Geschlossene Parks und Gärten zur Erholung von der Coronakrise wieder öffnen

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Unsere Natur, die Parks und Gärten sind die einzigen Orte in unserer Welt, in denen wir wohltuende Gesundung in der Frühlingssonne (frei Haus) erhalten. Seit knapp einem halben Jahr habe ich das Glück bei meiner Computer-Arbeitsstelle im Botanischen Garten Berlins meinen Lebensunterhalt verdienen zu dürfen, Gott sei Dank mit einem Garten dran. So hilft mir eine 10 min Kurzpause mit Taiji-Bewegungen sehr gut, und ich kann erfrischt wieder an die Arbeit gehen. Ich wünschte, jeder hätte so eine schöne Arbeitsstelle mit einem Garten direkt am Haus. Oder jeder könnte sich in seinem Leben seinen erholsamen Familiengarten selbst erschaffen. Doch einen Garten in der Stadt zu erschaffen ist nur bedingt möglich. Daher werden hier unsere öffentliche Gärten und Parks zur Oase: Orte der Erholung und des Durchatmens.

Ich weiß, an der Corona-Krise scheiden sich die Geister, das ist ja auch der etymologische Fingerzeig einer Krise. Doch setzen Sie sich bitte Stunden in Ihre Wohnung, Büro oder Wohnzimmer und fühlen in sich nach. Dann bitte: gehen Sie in der Frühlingssonne eine Stunde, oder nach Blieben länger, in Ihren Garten oder in den Naturwald oder in einen noch geöffneten Garten oder Park und fühlen in sich nach und atmen mal tief durch. – Und? – Fühlen Sie einen Unterschied? ;-)

Bitte helfen Sie, wir möchten uns erholen dürfen. Lassen Sie die derzeit verschlossenen öffentlichen Gärten und Parks zur Erholung bitte wieder öffnen! Damit können wir unsere Corona-Krise einfach zur Gesundung wenden.

Herzlichen Dank!
Freundliche Grüße
Dr. rer. nat. Andreas Plank

PS.: Gedicht gerne zum Weitersenden ;-) 

Damals, wisst Ihr noch? Zweitausend-und-Zwanzig,
Als Corona-Krise und ängstliches Trachten
Ganzheitliches Betrachten verlachten?
In Starre und Bange befand sich das Land:
Lösungen finden! die Geister entbrannt!
Wird’s wieder so brennend wie schon vormals gescheh’n?
Oder Mut und Verstehen, was im Ur-Grund zu seh’n?
Was birgt die Krise, und das Ding an sich?

Und so stellt Euch nun vor,
Frei nach Goethes „Vor dem Tor“:

Von der Angst befreit sind nun Wohnung und Städte
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Mit einem Male grünet Hoffnungsglück
Das große Bangen in seiner Schwäche
Zog sich in rauhe Lüfte zurück
Von dort her sendet es, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer, eisig: » *ICH* weiß es! «
In Weisen über uns menschelnde Flur
Aber die Sonne duldet kein Weiß-es!

Überall regen sich Herzen und Leben
Alles will sie mit Farben beleben
Doch an Blumen fehlts im Revier
Sie nimmt befreite Menschen dafür

Kehre Dich um, von diesem Wehen
Nach der Stadt zurück zu sehen!
Und aus dem hohlen finstren Tor
Wirkt ein buntes Gewimmel hervor.
JEDER sonnt sich heute so gern.
Sie feiern das: » Raus, auf geht’s! « so gern
Denn sie sind selber auferstanden:
Aus niedriger Häuser und dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans LICHT gebracht,
Ja, sie sind alle ans LICHT gebracht.

Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Parke ergeht,
Wie im Fluß, so weit(!), und die Menge(!)
So manche lustige Welle sich regt,
Und so singend überragend,
Entfernt sich dieser jetzige Wahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.

Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein!