Tierschutzgesetz für alle Tierarten anwenden!

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Das Problem

Die Petition fordert das Umweltministerium und das Landwirtschaftsministerium auf, das Tierschutzgesetz auf alle Tierarten auszuweiten. In der momentanen Fassung des Tierschutzgesetzes werden wirbellose Tiere quasi ausgeklammert, was bedeutet, dass der Mensch mit diesen Tieren machen darf, was er will. Dabei gibt es inzwischen Studien, die zeigen, dass auch wirbellose Tiere Schmerzen empfinden und sogar ein Schmerzgedächtnis ausbilden. Nur weil Insekten nicht schreien, schwitzen, zittern oder die Augen aufreißen, was Menschen und Säugetiere als Schmerzreaktion zeigen, heißt es nicht, dass sie keine Schmerzen empfinden.

 

Die meisten Abschnitte des Tierschutzgesetzes gelten bisher nur für Wirbeltiere. Die ersten beiden Abschnitte über den Zweck des Tierschutzgesetzes und Tierhaltung gelten zwar prinzipiell für alle Tiere, aber ab dem dritten Abschnitt werden nur Wirbeltiere oder warmblütige Tiere genannt. Damit werden wirbellose Tiere ausgeklammert, wenn es um die Ahndung von Verstößen geht. Es wird davon ausgegangen, dass Insekten keine Schmerzen empfinden, nur weil diese nicht dieselben Schmerzreaktionen wie ein Mensch oder Säugetier zeigen. Dabei haben mehrere Wissenschaftler in unterschiedlichen Studien gezeigt, dass sie durchaus Schmerzen empfinden. Und darüber hinaus kann das Gegenteil, dass sie diese nicht empfinden, nicht belegt werden. Es gab schon andere Tiere, die lang als schmerzfrei galten, von denen inzwischen bewiesen ist, dass sie Schmerzen empfinden. Als Beispiel seien Fische, Hummer und Krabben genannt. Jahrzehntelang wurden sie gequält, bis das Tierschutzgesetz zu ihren Gunsten endlich geändert wurde. Doch Insekten wird heute noch immer Schmerzempfinden aberkannt, sodass sie  vielerorts gequält und wie eine leblose Ware behandelt werden. Daher fordert diese Petition dazu auf, das Tierschutzgesetz auf alle Tierarten auszuweiten und Verstöße auch bei sämtlichen wirbellosen Tieren unter Strafe zu stellen. 

 

Das Titelbild wurde in einer deutschen Zoohandlung aufgenommen und steht beispielhaft für das würdelose und scheinbar wertlose Leben, das Menschen Insekten aufbürden. Zu Dutzenden in kleine Plastikdosen eingesperrt, würdelos übereinander geworfen, ohne Nahrung und ohne Bewegungsmöglichkeiten werden zahlreiche Insekten wie Heuschrecken, Würmer, Heimchen, Grillen und andere Insekten wie billige Waren verkauft, als wären sie leblos. Wer denkt an das Leben dieser als Nahrungsmittel verkauften Tiere?

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Luisa WeberPetitionsstarter*in

Die Entscheidungsträger*innen

Svenja Schulze
Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner
Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner

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