
Liebe Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunde,
ich habe eine Situation erlebt, die so unwahrscheinlich wie ein Lottogewinn klingt. Viele von Euch wissen davon, dass die Landesregierung Baden-Württemberg Wolf Grindi töten lassen will, dabei hat er sich nichts zuschulden kommen lassen.
Es ist so: Menschen haben zufällige Sichtungen gefilmt, damit im Netz geprahlt und Grindi bei den Behörden gemeldet. Daraus wurde, dass Grindi nicht scheu sei. Dabei ist sein Territorium im Nordschwarzwald stark touristisch geprägt, touristisch, nicht wolfstouristisch. Das ist wichtig zu verstehen, denn die Behörden forcierten von Anfang an den Begriff "Wolfstourismus". Fast alle Zeitungen übernahmen sofort den Begriff und behaupten, dass Leute extra hinfahren um Bilder von Grindi zu machen. Das stimmt so nicht. Touristen, die einfach zur Erholung oder zum Wandern dort sind, trafen zufällig auf Grindi und machten Bilder. Darunter waren auch Einheimische, aber nur wenige.
Am zweiten Tag der Abschussfreigabe traf ich mich mit Einheimischen, um sie zu beraten, wie Grindi geschützt werden könnte vor der Tötung. Wir wollten dazu eine Wanderung mit Wolfslosungsspürhund machen, um einen Überblick über das Gebiet zu bekommen.
Am Parkplatz des Treffpunkt des Parkplatzes lauerte uns ein TV-Team des SWR auf. Sie wollten eine Story über "Wolfstourismus" haben. ich sagte ihnen, dass ich keine Wolfstouristin, sondern Vorsitzende eines Naturschutzvereines bin. Diese O-Töne wollte man aufnehmen. Der Reporter schlug vor, dass wir einen Weg zirka 200 bis 300 Meter in den Wald hineingehen, weil dort der Hintergrund besser sei.
Dann geschah das schier Unglaubliche
Wir schritten den Weg hoch, Wolf Grindi kam den Weg herunter. Zufällig. Das kann man nicht planen. Ich machte Fotos für unser internes Monitoring um zu vergleichen, ob es tatsächlich immer Grindi ist auf den Bildern, die im Netz kursieren, und ging Grindi dann entgegen, um ihn zu verscheuchen. Und Grindi benahm sich wie ein ganz normaler Wolf. Er klemmte den Schwanz ein und trat den Rückzug an. Der Reporter machte aber eine ganz andere Geschichte daraus und stellte mich in einem Bericht als Wolfstouristin dar, die Grindi mit der Kamera nachstellen wollte. Hier unser Artikel dazu, der tendenziöse Artikel des SWR ist darin verlinkt: https://wolfsschutz-deutschland.de/2026/02/08/wolfsschutz-deutschland-e-v-weist-nach-wolf-grindi-nicht-verhaltensauffaellig/
BITTE TEILT UNSEREN ARTIKEL ÜBERALL, DENN ER ENTLASTET GRINDI
Danach Shitstorm gegen mich: Der Beitrag des SWR wurde nicht zur Entlastung von Grindi genommen, sondern zur Aufforderung für Hass und Gewalt gegen mich. Ich wurde auf einer Mahnwache angegriffen, und im Wald verfolgt, meine Email-Box war zu mit Hassnachrichten, ich bekam Morddrohungen von anonymen Anrufern, es kursieren KI-Bilder von mir im Netz, auf denen ich brennend auf einem Scheiterhaufen abgebildet bin, und Mitglieder oder nahestehende Personen eines anderen Vereines riefen dazu auf, bei uns auszutreten und bei ihnen einzutreten.
Die meisten Leute wären sicherlich daran zerbrochen, aber ich nicht. Ich begann zu recherchieren und hatte dabei Hilfe von ganz vielen Einheimischen.
Die Fakten:
Mitglieder einer Whatsapp-Gruppe, in der sich Schützer absprechen sollen (ich war kein Mitglied) wurde unterwandert und missbraucht um diese Intrige gegen unseren Verein zu fahren. Unter den Teilnehmern sind Mitglieder, bzw. nahestehende Personen genau des Vereines der zum Shitstorm aufrief. Eine dem Verein nahestehende Person ist dort sogar Admin. Unser Treffpunkt war dem SWR verraten worden. Ich sollte von vorne herein als Wolfstouristin dargestellt werden, nur die Begegnung mit Grindi konnte niemand ahnen.
Statt die Daten heran zu nehmen, um Grindi zu schützen, wurde genau das Gegenteil veranstaltet. Ich habe nichts veröffentlicht und der SWR-Bericht zeigt meine überraschten O-Töne. Das Verscheuchen wurde nicht gesendet. Man sieht aber im Bericht trotzdem, dass Grindi sich gar nicht auffällig verhalten hatte. Warum wird das nicht viral verbreitet?
Hier unser offener Protestbrief an den SWR: https://wolfsschutz-deutschland.de/2026/02/10/offener-brief-an-den-suedwestrundfunk-swr-betrifft-tendenzioese-berichterstattung-im-beitrag-die-suche-nach-dem-hornisgrinde-wolf-und-warum-sie-ihm-schadet/
Hier unser offener Protestbrief an den Vorsitzenden des anderen Vereines: https://wolfsschutz-deutschland.de/2026/02/11/offener-brief-an-ralf-hentschel-vorsitzender-des-freundeskreis-freilebender-woelfe-e-v-ihr-diffamierender-fb-post-vom-08-02-2026-zum-wolf-gw2672m-grindi-widersprueche/
Das Bild oben zeigt nicht Grindi, sondern ist ein Beispielfoto eines Wolfs, im Tierpark aufgenommen.
Nie war unser Leitspruch "Der Wolf braucht echte Freunde" realer als gerade jetzt. Ich danke dem Verein Naturschutzinitiative e. V. für ihre bislang erfolgreiche Klage, in der erneut ein Aufschub erreicht wurde. Der andere Verein sollte sich fragen, ob er Wölfe wirklich schützen will.
Herzlichen Dank für Eure Aufmerksamkeit, bitte abonniert und teil unsere Beiträge.
Brigitte Sommer
Vorsitzende Wolfsschutz-Deutschland e. V.
www.wolfsschutz-deutschland.de