Bundesweite Entlastung der Pflege während der Coronakrise

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Meine Name ist Anselm Löwe. Ich bin Medizinstudent und Physiotherapeut. Ich habe diesen Berufszweig gewählt, weil ich Menschen helfen möchte. Gerade in Zeiten einer medizinischen Krise brauchen wir einen starken und zuverlässigen Ansprechpartner für unsere Gesundheit und möchten sicher und gut behandelt werden. 

Diese Bedingungen sehe ich in Zeiten von #Pflegenotstand UND Coronakrise in absoluter Gefahr! Da weiterhin viele Menschen das Kontaktverbot ignorieren, wird sich das Virus weiterhin rasant ausbreiten und unsere Krankenhäuser werden schon bald mit einer Vielzahl von Beatmungspflichtigen Patienten konfrontiert sein. Diese Patienten benötigen hochqualifizierte Intensivpflege und extra dafür geschultes Personal. Dieses Personal ist schon ohne diese Krise echte Mangelware und arbeitet bereits seit Tagen am Limit. Pflegekräfte werden aus der Rente zurückgerufen, medizinisches Personal kriegt Urlaube gestrichen - und bei uns Medizinstudenten heißt es: warten Sie erstmal ab.

Es darf in diesen Tagen nicht um komplizierte und träge Modelle gehen, die schwer umzusetzen sind. Wir müssen JETZT handeln, um die Versorgung der Risikogruppe in naher Zukunft sicherstellen zu können. Dazu haben einige Universitätskliniken schon einen Aufruf an die Studenten gestartet, aber diese Weitsicht ist noch lange nicht bei allen Krankenhäusern angekommen.

Wir leben in einem Land mit einem vergleichsweise guten Gesundheitssystem und haben auch jetzt schon mehr Intensiv-Betten zur Verfügung als in Italien zur Zeit des Ausbruchs zur Verfügung standen. Aber was den deutschen Krankenhäusern schon lange und insbesondere jetzt fehlt, ist Personal mit ZEIT! 

Deshalb sind Sie gefragt, Herr Spahn: Tragen Sie diese Idee bundesweit an die Krankenhäuser heran und appellieren Sie an die Vernunft derer, die immer noch meinen, Sie kämen allein zurecht. Das wird sich nämlich schon sehr bald ändern.

Viele Medizinstudenten und Therapeuten möchten gern Ihre Hilfe anbieten OHNE dabei um Ihre Existenz fürchten zu müssen. Deshalb muss der Verdienstausfall der Praxisinhaber gedeckelt werden, damit diese ihre Angestellten für eine solche Hilfsinitiative freistellen können. Wir haben alle im Laufe der Ausbildung/des Studiums pflegerische Grundkenntnisse erworben und können das Pflegepersonal z.B. auf chirurgischen Stationen entlasten, damit diese sich um die Corona Patienten kümmern können!

Seit der Abschaffung des Zivildienstes fehlt in den Krankenhäusern jede helfende Hand – Das sollten wir in dieser Krise ändern!