Actualización de la petición#Free - Julian Assange

Brief an die Redaktion von "Der Tagesspiegel"

Stefan Weinert88212 Ravensburg, Alemanha
19 de set. de 2020

Liebe Mitstreiter/innen,

Jan Fabricius aus Hamburg schrieb folgenden Brief an den Tagesspiegel. Mit Jans Einverständnis, drucke ich seine Zeilen hier ab. Danke Jan!

Bleib gesund, bleibt ihr alle gesund und mit solidarischen Grüßen,

Stefan Weinert, Ravensburg

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Fabricius
25436 Tornesch

Liebes Tagesspiegel-Team,

danke für den faktenstarken Wallraff-/Gabriel-Artikel vom 11.9. zum - Assangeprozeß. - Alle Achtung: Dass selbst Atlantikbrücker Gabriel sich zu so deutlichen Worten bekennt, sollte anderen grossen Medienhäusern einen schmerzhaften Denkanstoß geben. Es herrscht in Deutschland bedrückendes Schweigen zum Thema. --- Das höchste der Gefühle sind Kurzberichte, DASS der Prozess stattfindet. Aber dass in London dieser Tage die Pressefreiheit verhandelt wird, scheint kaum jemanden zu interessieren, außer natürlich fleißige Aktivistengrüppchen, alternative Medien und Unterschriften-sammler. --- Ich weiß, der Text gibt lediglich die Meinung der Autoren wieder. Dennoch eine Anmerkung: "Die Bundesregierung sollte sich auch im Fall von Assange zu ihrer wertegeleiteten Außenpolitik bekennen" - ein Satz, - der mir rätselhaft bleibt.

Hätte es geheißen "Die Bundesregierung sollte sich im Fall Assange von ihrer grotesk widersprüchlichen Außenpolitik verabschieden", könnte ich glatt zustimmen.

Drei Kurzbeispiele:
1) Militärische Beteiligung am Krieg gegen Syrien, den
Nahostspezialisten und Historiker als kaum durchschaubar und von vielen -Seiten gesteuert einschätzen - bei gleichzeitiger Betroffenheit über > hohe Flüchtlingszahlen.
2) Stillschweigendes Angebot von einer Milliarde Dollar Schutzgeld > an
die USA, denen die deutsche Energiepolitik nicht passt und die uns daraufhin erpressen.
3) Ramstein wird gern geduldet als DER Knotenpunkt für US-Drohnenmorde -in Nahost - bei gleichzeitigem Zitieren sogenannter "westlicher Werte".

Aber ich bin sicher, Steffen Seibert hat eine griffige Erklärung parat, irgendwas mit "wichtige Partner" und "rechtsstaatliche Prinzipien".

Mit freundlichen Grüssen,
Jan Fabricius 

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