Einladung zu zwei Kontroversen zum Wiederaufbau der Garnisonkirche Potsdam
Liebe Unterzeichner des offenen Briefs,
heirmit möchten wir SIe zu zwei Veranstaltungen einladen, welche die mit dem offenen Breif angestoßene Diskussion weiterführen:
1.Für kommenden Mittwoch, den 4. Dezember, lädt die Akademie der Künste Berlin zu einem Streitgespräch ein:
Rekonstruktion Garnisonkirche Potsdam: Lernort oder Identifikationsort? Mittwoch, 4. Dezember 2019, 19 Uhr, Eintritt € 6/4
Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin
Begrüßung: Matthias Sauerbruch, Architekt, Direktor der Sektion Baukunst der Akademie der Künste
Einführung ins Thema von Wolfgang Huber und Philipp Oswalt
Podiumsgespräch mit Thomas Albrecht, Architekt der Garnisonkirche Potsdam; Wolfgang Huber, ehemaliger Bischof Berlin-Brandenburg; Saskia Hüneke, Kunsthistorikerin; Detlef Karg, Landeskonservator Brandenburg a.D.; Philipp Oswalt, Mitinitiator der Petition und Hildegard Rugenstein, Pastorin. Das Gespräch wird moderiert von der Journalistin Ellen Schweda.
Tickets: www.adk.de/tickets Reservierung unter: Tel. 030 200 57-2000, ticket@adk.de,
2.
Für den 16. Januar lädt die Martin-Niemöller-Stiftung in Kooperation mit dem Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte zu Vortrag und Gespräch ein:
Donnerstag 16.1.2020 18:00 Uhr. Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte, Am Alten Markt 9, 14467 Potsdam
Vortrag von Philipp Oswalt: Das Potsdamer Glockenspiel. Rechtsradikale Einschreibungen in das Projekt der Garnisonkirche Potsdam
Anschließend Podiumsgespräch zwischen Gegnern und Befürwortern des Glockenspielabbaus
Zum Hintergrund: Die Infolge des offenen Briefes erfolgte Abschaltung des nachgebauten Glockenspiels der Garnisonkirche hat in Potsdam zu Kritik geführt. Mitglieder der Nikolai-Gemeinde, der Initiative Mitteschön!, der CDU und AFD führten mehrfach ein sonntägliches Protest-Singen durch. Die Satire-Partei „Die Partei“ wiederum forderte die Wiederinbetriebnahme des Glockenspiels, um in Zukunft dort den Song der gelben Zitronen „Schrei nach Liebe“ erklingen zu lassen. Der Oberbürgermeister Mike Schubert, der die vorübergehende Abschaltung des im Besitz der Stiftung Garnisonkirche befindlichen Glockenspiels mit deren Zustimmung veranlasst hatte, hatte ein wissenschaftliches Gutachten angekündigt. Der wissenschaftliche Beirat der Stiftung Garnisonkirche sah dieses aber als entbehrlich, da die Inschriften des Glockenspiel eindeutig „unzumutbar“ seien.
Link zum offenen Brief: