Keine Diesel-Fahrverbote ohne sachliche Grundlage oder Sinnhaftigkeit!

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Fahrverbote für Diesel-PKW in so genannten "Umweltzonen" werden mit Grenzwertüberschreitungen von NO2 begründet, Die entsprechenden Messungen werden direkt neben Hauptverkehrsstraßen in Großstädten, durchgeführt.
Die geltenden Grenzwerte liegen um den Faktor 22 niedriger, als NO2-Grenzwerte für Arbeitsplätze.
Eine Diskussion über NO2-Grenzwerte am Arbeitsplatz hingegen scheint derzeit nicht im Gespräch zu sein. Experten betrachten diese Grenzwerte als unschädlich für die Gesundheit.
Mir waren bis zum heutigen Tag auch noch keine Informationen über irgendwelche bekannten Probleme aufgrund der Giftigkeit von NO2 zugekommen.
Und (fast) niemand wird sich mehr als 8 Stunden jeden Werktag in so direkter Nähe zu den Hauptverkehrsstraßen aufhalten, wie sie die Messstationen zu diesen aufweisen.

Bekannt hingegen ist, dass NO2 in der Atmosphäre zur Bildung von Ozon und in geringen Mengen von Salpetersäure führen kann. Die gesundheitsschädigende Wirkung dieser Stoffe, speziell von bodennahem Ozon, wurden auch in der Vergangenheit häufig thematisiert.
Allerdings bilden sich diese Folgeprodukte erst Stunden oder Tage nach der Freisetzung von NO2. Es ist daher nicht davon auszugehen, dass das in den Umweltzonen gebildete NO2 auch zu einer erhöhten Ozon-Konzentration in diesen Umweltzonen führt, sondern im Gegenteil wird sich das Ozon erst außerhalb dieser Umweltzonen bilden, in aller Regel entsprechend früheren Studien auch außerhalb der Städte.
Es ist folglich unmöglich, durch Fahrverbote in begrenzten Zonen die Belastung der Bewohner in diesen Zonen zu reduzieren oder für diese Bewohner eine erkennbare Verbesserung zu erreichen!

Durch moderne Motorentechnik und bereits eingeführte Abgasreinigungsmaßnahmen wurden die Emissionen sämtlicher Giftstoffe in erheblichem Maße reduziert, auch beim Dieselmotor und auch bezüglich NOx. Insbesondere der Ausstoß von Ruß wurde bei Dieselmotoren so weit reduziert, dass heute Benzinmotoren erwiesenermaßen mehr Ruß produzieren, als Dieselmotoren.
Ganz allgemein spielen die durch PKW emittierten Giftstoffe (Kohlenmonoxyd, Kohlenwasserstoffe, Ruß und Stickoxyde) in der jüngeren Vergangenheit keine bekannte Rolle mehr in der Belastung der Umwelt. Diese Giftstoffe verbleiben zudem ausnahmslos nur eine begrenzte Zeit in der Atmosphäre, bis sie abgebaut werden. Im Gegensatz zu CO2 und zu den unwiederbringlich verbrauchten fossilen Ressourcen stellen diese Giftstoffe keine Hinterlassenschaft für nachfolgende Generationen dar.

Der Förderrückgang des konventionellen Öls seit etwa dem Jahr 2006 hingegen spielt angesichts eines ungeminderten Verbrauchs an fossilen Rohstoffen eine gravierende Rolle, da die Differenz zwischen Nachfrage und Angebot an konventionellem Öl durch so genannte "nicht konventionelle Öle" ausgeglichen wird.
Treibstoffe aus Fracking, Öl aus Sand, Öl aus Tiefseebohrungen und insbesondere Treibstoffe, die aus Nahrungsmitteln produziert werden, haben extrem schädigende Wirkung auf das Ökosystem dieser Erde und sie erzeugen Hungersnot.

In Bezug auf die Endlichkeit der Ressourcen könnte jedoch der Dieselmotor, insbesondere bei Kleinen Fahrzeugen (Stichwort: "3-Liter-Auto"), einen enormen Beitrag leisten. Es ist daher aus Sicht der Umwelt kontraproduktiv, wenn Maßnahmen getroffen werden, die den Anteil der Dieselmotoren vermindern.

