GdB für Hashimoto-Thyreoiditis

Das Problem

Hashimoto-Thyreoiditis ist eine unheilbare Autoimmunerkrankung, bei welcher das körpereigene Immunsystem die Schilddrüse angreift und allmählich zerstört. Eine genaue Ursache für den Ausbruch von Hashimoto-Thyreoiditis ist bisher nicht bekannt, es kann jeden Menschen in jedem Alter treffen. Hashimoto-Thyreoiditis ist eine der häufigsten Autoimmunerkrankungen und hat in Folge u.a. Auswirkungen auf das gesamte körperliche Hormonsysten. Zusätzlich treten durch Hashimoto-Thyreoiditis oftmals weitere Begleiterkrankungen auf.

Die Erkrankung verläuft Schubweise und unvorhersehbar, d.h. zu jeder Zeit kann sich das Immunsystem wieder gegen den vorhandenen Rest der Schilddrüse richten. Die Einnahme künstlicher Schilddrüsen-Hormone lindern die hormonellen Beschwerden der verkleinerten Schilddrüse, bei jedem erneuten Angriff gegen die Schilddrüse bestehen die Beschwerden erneut und es muss die Dosis des Medikaments wieder neu eingestellt werden.

Auf Grund der täglich unvorhersehbaren Beschwerden, ob Haut, Stoffwechsel, Schmerzen, Psyche, Entzündungen, Infekte, Intoleranzen, Leistungsfähigkeit, Schlafstörungen, uvm. die zudem bei jedem Betroffenen in Art und Intensität varrieren, stellt Hashimoto-Thyreoiditis für die Betroffenen eine oftmals große Beeinträchtigung in der Bewältigung ihres Alltags dar. Ein Beschwerdefreies Leben ist trotz hormoneller Medikation für die meisten Betroffenen nicht gegeben, sowie manche der Beschwerden ebenso unvorhersehbar schubweise auftreten.

Die somit unweigerlich entstehenden Probleme im Alltag können, abgesehen des eigenen Leidens, unweigerlich weitreichendere Folgen mit sich bringen. Soziale Isolation oder Kündigung durch den Arbeitgeber sind nur wenige der möglichen langfristigen Folgen. Was als weitere Kettenreation zur Folge hat, dass solche zusätzlichen Belastungen keinesfalls förderlich für die Gesundheit sind. Und man darüber hinaus noch mit den eigentlichen Hashimoto-Thyreoiditis bedingten Bschwerden zu kämpfen hat.

Aktuell ist Hashimoto-Thyreoiditis in der GdB (Grad der Behinderung) Tabelle nicht als eigenständige Erkrankung aufgeführt. Obwohl medizinisch mittlerweile eindeutig ist, dass Hashimoto-Thyreoiditis für die meisten Betroffenen kein Zuckerschlecken darstellt. Lediglich auf Grund von zusätzlichen Beschwerden welche durch Hashimoto-Thyreoiditis verursacht werden, kann man mit sehr viel Glück eine positive Feststellung eines GdB beim Versorgungsamt bekommen. Jedoch werden einige der Beschwerden von vielen Ärzten nicht allzu ernst genommen, wenn der Arzt keine alleinige Hauptursache feststellen kann.

Zusätzlich ist es in den meisten Fällen tendentiell unwahrscheinlich, dass man wegen verminderter Leistungsfähigkeit, häufigen Infekten, Entzündungen, Hautproblemen ohne klare Ursache, Intoleranzen, unklaren Schmerzen, usw. einen GdB zugesprochen bekommt. Häufig werden Beschwerden, welche nach dem ersten Arztbesuch keine eindeutige Ursache zu haben scheinen, als somatoform abgetan und dann auch medizinisch nicht weiter beachtet.

Bei einem Diabetes Mellitus Typ 1 im Vergleich handelt es sich, ebenfalls wie bei Hashimoto-Thyreoiditis, um eine Autoimmunerkrankung. Nur dass sich bei Diabetes Typ 1 das Immunsystem gegen die Bauchspeicheldrüse richtet, bei Hashimoto-Thyreoiditis richtet es sich gegen die Schilddrüse. Ein mit Insulin gut eingestellter Diabetiker kann auf Grund der Diabetes Diagnose einen GdB von 40% (*Quelle Praxisinformationen für die Schwerbehindertenvertretung GdB/MdE-Tabelle Prof. Dr. jur. Bernhard Knittel) zugesprochen bekommen. Hashimoto-Thyreoiditis hingegen wird in der GdB-Tabelle überhapt nicht aufgeführt.

