5 Dec 2017
Fünf Millionen Hektar Dauergrünland in Deutschland werden überwiegend intensivst bewirtschaftet. Derzeitige Stickstoff (N)-Düngemenge liegt gemäß der Empfehlung der Fachberater bei 370 kg/ ha und anno, denn Hauptbestandsbildner Weidel mit bis zu 60% ist Untergras mit einer Wuchshöhe von bis zu 40 cm, d.h. der Mengenertrag resultiert nicht aus Wuchshöhe, sondern Vielschnittigkeit und um bis zu 6 Schnitte zu erreichen, muß eben entsprechend hoch gedüngt werden. Hieraus resultieren zwei Folgen: 1. Kohlenhydrate und Proteine stehen in Abhängigkeit der N-Düngemenge in einem antagonistischen Verhältnis. Ohne N verwachsen Fruktane u.a. NFC nicht zu Pflanzensubstanz und mit zu viel N, sinkt zwar der Kohlenhydratgehalt gesamt, die Rohprotein-werte steigen aber ins Bedenkliche. Bekannterweise sind diese dickdarm- leber- und nierenbelastend ( Kotwasser!) 2. 80% der Kiebitzbestände sind in den letzten 10 Jahren verschwunden. Eine 6-schürige Wiese wird zu Ende April und dann in Folge alle 4-6 Wochen gemäht. Kein Bodenbrüter kann auf derart bearbeiteten Flächen sein Gelege durchbringen. Koppeln wir die Wohlstandserkrankungen unserer Pferde (50% sind zu dick etc.) an diese Entwicklung, liegt es nahe, ein wenig mehr ins Grundfutter zu stecken, als Supplementierungsorgien (Melasse, Apfeltrester, Aroma- Lock- und Konservierungsstoffe) zu veranstalten, die eine Fehlversorgung aus dem Grundfutter nicht heilen können.(Bioverfügbarkeit!). Resultat ist die zweischürige artenreiche Wiese, deren erster Schnitt sich ab Mitte Juni bis in den Juli ansteuern läßt UND somit wieder Brutplatz für Bodenbrüter sein kann.
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