Es wäre also bedeutsamer, auf einen niedrigen Verbrauch von PKW hinzuwirken, als dass sämtliche Giftstoffe, auf Grenzwerte gedrückt werden, die nur mit hohem technischen Aufwand (und damit verbundenem Ressourcenverbrauch und Umweltauswirkungen) erreicht werden können.

Mit anderen Worten: Fahrverbote für Diesel-PKW innerhalb von Umweltzonen können beim besten Willen keine Verbesserung der Situation erbringen.
Wir halten aus diesem Grund die Einrichtung von Umweltzonen als rechtlich unzulässig, da eine so gravierende Einschränkung der Freiheitsrechte nicht ohne triftige Begründung erlassen werden darf.

Wir stellen folgende Forderungen auf:

- Stoppt umgehend sämtliche Fahrverbote für Dieselfahrzeuge in so genannten Umweltzonen oder sonst wo, die durch den Ausstoß von NOx begründet werden.

- Stellt die Abgasnormen Euro 5 und Euro 6 auf den Prüfstand. Ökologischer bzw. gesundheitlicher Nutzen müssen gegen andere Wirkungen dieser Normen abgewogen werden. Es darf durch Verschlechterung der Verbrauchswerte, durch Einsatz von Zusatzstoffen wie Harnsäure und durch teure und giftige Stoffe wie Platin oder seltene Erden kein größerer Umweltschaden erzeugt werden, als er abgewendet werden könnte. Wir empfehlen eine leichte Verschärfung der alten Norm Euro 4, welche ohne Harnsäure-Einspritzung mit moderner Motorentechnik erreicht werden könnte, aber keine weitergehenden Maßnahmen erzwingen würde. Dadurch würde die Position des energiesparenden Dieselmotors begünstigt.

- Wir fordern die Medien auf, sachlich über die Umweltrisiken von PKW zu berichten. Texte, die mantramäßig den Diesel zu Unrecht mit Ruß oder Feinstaub assoziieren oder die selbst gasförmige Stickoxyde zu Partikeln umwidmen, dienen nicht der Information sondern haben den Charakter von Betrug oder Propaganda.
Bitte berichten Sie zukünftig auch über Fortschritte oder Rückschritte im Treibstoffverbrauch der Autos. Die Sparsamkeit der Autos muss dringend wieder in den Fokus gerückt werden, anstatt ausschließlich über Elektro- und gar Wasserstoffautos zu berichten.

- Politik und Medien fordern wir auf, die Wiedereinführung von dieselbetriebenen Kleinst-PKW zu fordern und zu fördern (Stickwort: "3-Liter-Auto"). Diese PKW hätten das Potential, in großen Stückzahlen verkauft zu werden und dadurch erheblich mehr CO2 bzw. Erdöl einzusparen, als dies mittelfristig durch Elektroantriebe möglich wäre (selbst wenn man annähme, dass diese keine fossilen Energieverbräuche an anderer Stelle verursachten).

- Sämtliche Maßnahmen, die zu Einschränkungen der Freiheitsrechte der Bürger führen oder die zu einem Mehr an Überwachung oder Fremdbestimmung führen, sind zu unterlassen.
Es gibt genügend Maßnahmen, die das Potential haben, Umweltbelastungen und insbesondere den Kraftstoffverbrauch wirkungsvoll zu mindern. Diese müssen bevorzugt ausgeschöpft werden.

- In diesem Sinne sind aufwändige Mautsysteme auf Autobahnen absolut kontraproduktiv, unrechtmäßig und abzulehnen.
Hingegen führt eine erhöhte Treibstoffsteuer (oder Energiesteuer für andere Bereiche) zu einer direkten Motivation für Autofahrer, sich Kraftstoff sparend zu verhalten oder entsprechende Kaufentscheidungen zu bevorzugen.

 

Informationen zu diesen Themen finden Sie auf:

http://whokilledthe3litercar.de
https://www.heise.de/tp/features/Diesel-Debatte-Ist-der-Stickstoffdioxid-Grenzwert-sinnvoll-3781177.html
https://www.heise.de/tp/features/Was-haben-Diesel-Skandal-autonomes-Fahren-und-das-Ende-des-billigen-Oels-miteinander-zu-tun-3772526.html

 



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