"Stopp die Kleidungsflut!" Das Vernichten von Kleidung verbieten!

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Mein Name ist Alina Baumgardt, ich bin 24 Jahre alt und studiere Kommunikationsdesign. Während der Recherche zu einem meiner Projekte habe ich mich mit Fast Fashion und der Vernichtung von Kleidung näher auseinandergesetzt. 

Was mich sehr nachdenklich gemacht hat, ist dass wir im Gegensatz zu den 1980er Jahren 400% mehr an Kleidung einkaufen und es statt 4 Mode-Kollektionen im Jahr jetzt 24 gibt.

Shoppen ist zum Freizeitvergnügen geworden und es wird oft nur auf die „Schnäppchen“ geschaut. Die verarbeiteten Rohstoffe, die Herstellungsbedingungen oder die Herkunft des Kleidungsstücks spielen bei einem Großteil der Menschen, wenn überhaupt, nur eine untergeordnete Rolle.

Durch diesen immensen Anstieg und das Denken der Modeindustrie immer alles noch schneller und günstiger anbieten zu wollen, schaden wir leider auch uns und unserem Planeten.

Zum Beispiel wird in Deutschland immer mehr Kleidung auf den Markt geworfen, die niemand kauft. Ein riesiger Berg, mindestens 230 Millionen Textilien pro Jahr landen im Schredder, in der Müllverbrennungsanlage oder als Billigware im Ausland.

Jedoch stellt sich hierbei die Frage, ob wir es wirklich verantworten können, mehrere Millionen Tonnen an Kleidung zu vernichten. 

Denn unser Konsum vernichtet immer mehr Ressourcen und heizt die Klimakrise an, außerdem gelangen Schadstoffe nicht nur bei der Produktion, sondern auch bei der Verbrennung in die Umwelt.

Mit dem Thema „Stopp die Kleidungsflut“ und meiner dazugehörigen Aktion möchte ich darauf aufmerksam machen, dass viel zu viel Kleidung produziert, gekauft und vernichtet wird. 

Denn vielen Menschen ist dies nicht bewusst.

2019 hat die Bundesumweltministerin einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der den Händlern sehr klar vorschreibt, wie mit den Retouren umzugehen ist. „Ich will, dass das entweder gespendet oder eben auch wieder verkauft wird. Es kann jedenfalls nicht sein, dass das einfach vernichtet wird.“ - Svenja Schulze

Aber noch immer werden Tausende Tonnen Kleidung vernichtet, das betrifft nicht nur Retouren sondern auch Kleidung, die sich im Laden nicht mehr verkauft und auch Kleidung, die im Altkleidercontainer landet.

Also wie wäre es damit, wenn wir Kleidung, die wir bereits besitzen einfach mal länger und öfter tragen als nur ein oder zwei mal? Oder uns beim Shoppen einmal mehr fragen, brauche ich das Kleidungsstück wirklich, wo kommt es her, unter welchen Bedingungen wurde es produziert und aus welchen Materialien ist es hergestellt?

Uns allen liegt die Zukunft und das Wohl unseres Planeten, der Natur und der Lebewesen sehr am Herzen. Deswegen richte ich meine Petition an die Bundesumweltministerin Svenja Schulze und fordere, dass der Gesetzesentwurf umgesetzt wird. Außerdem fordere ich, dass ebenfalls gegen das Vernichten von überschüssiger Ware und Altkleidern vorgegangen wird.