

Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde,
immer wieder kursieren Videos eines nicht nur fragwürdigen, sondern lebensgefährlichen Trends in den sozialen Medien: die sogenannte „Kulikitaka-Challenge“. Dabei erschrecken Menschen einzelne Kühe oder ganze Kuhherden, indem sie sich vor den Tieren aufstellen und – begleitet von Musik – mit hochgerissenen Armen wie wild auf die Tiere zurennen. Die Aufnahmen werden unter dem Hashtag #kulikitakachallenge verbreitet – und generieren immense Reichweiten.
Die Tiere, für die diese Situation mit großem Stress verbunden ist, reagieren in der Regel mit Flucht- oder Angriffsverhalten. Beides kann lebensbedrohliche Folgen haben – für Tier und Mensch. Setzen die Tiere zur Flucht an, könnten sie in ihrer Panik andere Tiere oder sich selbst verletzen. Vor kurzem erst ist eine Kuh in Bayern, vermutlich im Rahmen der #kulikitaka-Challenge, von einem Regionalzug ergriffen worden. Zudem wird das Stresslevel der Tiere in Schreckmomenten derart erhöht, dass hochtragende Kühe verkalben, also eine Fehlgeburt erleiden, könnten. Entscheidet sich die Kuh für einen Angriff, so bringt dies auch den Menschen schnell in Lebensgefahr.
Witzig ist das also ganz und gar nicht.
Doch leider finden sich in den sozialen Netzwerken neben diesem Beispiel auch viele weitere Inhalte, die immenses Tierleid darstellen oder zur Folge haben können. Im Rahmen unserer Kampagne „Stoppt Tierleid in den sozialen Netzwerken“ (https://welttierschutz.org/stoppt-tierleid/) machen wir uns dagegen stark. Neben der Arbeit mit Netzwerk-Vertreter*innen und Politik sensibilisieren wir Nutzer*innen dafür, solche Inhalte zu erkennen und zu melden. Denn ein „Like“ für einen dieser Beiträge ist die gänzlich falsche Reaktion. Stattdessen sollten alle Tierleid-Inhalte konsequent gemeldet – und von Seiten der Netzwerke – gelöscht werden.
Als Hilfestellung zur Erkennung von Tierleid-Formen haben wir einen Leitfaden erstellt, schaut mal rein: https://welttierschutz.org/stoppt-tierleid/leitfaden-tierleid/
Liebe Tierfreundinnen und Tierfreund, bitte teilt diese Informationen unter Euren Freund*innen und Bekannten, damit möglichst viele Menschen für die Problematik von Tierleid-Inhalte in den sozialen Netzwerken sensibilisiert werden und sich aktiv dagegen einsetzen.
Herzliche Grüße
Euer Team der Welttierschutzgesellschaft