Dabei ist es bei Hashimoto-Thyreoiditis unter anderem auch die gesamte Menge an belastenden Beschwerden, welche u.a. die Einschränkungen im Arbeitsalltag, sowie im privaten- und allgemein sozialen Umfeld verursachen. Jemandem mit Hashimoto-Thyreoiditis nutzt es nichts, wenn er/sie für Beschwerden, für die man einen GdB bekommen kann, nur jeweils zwischen 5% und mit Glück bis 20% zugesprochen bekommt. Da bei dem Endergebnis insgesamt nur das mit den höchsten GdB-% für die Gesamtbeurteilung gezählt wird und somit eine beispielsweise Gesamtbelastung im Alltag, bedingt durch das Zusammenkommen aller bestehenden Hashimoto-Thyreoiditis bedingten Beschwerden, von 50% bestünde, hätte der/die Betroffene keine Chance auf eine angemessene Beurteilung des tatsächlich bestehenden GdB.

Bei der Aufnahme von Hashimoto-Thyreoiditis in die GdB Liste geht es nicht darum, dass alle Hashimoto-Thyreoiditis betroffenen fortan mit einem GdB herumlaufen. Sondern, dass Hashimoto-Thyreoiditis Betroffene, welche auf Grund ihrer Beschwerden oder Hashimoto-Thyreoiditis bedingten Beeinträchtigungen einen GdB als Erleichterung/Unterstützung in ihrem Alltag bräuchten, dadurch bei Bedarf die Möglichkeit zu bekommen, einen angemessenen GdB bekommen zu können.

Wie bei manch anderen in der GdB Tabelle genannten Beschwerden bestünde auch bei Hashimoto-Thyreoiditis die Möglichkeit, die GdB-% mit beispielsweise von 20-60% zu kennzeichnen. Und letzten Endes auf Grund der Einschätzungen von Haus- und Fachärzten letzten Endes über die jeweils individuelle Vergabe eines GdB für jeden Antragstellenden Hashimoto-Thyreoiditis Betroffenen individuell zu entscheiden. Die Aufnahme von Hashimoto-Thyreoiditis in die GdB-Tabelle würde den wichtigen Unterschied bringen, dass man einen GdB bei Bedarf direkt wegen Hashimoto-Thyreoiditis beantragen kann, und nicht lediglich auf Grund von Einzelberschwerden wie es zur Zeit leider noch der Fall ist.

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Hashimoto-Thyreoiditis ist eine unheilbare Autoimmunerkrankung, bei welcher das körpereigene Immunsystem die Schilddrüse angreift und allmählich zerstört. Eine genaue Ursache für den Ausbruch von Hashimoto-Thyreoiditis ist bisher nicht bekannt, es kann jeden Menschen in jedem Alter treffen. Hashimoto-Thyreoiditis ist eine der häufigsten Autoimmunerkrankungen und hat in Folge u.a. Auswirkungen auf das gesamte körperliche Hormonsysten. Zusätzlich treten durch Hashimoto-Thyreoiditis oftmals weitere Begleiterkrankungen auf.

Die Erkrankung verläuft Schubweise und unvorhersehbar, d.h. zu jeder Zeit kann sich das Immunsystem wieder gegen den vorhandenen Rest der Schilddrüse richten. Die Einnahme künstlicher Schilddrüsen-Hormone lindern die hormonellen Beschwerden der verkleinerten Schilddrüse, bei jedem erneuten Angriff gegen die Schilddrüse bestehen die Beschwerden erneut und es muss die Dosis des Medikaments wieder neu eingestellt werden.

Auf Grund der täglich unvorhersehbaren Beschwerden, ob Haut, Stoffwechsel, Schmerzen, Psyche, Entzündungen, Infekte, Intoleranzen, Leistungsfähigkeit, Schlafstörungen, uvm. die zudem bei jedem Betroffenen in Art und Intensität varrieren, stellt Hashimoto-Thyreoiditis für die Betroffenen eine oftmals große Beeinträchtigung in der Bewältigung ihres Alltags dar. Ein Beschwerdefreies Leben ist trotz hormoneller Medikation für die meisten Betroffenen nicht gegeben, sowie manche der Beschwerden ebenso unvorhersehbar schubweise auftreten.

Die somit unweigerlich entstehenden Probleme im Alltag können, abgesehen des eigenen Leidens, unweigerlich weitreichendere Folgen mit sich bringen. Soziale Isolation oder Kündigung durch den Arbeitgeber sind nur wenige der möglichen langfristigen Folgen. Was als weitere Kettenreation zur Folge hat, dass solche zusätzlichen Belastungen keinesfalls förderlich für die Gesundheit sind. Und man darüber hinaus noch mit den eigentlichen Hashimoto-Thyreoiditis bedingten Bschwerden zu kämpfen hat.

Aktuell ist Hashimoto-Thyreoiditis in der GdB (Grad der Behinderung) Tabelle nicht als eigenständige Erkrankung aufgeführt. Obwohl medizinisch mittlerweile eindeutig ist, dass Hashimoto-Thyreoiditis für die meisten Betroffenen kein Zuckerschlecken darstellt. Lediglich auf Grund von zusätzlichen Beschwerden welche durch Hashimoto-Thyreoiditis verursacht werden, kann man mit sehr viel Glück eine positive Feststellung eines GdB beim Versorgungsamt bekommen. Jedoch werden einige der Beschwerden von vielen Ärzten nicht allzu ernst genommen, wenn der Arzt keine alleinige Hauptursache feststellen kann.

Zusätzlich ist es in den meisten Fällen tendentiell unwahrscheinlich, dass man wegen verminderter Leistungsfähigkeit, häufigen Infekten, Entzündungen, Hautproblemen ohne klare Ursache, Intoleranzen, unklaren Schmerzen, usw. einen GdB zugesprochen bekommt. Häufig werden Beschwerden, welche nach dem ersten Arztbesuch keine eindeutige Ursache zu haben scheinen, als somatoform abgetan und dann auch medizinisch nicht weiter beachtet.

Bei einem Diabetes Mellitus Typ 1 im Vergleich handelt es sich, ebenfalls wie bei Hashimoto-Thyreoiditis, um eine Autoimmunerkrankung. Nur dass sich bei Diabetes Typ 1 das Immunsystem gegen die Bauchspeicheldrüse richtet, bei Hashimoto-Thyreoiditis richtet es sich gegen die Schilddrüse. Ein mit Insulin gut eingestellter Diabetiker kann auf Grund der Diabetes Diagnose einen GdB von 40% (*Quelle Praxisinformationen für die Schwerbehindertenvertretung GdB/MdE-Tabelle Prof. Dr. jur. Bernhard Knittel) zugesprochen bekommen. Hashimoto-Thyreoiditis hingegen wird in der GdB-Tabelle überhapt nicht aufgeführt.

Dabei ist es bei Hashimoto-Thyreoiditis unter anderem auch die gesamte Menge an belastenden Beschwerden, welche u.a. die Einschränkungen im Arbeitsalltag, sowie im privaten- und allgemein sozialen Umfeld verursachen. Jemandem mit Hashimoto-Thyreoiditis nutzt es nichts, wenn er/sie für Beschwerden, für die man einen GdB bekommen kann, nur jeweils zwischen 5% und mit Glück bis 20% zugesprochen bekommt. Da bei dem Endergebnis insgesamt nur das mit den höchsten GdB-% für die Gesamtbeurteilung gezählt wird und somit eine beispielsweise Gesamtbelastung im Alltag, bedingt durch das Zusammenkommen aller bestehenden Hashimoto-Thyreoiditis bedingten Beschwerden, von 50% bestünde, hätte der/die Betroffene keine Chance auf eine angemessene Beurteilung des tatsächlich bestehenden GdB.

Bei der Aufnahme von Hashimoto-Thyreoiditis in die GdB Liste geht es nicht darum, dass alle Hashimoto-Thyreoiditis betroffenen fortan mit einem GdB herumlaufen. Sondern, dass Hashimoto-Thyreoiditis Betroffene, welche auf Grund ihrer Beschwerden oder Hashimoto-Thyreoiditis bedingten Beeinträchtigungen einen GdB als Erleichterung/Unterstützung in ihrem Alltag bräuchten, dadurch bei Bedarf die Möglichkeit zu bekommen, einen angemessenen GdB bekommen zu können.

Wie bei manch anderen in der GdB Tabelle genannten Beschwerden bestünde auch bei Hashimoto-Thyreoiditis die Möglichkeit, die GdB-% mit beispielsweise von 20-60% zu kennzeichnen. Und letzten Endes auf Grund der Einschätzungen von Haus- und Fachärzten letzten Endes über die jeweils individuelle Vergabe eines GdB für jeden Antragstellenden Hashimoto-Thyreoiditis Betroffenen individuell zu entscheiden. Die Aufnahme von Hashimoto-Thyreoiditis in die GdB-Tabelle würde den wichtigen Unterschied bringen, dass man einen GdB bei Bedarf direkt wegen Hashimoto-Thyreoiditis beantragen kann, und nicht lediglich auf Grund von Einzelberschwerden wie es zur Zeit leider noch der Fall ist.

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Petition am 27. Juni 2016 erstellt