Petition update

Yes! Hendricks legt sich gegen Glyphosat fest

Sven Giegold & Martin Häusling

Nov 8, 2017 — Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

morgen erwarten wir die entscheidende Abstimmung über Glyphosat in Brüssel. Dazu haben wir mit unserer Petition einen erfreulichen Zwischenerfolg. Eure vielen E-Mails an Barbara Hendricks haben Wirkung gezeigt. Erstens hat sie sich bei uns gemeldet und sich beschwert, dass es so viele waren (wirklich!). Vor allem jedoch hat sie sich öffentlich festgelegt: Sie wird keiner Verlängerung der Zulassung von Glyphosat zustimmen (s. Agenturmeldung unten). Dafür sollte sie ruhig ein paar E-Mails von Euch mit einem Dank bekommen! Denn damit ist vom Tisch, dass Deutschland einem faulen Kompromiss zustimmt. Das ist ein kleiner Durchbruch! Leider ist Landwirtschaftsminister Schmidt (CSU) weiter gegen ein Verbot von Glyphosat. Daher bitte weiter E-Mails an sein Ministerium schicken!

Und vor allem: Bitte verbreitet weiter unsere Petition! Hier: http://www.change.org/glyphosat

Viele Grüße aus Brüssel
Sven Giegold

P.S.: Gerne möchte ich Euch ab und zu über meine politischen Aktivitäten auf dem Laufenden halten. Tragt Euch dazu für meinen Newsletter ein: http://www.sven-giegold.de/newsletter-anmeldung/

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Düsseldorf (ots) - Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat vor der nächsten EU-Sitzung am Donnerstag, in der es um eine weitere Zulassung des Pflanzengifts Glyphosat geht, ihre ablehnende Haltung wiederholt. "Ich werde einer weiteren Zulassung von Glyphosat nicht zustimmen, auch dann nicht, wenn jetzt wie auf einem Basar um die Dauer der Neuzulassung gefeilscht wird", sagte Hendricks der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Montagausgabe). Damit ist ein möglicher Kompromiss innerhalb der Bundesregierung vom Tisch, wonach eine befristete Neuzulassung verbunden mit einem konkreten Ausstiegsdatum denkbar gewesen wäre.

Kontext:

Seit Monaten gibt es Streit zwischen Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) und Hendricks. Bisher trat Schmidt im Interesse der Bauern stets für ein Ja zur Verlängerung der Zulassung ein, Hendricks hielt jedoch mit einem Nein dagegen. Sie verwies darauf, dass Glyphosat als alles tötendes Herbizid negative Folgen für die Artenvielfalt habe und das Insektensterben vorantreibe. Wegen dieses Widerspruchs in der Bundesregierung musste sich Schmidt als zuständiger Verhändler in Brüssel zur Glyphosat-Zulassung enthalten. Und das wirkt bei Abstimmungen wie ein Nein. Weil nun aber die Zeit für eine Entscheidung drängt, da die derzeitige Zulassung zum Jahresende erlischt, gerät Schmidt gleich von mehreren Seiten unter Druck: Agrarverbände drängen auf eine möglichst langfristige Zulassung. Glyphosat ist weltweit das mit Abstand meistgenutzte Pflanzenschutzmittel. Ein Ende der Zulassung würde für viele Landwirte massive Umbrüche bedeuten. Schmidt gerät in den Verhandlungen für ein mögliches Jamaika-Bündnis aber auch von den Grünen unter Druck, die auf einen schnellen Ausstieg aus der Anwendung von Glyphosat in Deutschland und Europa pochen. Sven Giegold, Grünen-Abgeordneter im Europaparlament, gab nun an, dass mittlerweile mehr als 270.000 Europäer eine entsprechende Petition unterstützen würden. Giegold warnte davor, einer befristeten Verlängerung ohne Ausstiegsziel zuzustimmen. "Wir brauchen ein festes Ausstiegsdatum und keine Laufzeitverlängerung für das Gift", sagte Giegold.

http://www.rp-online.de/wirtschaft/hendricks-zeigt-haerte-im-ringen-um-glyphosat-zulassung-aid-1.7184831


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