

Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde,
mehr, mehr, mehr lautet der Anspruch, dem Milchkühe hierzulande seit Jahrzehnten gerecht werden müssen. Systematisch wurde ihre Leistung in den letzten Jahrzehnten mehr als verdreifacht: Von rund 2.500 Kilogramm (1950) Milch auf 8.000 – 12.000 Kilogramm (2018).
Rücksicht auf die Gesundheit der Tiere spielt bei der »Zucht auf Höchstleistung keine Rolle. Stattdessen gehören Krankheiten, Schmerzen, Stress und ein Leben im Stall zum Alltag vieler Tiere und führen dazu, dass diese im Durchschnitt nach nur fünf Jahren leistungs- oder krankheitsbedingt geschlachtet werden müssen – entgegen ihrer natürliche Lebenserwartung von durchschnittlich 20 Jahren.
Ohne Rücksicht auf Verluste werden aber auch andere Tiere in Deutschland systematisch krankgezüchtet. So stellen genetisch angezüchtete Kurzköpfigkeit (Brachyzephalie) und Kleinwüchsigkeit für viele Katzen enormes Leid dar.
Doch anstatt diese Entwicklung kritisch zu betrachten, erleben die Tiere insbesondere in den Sozialen Netzwerken einen immer größeren Hype. Der Trend, kranke Tiere zu bejubeln, ist sogar nachweisbar: einer Umfrage der Social-Media-Analyse-Plattform Pulsar ist es sogar einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für Katzenprofile, dass die Tiere krankhafte Veränderungen (wie Kurzköpfigkeit oder Kleinwüchsigkeit) aufweisen.
Mehr darüber erfahrt Ihr in unserem neuesten Blogbeitrag: »Qualzucht: Der Trend zu kranken Katzen
Ob Kuh oder Katze: Als Welttierschutzgesellschaft sehen wir es als unsere Aufgabe, interessierte Verbraucher*innen sowie Tierbesitzer*innen auf Missstände hinzuweisen und zu mehr Bedacht aufzurufen: Das Wohl des Tieres sollte immer an erster Stelle stehen – sei es vor dem Kühlregal oder bei der Entscheidung für ein Haustier.
Mit lieben Grüßen
Euer Team der Welttierschutzgesellschaft
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