen, da sich mit diesem immer nur etwa 1 Woche lang online nach Terminen suchen lässt.
Bisher leider vergeblich.
Und das in einer Millionenstadt wie Berlin.
Lassen Sie uns diese Änderung gemeinsam durchsetzen und unser Gesundheitssystem verbessern. Bitte unterstützen Sie diese Petition für den Bürokratieabbau und die Streichung von Lisdexamfetamin aus dem BtMG. Ihre Unterschrift kann einen echten Unterschied für Menschen mit ADHS und jene, die noch auf eine Diagnose und Behandlung warten, machen.
Ziel der Petition sind mind. 50.000 Unterstützer.
Quellen:
[1] https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/a-0959-2034.pdf
Abgerufen am 16.05.2025
[2] https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/kinder-jugendpsychiatrie-psychosomatik-und-psychotherapie/stoerungen-erkrankungen/aufmerksamkeitsdefizit-hyperaktivitaets-stoerung-adhs/medikamentoese-therapie/
Abgerufen am 16.05.2025
[3] https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2019/daz-23-2019/lisdexamfetamin-fuer-erwachsene
Abgerufen am 16.05.2025 via Webarchive https://archive.ph/uX9X9
[4] https://adhsspektrum.com/2024/05/01/elvanse-fuer-alle-eine-neuerung-in-der-adhs-behandlung/
Abgerufen am 17.05.2025
Abstract (english):
In Germany, approximately 5% of children are affected by ADHD, with about one-fifth of these individuals still meeting the criteria for an ADHD diagnosis in adulthood. A significant number continue to experience symptoms such as concentration difficulties and executive dysfunction, with some studies suggesting that 40-50% may still struggle with these issues. Research indicates that medications are effective for around 80% of ADHD patients. As an individual affected by ADHD, I have firsthand experience with the challenges of securing appointments with psychiatrists, particularly as a new patient, which can significantly delay treatment. The classification of Lisdexamfetamin (Elvanse) under the German Narcotics Act (BtMG) adds to these challenges and incurs additional costs for health insurance providers.
Removing Lisdexamfetamin from the BtMG (German Narcotic Drugs Law) could streamline access to this medication, as the risk of misuse is low due to its chemical structure, which allows for gradual release in the body. Necessary medical monitoring, such as blood pressure checks, could be conducted by nurses, freeing up psychiatrists for more severe cases and reducing costs. This change would simplify the prescription process and alleviate bureaucratic burdens for patients. The current system, which requires repeated visits to general practitioners for referral codes, is inefficient.
We advocate for this change to improve the healthcare system and urge support for a petition aimed at reducing bureaucracy and reclassifying Lisdexamfetamin as a standard prescription medication. Your signature can make a significant difference for individuals with ADHD and those awaiting diagnosis and treatment.
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Petition am 16. Mai 2025 erstellt