Für ein faires Tarifmodell an Berliner Ladesäulen!

Das Problem

Elektromobilität ist ein Baustein auf dem Weg zur Energiewende. Gerade die Menschen in Großstädten wie Berlin leiden unter der Belastung der Atemluft mit Schadstoffen und Feinstaub. Elektrofahrzeuge können dazu beitragen, diese Belastung spürbar zu senken.

Elektrofahrzeuge sind auf eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur angewiesen. Nur so können viele Menschen auf Elektromobilität umsteigen. Dies gilt vor allem für Mieter und Eigentümer von Wohnungen, die keinen eigenen Stellplatz besitzen, an dem sie sich eine Lademöglichkeit einrichten können. Gleichzeitig sind aber faire Ladepreise eine wesentliche Voraussetzung für die Akzeptanz von Elektromobilität. Elektrisch zu fahren darf nicht teurer sein, als das Fahren mit herkömmlichen Fahrzeugen, auch wenn man keine eigene Steckdose zum Laden nutzen kann.

Der Berliner Senat hat ein Tarifmodell beschlossen, das diesen Anforderungen nicht entspricht. So beachtet das Tarifmodell wesentliche Merkmale und Eigenschaften des Ladens von Elektrofahrzeugen nicht, u.a. wird im "Berliner Modell" nach Ladezeit und in einem 15-Minuten-Takt abgerechnet. Zudem gibt es diverse, insb. für Laien, kaum nachvollziehbare Rabatt-Modelle und eine Bevorzugung bestimmter Fahrzeugtypen. Insb. kleine und günstige Fahrzeuge werden durch ihr Ladeverhalten und kleinere Akkus benachteiligt. Hohe Ladekosten, die das Laden an der privaten Steckdose um das Vielfache übersteigen, sind die Folge. Auch gibt es an den Ladesäulen keine Preisauszeichnung und keine Anzeige der aktuellen Ladekosten. So weiß man erst nach dem Ende der Ladung, was diese eigentlich genau gekostet hat. Schließlich drängt der Berliner Senat nach und nach alternative Anbieter von Ladestationen aus dem Markt, wenn sich diese nicht dem "Berliner Modell" unterwerfen sollten, obwohl diese seit Jahren Ladestationen in Berlin betreiben und oftmals die einzige Lademöglichkeit darstellen. Eine Konkurrenzsituation im Bereich der Ladeinfrastruktur, die für optimale Angebote sorgen würde (freie Marktwirtschaft) wird nach Gutsherrenart verhindert. 

Insgesamt konterkariert das "Berliner Modell" die Entfaltung der Elektromobilität in Berlin. Ich fordere den Berliner Senat mit dieser Petition auf, das "Berliner Modell" im Sinne der Förderung einer nachhaltigen Mobilität zu ändern und dabei folgende Positionen umzusetzen:

1. Änderung des Tarifmodells: Abrechnung nach tatsächlich geladenen Kilowattstunden, damit Abschaffung des Zeittarifes und des 15-Minuten-Taktes

2. Mehr Kundenorientierung durch eine klare und eindeutige Preisauszeichnung an den Ladesäulen (es muss vor dem Laden klar sein, was das Laden kostet)

3. Anbieter, die andere Tarifmodelle oder Zugänge zu deren Ladestationen anbieten, sind gleichberechtigt zu behandeln und nicht zu diskriminieren, u.a. Erhalt der Parkverbotsbeschilderung, damit die Ladesäulen zugänglich bleiben; es ist nicht Aufgabe der Stadt Berlin über Anbieter und deren Angebote (Preise, Tarifmodelle usw.) zu entscheiden.

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Diese Petition hat 168 Unterschriften erreicht

Das Problem

Elektromobilität ist ein Baustein auf dem Weg zur Energiewende. Gerade die Menschen in Großstädten wie Berlin leiden unter der Belastung der Atemluft mit Schadstoffen und Feinstaub. Elektrofahrzeuge können dazu beitragen, diese Belastung spürbar zu senken.

Elektrofahrzeuge sind auf eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur angewiesen. Nur so können viele Menschen auf Elektromobilität umsteigen. Dies gilt vor allem für Mieter und Eigentümer von Wohnungen, die keinen eigenen Stellplatz besitzen, an dem sie sich eine Lademöglichkeit einrichten können. Gleichzeitig sind aber faire Ladepreise eine wesentliche Voraussetzung für die Akzeptanz von Elektromobilität. Elektrisch zu fahren darf nicht teurer sein, als das Fahren mit herkömmlichen Fahrzeugen, auch wenn man keine eigene Steckdose zum Laden nutzen kann.

Der Berliner Senat hat ein Tarifmodell beschlossen, das diesen Anforderungen nicht entspricht. So beachtet das Tarifmodell wesentliche Merkmale und Eigenschaften des Ladens von Elektrofahrzeugen nicht, u.a. wird im "Berliner Modell" nach Ladezeit und in einem 15-Minuten-Takt abgerechnet. Zudem gibt es diverse, insb. für Laien, kaum nachvollziehbare Rabatt-Modelle und eine Bevorzugung bestimmter Fahrzeugtypen. Insb. kleine und günstige Fahrzeuge werden durch ihr Ladeverhalten und kleinere Akkus benachteiligt. Hohe Ladekosten, die das Laden an der privaten Steckdose um das Vielfache übersteigen, sind die Folge. Auch gibt es an den Ladesäulen keine Preisauszeichnung und keine Anzeige der aktuellen Ladekosten. So weiß man erst nach dem Ende der Ladung, was diese eigentlich genau gekostet hat. Schließlich drängt der Berliner Senat nach und nach alternative Anbieter von Ladestationen aus dem Markt, wenn sich diese nicht dem "Berliner Modell" unterwerfen sollten, obwohl diese seit Jahren Ladestationen in Berlin betreiben und oftmals die einzige Lademöglichkeit darstellen. Eine Konkurrenzsituation im Bereich der Ladeinfrastruktur, die für optimale Angebote sorgen würde (freie Marktwirtschaft) wird nach Gutsherrenart verhindert. 

Insgesamt konterkariert das "Berliner Modell" die Entfaltung der Elektromobilität in Berlin. Ich fordere den Berliner Senat mit dieser Petition auf, das "Berliner Modell" im Sinne der Förderung einer nachhaltigen Mobilität zu ändern und dabei folgende Positionen umzusetzen:

1. Änderung des Tarifmodells: Abrechnung nach tatsächlich geladenen Kilowattstunden, damit Abschaffung des Zeittarifes und des 15-Minuten-Taktes

2. Mehr Kundenorientierung durch eine klare und eindeutige Preisauszeichnung an den Ladesäulen (es muss vor dem Laden klar sein, was das Laden kostet)

3. Anbieter, die andere Tarifmodelle oder Zugänge zu deren Ladestationen anbieten, sind gleichberechtigt zu behandeln und nicht zu diskriminieren, u.a. Erhalt der Parkverbotsbeschilderung, damit die Ladesäulen zugänglich bleiben; es ist nicht Aufgabe der Stadt Berlin über Anbieter und deren Angebote (Preise, Tarifmodelle usw.) zu entscheiden.

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Die Entscheidungsträger*innen

Bürgermeister Michael Müller
Bürgermeister Michael Müller
Bürgermeister derStadt Berlin

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Petition am 12. Januar 2017 erstellt