Bürgerpetition gegen die Errichtung einer großen Asylunterkunft in Seeshaupt

Das Problem

Bürgerpetition gegen die Errichtung einer großen Asylunterkunft in Seeshaupt


Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

 

es wurde kürzlich ein Bauvorhaben des Landratsamts Weilheim-Schongau für eine Asylunterkunft in Seeshaupt bekannt gegeben. Es umfasst die Erbauung einer Asylunterkunft mit einer Traglufthalle und zusätzlichen Wohncontainern für 100 bis 150 Migranten inmitten eines Familienwohngebiets.

Zwar ist es wichtig, Flüchtlingen Unterstützung anzubieten, doch es muss gewährleistet sein, dass dies auf eine Weise geschieht, die unsere Gemeinde nicht überbeansprucht und auch mit dem alltäglichen Zusammenleben und den Bedürfnissen von asylsuchenden Menschen zu vereinbaren ist.

Dieses Projekt könnte erhebliche Auswirkungen auf unser Dorf mit 3147 Einwohnern haben - von Einschränkungen in unseren Dienstleistungen, ärztlicher Versorgung, Kitas, Kindergärten, Schulen und Gemeindezentren.

Wir appellieren an die zuständigen Stellen, die Standortwahl und das Konzept zu überdenken und alternative Lösungen zu prüfen, welche eine machbare Integration von asylsuchenden Menschen ermöglichen.

Im Folgenden möchten wir unsere Hauptbedenken im Einzelnen aufführen:


1. Unverhältnismäßige Belastung der Gemeinde: Das Dorf Seeshaupt hat derzeit etwa 3.147 Einwohner. Wobei hier die Ortsteile Oppenried, Jenhausen und Magnetsried dazu gezählt werden, welche jedoch weiter entfernt liegen, so dass auf den Kernort ca. 1800 Einwohner entfallen. Seeshaupt hat in der Vergangenheit bereits asylsuchende Menschen aufgenommen. Der Anteil von Flüchtlingen liegt bereits bei etwa 1–2 % der Gesamtbevölkerung, was zeigt, dass die Gemeinde bereits einen bedeutenden Beitrag leistet. Mit den zusätzlich geplanten 150 Flüchtlingen, die rund 4,7 % der Gesamtbevölkerung ausmachen würden, würde sich der Flüchtlingsanteil auf etwa 6 % erhöhen. Dies würde die Kapazitäten unserer kleinen Gemeinde erheblich übersteigen. 


2. Lage in mitten eines Wohngebietes: Das geplante Bauprojekt befindet sich inmitten eines bestehenden Wohngebiets mit vielen jungen Familien und Kindern. Zudem soll das Gebiet nur über die kleine Anwohnerstraße und angrenzendem Feldweg erschlossen werden. Die plötzliche Unterbringung einer großen Anzahl an Menschen auf engem Raum könnte das soziale Gefüge und das Zusammenleben erheblich beeinträchtigen.


3. Überlastung der Infrastruktur: Unsere Gemeinde verfügt über begrenzte Ressourcen in den Bereichen medizinische Versorgung, Kitas, Schulen, soziale Betreuung und Einkaufsmöglichkeiten. Eine plötzliche Bevölkerungszunahme könnte diese erheblich überfordern.


4. Hohe finanzielle Belastung für die Gemeinde: Neben den sozialen und infrastrukturellen Herausforderungen ist auch die finanzielle Belastung für die Gemeinde nicht geklärt. Es muss sichergestellt werden, dass dieses Projekt nicht auf Kosten der örtlichen Bevölkerung und deren Bedürfnisse umgesetzt wird.


5. Industriebau im Dorfcharakter: Die geplante Traglufthalle ist ein Industriebau und passt nicht ins Ortsbild von Seeshaupt. Eine derart große, provisorische Unterkunft steht im Widerspruch zur traditionellen Architektur und dem ländlichen Charakter unseres Dorfes.


6. Negative Auswirkungen auf Tourismus und Ortsbild: Seeshaupt lebt zudem vom Tourismus. Die Errichtung einer groß angelegten Unterkunft könnte das Erscheinungsbild des Ortes und seine Attraktivität nachhaltig beeinflussen.

 

7. Unmittelbare Nähe zu einem Kindergarten und Staatsstraße: Die geplante Unterkunft liegt direkt neben einem Kindergarten. Dies wirft Fragen hinsichtlich Sicherheit und Alltagsbetrieb auf. Zudem ist in einer Traglufthalle von erhöhten Lärmbelastung durch die Staatsstraße auszugehen.


8. Fehlende Bürgerbeteiligung: Die Entscheidung wurde ohne vorherigen Dialog mit den Bürgern getroffen. Wir fordern Transparenz und eine Mitsprachemöglichkeit bei der weiteren Planung.

Bitte unterstützen Sie unser Anliegen mit Ihrer Unterschrift!

