Aggiornamento sulla petizioneFlexibilisierung des Bundesbaurechts, um private Pferdehaltung im Außenbereich und Heugewinnung in die Landschaftspflege zu integrieren.Vogelsterben/Summary Deutsch

Helge BernotatHannover, Germania

14 mag 2017
Wer mit seinen und für seine Pferde Grünland bewirtschaften möchte, darf dies nur, wenn er dies gewerblich macht und betriebswirtschaftlich orientiert ist. Die Extensivierung von Grünland, dessen Umbau zu artenreichem Lebensraum unter Verwendung von 22 Gräsern und über 50 verschiedenen Wiesenblumen ist Paradigmenwechsel, kein Geschäftsmodell. Der erhebliche Aufwand von Zeit, Energie und Geld, den wir betreiben, generiert Heimat für bestäubende Insekten, Vögel u.a. aber kein konkurrenzfähiges Produkt.
Die Vorgaben des Marktes führen in der Grünlandbestellung dazu, dass dort keine artenreichen Pflanzengesellschaften etabliert werden, sondern eine Auswahl weniger Leistungsgräser zum Einsatz kommt: Der Anteil von bis zu 60% Weidelgräsern, die z.T. tetraploide Hybridformen sind, ermöglicht bis zu sechs Ernten pro Jahr und bestimmt den Marktpreis für Heu.
Statt der Blumenwiese, die Lebensraum für viele Tiere sein könnte, generiert man Ackergraswüsten und zieht dort dennoch ein Bodenbrüter ein, wird diesen der erste Schnitt im Mai entfernen.
Warum?
Die Standards der Bewirtschaftung werden durch die Milchwirtschaft gesetzt, deren Kühe eine Tagesmilchleistung von 60 Litern erbringen und hierzu hohe, für Pferde ungeeignete Gehalte im Grundfutter benötigen. Eine Kuh gibt nur Milch, wenn sie Mutter ist und man sollte meinen, dass 60 Liter ausreichen, das Baby mit zu ernähren. Weit gefehlt, denn nach zwei Tagen, wenn ausreichend Kolostralmilch aufgenommen wurde, trennt man sie und füttert das Kalb mit u.a. Palmölprodukten.
Ölpalmen-, wie auch Soja- oder Zuckerrohrplantagen, sind aber dort, wo sie auf immer größeren Flächen angepflanzt werden, bedenkliche Eingriffe in Natur und das Leben der Bauern. Regionale Landwirtschaft, die Lebensgrundlage vieler Menschen ist und deren Produkte maßgeblich zur Ernährung des Umlandes beitragen, wird verdrängt. Der Bauer mit Wissen und Erfahrung aus Generationen wird zum Tagelöhner.
Wir reden hier noch nicht über den Einsatz von Glyphosat und gentechnisch verändertem Pflanzenmaterial, nicht über AMPA (Metabolit des Glyphosat) und Superunkräuter, nicht über Störung der Wasserkreisläufe, Eutrophierung der Gewässer, Nitratbelastung des Grundwassers, Brandrodungen im Urwald etc.
Aber nur mit weitestgehender Intensivierung, Massenproduktion und der Verwendung von Gentechnik, wird behauptet, könne man die steigende Weltbevölkerung ernähren. Stellt sich die Frage, wieso europaweit die Milchwirtschaft, welche die erstgenannten Forderungen erfüllt, subventioniert werden muss, um sie am Leben zu erhalten. Subventiniert man letztendlich nicht dann doch nur die Lebensmittelkonzerne, die dadurch mit Dumpingpreisen Marktanteile übernehmen können?
Wer subventioniert z.B. den afrikanischen Milchauern, dessen Produkt durch unser Milchpulver aus Überproduktion unverkäuflich wird?
Blumenwiese und Kräuterheu könnten auch die Kuh ernähren, die 20 Liter täglich gibt und deren Milch ganz andere Proteinqualität enthielte, aber dies ist Wunschdenken.
Wenn das nicht dort passiert, dann wenigstens bei unseren Pferden, deren Bestände immer fetter und kränker werden, eine Folge von Fehlernährung. Unsere Mitbewohner zeigen, dass wir auf dem
richtigen Weg sind: Bachstelze, Zaunkönig, Rotkehlchen, Buchfink, Zilpzalp, Kleiber, Blau- Kohl- und Sumpfmeise, Kolkrabe, Mittelspecht, Star, Singdrossel, Mönchsgrasmücke, Stieglitz, Kernbeisser (s.o.), Grünfink, Eichelhäher und Baumläufer. Manche pendeln teilweise zwischen Nest, Flächen und Tränkanlage. Kurze, energiesparend Wege fördern den Bruterfolg, von Vogelsterben keine Rede.
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