Schutz der Bürger*innen durch Eindämmung der Pandemie in Deutschland und Europa

Petition geschlossen.

Diese Petition hat 1.124 Unterschriften erreicht

Das Problem

Sehr geehrte Damen und Herren,

die am 15.10.2020 beschlossenen Maßnahmen sind aus unserer Sicht nicht ausreichend um die Pandemielage in Deutschland zu kontrollieren. Nur durch eine Eindämmung können die Gefahren gesundheitlicher Art und gesamtwirtschaftliche Schäden abgewandt werden. Wir fordern Sie deshalb auf, nachhaltige, bundeseinheitliche Regelungen zu treffen. Die derzeitigen Hotspotmaßnahmen sind aus unserer Sicht sinnvoll, aber nicht präventiv. Kontakte müssen wieder nachverfolgbar sein, um so Infektionsketten zu durchbrechen. Eine niedrige Inzidenz führt letztlich auch zu geringeren Kollateralschäden durch die Pandemie. 

Eine erhöhte Inzidenz kann bei Risikogruppen (Menschen über 65 Jahren und Menschen mit chronischen Erkrankungen jeden Alters) zur Isolation führen. Dies ist aus unserer Sicht diskriminierend und eine erhebliche psychosoziale Belastung. Wir forden Sie außerdem auf, mögliche Langzeitfolgen einer Infektion mit SARS-Cov-2 klar und deutlich zu kommunizieren *1). Bereits jetzt gibt es Hinweise, dass mögliche Langzeitfolgen unser Gesundheitssystem mittel- und längerfristig belasten werden.*2) Längerfristig erkrankte Menschen erhöhen die Ausgaben im Gesundheitssystem und stehen als Arbeitnehmer von heute auf morgen nicht mehr zur Verfügung.*3) Dies führt unweigerlich auch dazu, dass die Sozialkassen in naher Zukunft überbelastet sein werden, da viele Arbeitnehmer infolge von chronischen Erkrankungen, bedingt durch COVID-19, Arbeitslosengeld I und II beziehen werden.

Die Teststrategie in Alten- und Pflegeheimen begrüßen wir, jedoch sorgen wir uns auch um die Menschen, die sich in häuslicher und ambulanter Pflege befinden.

Wir zitieren an dieser Stelle aus dem John Snow Memorandum: 
    
"Japan, Vietnam und Neuseeland, um nur einige Länder zu nennen, haben gezeigt, dass robuste Reaktionen des öffentlichen Gesundheitswesens die Übertragung kontrollieren können, so dass das Leben wieder nahezu normal verläuft, und es gibt viele solcher Erfolgsgeschichten.  Die Beweise sind eindeutig: Die Eindämmung der Verbreitung von COVID-19 ist der beste Weg, unsere Gesellschaften und Volkswirtschaften zu schützen, bis in den kommenden Monaten sichere und wirksame Impfstoffe und Therapeutika eintreffen. Wir können uns keine Ablenkungen leisten, die eine wirksame Reaktion untergraben; es ist wichtig, dass wir auf der Grundlage der Beweise dringend handeln." *4)

Wir sind froh darüber, dass es in Deutschland noch nicht zu allzu hohen Infektionszahlen gekommen ist wie in anderen europäischen Ländern, aber so weit darf es Deutschland auch gar nicht kommen lassen! Vielmehr benötigen die Bundesländer jetzt einen einheitlichen Plan, um die Infektionszahlen wieder bestmöglich zu senken. Dies ist vor allem nötig, um einerseits Schulen und Kitas (unter Einhaltung der AHA+L Regeln) offen zu halten, andererseits um Risikokruppen nicht in die Selbstisolation zu treiben. Die Beschränkungen des Freizeitlebens sind nötig, um allen Menschen gleichermaßen Sicherheit in Bildungseinrichtungen, im Berufsleben und bei notwendigen alltäglichen Aktivitäten zu gewährleisten. 
Des Weiteren fordern wir, zum Schutze aller Menschen, eine Maskenpflicht im gesamten öffentlichen Raum- sowohl in geschlossenen öffentlichen Räumen als auch im Freien (wenn Abstände nicht eingehalten werden können) - denn diese verhältnismässig kleine Unanehmlichkeit ist dazu geeignet, die körperliche Unversehrtheit und das Leben aller Menschen zu schützen.
Um dennoch eine Einschleppung von SARS-COV-2 aus dem Ausland nach Deutschland zu verhindern, fordern wir strenge Kontrollen von Reiserückkehrern aus Risikogebieten und die Testung auf Infektiosität mittels eines SARS-CoV-2-Antigen-Schnelltests, der z.B. seit dem 23.09.2020 auf dem Markt ist.*5). 

Wir fordern die Verantwortlichen zu Prävention statt Reaktion auf! Update: 17.10.2020 (21:03 Uhr) Klarstellung: Wir wollen so geringe Infektionszahlen erreichen, dass gesellschaftliche Teilhabe, wirtschaftliches Leben und das Bildungssystem mit AHA + C + L und den 3 Gs der BZgA, guten Gewissens von allen Menschen genutzt werden können.

1) Nature. Long COVID: let patients help define long-lasting COVID symptoms. Nature 2020; 586: 170
2) https://www.presseportal.de/pm/32063/4732450
3) https://www.thelancet.com/action/showPdf?pii=S0140-6736%2820%2932153-X
4) https://www.thelancet.com/action/showPdf?pii=S0140-6736%2820%2932153-X S. 2
5) https://www.roche.de/medien/meldungen/sars-cov-2-antigen-schnelltest-von-roche-jetzt-in-deutschland-erhaeltlich-5183.html

avatar of the starter
Initiative WellenbrecherJetztPetitionsstarter*in

Die Entscheidungsträger*innen

Bundesregierung
Bundesregierung
Gesundheitsminister*innen
Gesundheitsminister*innen
Innenminister*innen
Innenminister*innen

Neuigkeiten zur Petition