Mit freundlichen Grüßen,

Alexander Seidler

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Das Problem

Bürgerpetition gegen die Errichtung einer großen Asylunterkunft in Seeshaupt


Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

 

es wurde kürzlich ein Bauvorhaben des Landratsamts Weilheim-Schongau für eine Asylunterkunft in Seeshaupt bekannt gegeben. Es umfasst die Erbauung einer Asylunterkunft mit einer Traglufthalle und zusätzlichen Wohncontainern für 100 bis 150 Migranten inmitten eines Familienwohngebiets.

Zwar ist es wichtig, Flüchtlingen Unterstützung anzubieten, doch es muss gewährleistet sein, dass dies auf eine Weise geschieht, die unsere Gemeinde nicht überbeansprucht und auch mit dem alltäglichen Zusammenleben und den Bedürfnissen von asylsuchenden Menschen zu vereinbaren ist.

Dieses Projekt könnte erhebliche Auswirkungen auf unser Dorf mit 3147 Einwohnern haben - von Einschränkungen in unseren Dienstleistungen, ärztlicher Versorgung, Kitas, Kindergärten, Schulen und Gemeindezentren.

Wir appellieren an die zuständigen Stellen, die Standortwahl und das Konzept zu überdenken und alternative Lösungen zu prüfen, welche eine machbare Integration von asylsuchenden Menschen ermöglichen.

Im Folgenden möchten wir unsere Hauptbedenken im Einzelnen aufführen:


1. Unverhältnismäßige Belastung der Gemeinde: Das Dorf Seeshaupt hat derzeit etwa 3.147 Einwohner. Wobei hier die Ortsteile Oppenried, Jenhausen und Magnetsried dazu gezählt werden, welche jedoch weiter entfernt liegen, so dass auf den Kernort ca. 1800 Einwohner entfallen. Seeshaupt hat in der Vergangenheit bereits asylsuchende Menschen aufgenommen. Der Anteil von Flüchtlingen liegt bereits bei etwa 1–2 % der Gesamtbevölkerung, was zeigt, dass die Gemeinde bereits einen bedeutenden Beitrag leistet. Mit den zusätzlich geplanten 150 Flüchtlingen, die rund 4,7 % der Gesamtbevölkerung ausmachen würden, würde sich der Flüchtlingsanteil auf etwa 6 % erhöhen. Dies würde die Kapazitäten unserer kleinen Gemeinde erheblich übersteigen. 


2. Lage in mitten eines Wohngebietes: Das geplante Bauprojekt befindet sich inmitten eines bestehenden Wohngebiets mit vielen jungen Familien und Kindern. Zudem soll das Gebiet nur über die kleine Anwohnerstraße und angrenzendem Feldweg erschlossen werden. Die plötzliche Unterbringung einer großen Anzahl an Menschen auf engem Raum könnte das soziale Gefüge und das Zusammenleben erheblich beeinträchtigen.


3. Überlastung der Infrastruktur: Unsere Gemeinde verfügt über begrenzte Ressourcen in den Bereichen medizinische Versorgung, Kitas, Schulen, soziale Betreuung und Einkaufsmöglichkeiten. Eine plötzliche Bevölkerungszunahme könnte diese erheblich überfordern.


4. Hohe finanzielle Belastung für die Gemeinde: Neben den sozialen und infrastrukturellen Herausforderungen ist auch die finanzielle Belastung für die Gemeinde nicht geklärt. Es muss sichergestellt werden, dass dieses Projekt nicht auf Kosten der örtlichen Bevölkerung und deren Bedürfnisse umgesetzt wird.


5. Industriebau im Dorfcharakter: Die geplante Traglufthalle ist ein Industriebau und passt nicht ins Ortsbild von Seeshaupt. Eine derart große, provisorische Unterkunft steht im Widerspruch zur traditionellen Architektur und dem ländlichen Charakter unseres Dorfes.


6. Negative Auswirkungen auf Tourismus und Ortsbild: Seeshaupt lebt zudem vom Tourismus. Die Errichtung einer groß angelegten Unterkunft könnte das Erscheinungsbild des Ortes und seine Attraktivität nachhaltig beeinflussen.

 

7. Unmittelbare Nähe zu einem Kindergarten und Staatsstraße: Die geplante Unterkunft liegt direkt neben einem Kindergarten. Dies wirft Fragen hinsichtlich Sicherheit und Alltagsbetrieb auf. Zudem ist in einer Traglufthalle von erhöhten Lärmbelastung durch die Staatsstraße auszugehen.


8. Fehlende Bürgerbeteiligung: Die Entscheidung wurde ohne vorherigen Dialog mit den Bürgern getroffen. Wir fordern Transparenz und eine Mitsprachemöglichkeit bei der weiteren Planung.

Bitte unterstützen Sie unser Anliegen mit Ihrer Unterschrift!

Mit freundlichen Grüßen,

Alexander Seidler

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