Luftbrücke für Afghanistan: Rettung ALLER gefährdeten Menschen jetzt!

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Peter Herzig und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

English Version
"Seit meiner Schulzeit setze ich mich für Frauenrechte ein und habe deshalb Angst um mein Leben. Ich bin hier aus den Medien bekannt und kann mich daher nicht einmal bei meiner Familie verstecken, um sie nicht zu gefährden."  
Samira, Anwältin*

"Wir mussten aus unserer Heimat im Norden fliehen. Obwohl Parvis bis 2011 für die Bundeswehr und danach für deutsche NGOs gearbeitet haben, sollen wir keinen Schutz bekommen? Wenn die Taliban uns finden, werden sie uns unsere gesamte Familie töten. Wir brauchen jetzt Eure Hilfe!"  Parvis* und Homaira*, Eltern von zwei Kleinkindern

* Namen geändert, um die Personen nicht zu gefährden

Sehr geehrte Damen und Herren,  

Die Taliban haben die Macht übernommen und zehntausende Menschen, die sich für ein friedliches, demokratisches und rechtsstaatliches Afghanistan eingesetzt haben, sind in akuter Lebensgefahr. Kabul kann nicht mehr auf dem Landweg verlassen werden. Sofortigen Schutz benötigen nicht nur Ortskräfte der Bundeswehr, die ab 2013 Dienst geleistet haben, sondern alle, die wegen ihrer Zusammenarbeit mit uns massiv gefährdet sind:

  • Ortskräfte aller Ressorts und ihrer nachgeordneten Organisationen ohne zeitliche Einschränkung;
  • Ortskräfte internationaler Organisationen wie EU, EUPOL, NATO, UN;
  • Mitarbeitende deutscher bzw. deutsch finanzierter NGOs und Stiftungen;
  • Journalist/innen, die für deutsche Medien gearbeitet oder sich ihn ihnen kritisch geäußert haben;
  • Wissenschaftler/innen, die in Deutschland studiert oder geforscht haben;
  • Andere besonders Gefährdete wie etwa Frauenrechts- und Menschenrechtsverteidiger/innen, Autoren/innen, Künstler/innen,Sportler/innen, Angehörige religiöser und sexueller Minderheiten.

Die Begrenzung des Schutzes auf „Ortskräfte ab 2013“ bedeutet, alle anderen schutzlos den Taliban auszuliefern. Dies darf nicht geschehen! Nach kanadischem Vorbild fordern wir daher von der Bundesregierung:

  • Sofortige Zusage, ein Kontingent von bis zu 20.000 Personen aufzunehmen (unmittelbar Gefährdete und ihre Familien).
  • Sofortige Erstellung von Listen Gefährdeter in Zusammenarbeit mit allen aus dem Bundeshaushalt finanzierten Organisationen, die in Afghanistan tätig waren.
  • Sofortige Einrichtung einer Luftbrücke, um die Gefährdeten und ihre Kernfamilien nach Deutschland oder in sichere Drittstaaten zu verbringen; verhandeln Sie über sicheres Geleit zu Flughäfen oder Grenzübergängen;
  • Verzicht auf Formalitäten vor Ort, abgesehen von der Prüfung der Identität der Personen; Nachholung weiteren Verwaltungshandelns in Deutschland oder sicheren Drittländern.

Der Bundestag hat Ihnen für genau diese Situation mit §§ 22 und 23 des Aufenthaltsgesetzes eine Rechtsgrundlage gegeben, um eine Aufnahmezusage für bestimmte Einzelfälle und Personengruppen aus völkerrechtlichen und humanitären Gründen zu erteilen.

Jetzt geht es darum, Menschenleben zu retten. Es geht um Tage, vielleicht nur um Stunden.
 
Das Schutzkontingent und die Luftbrücke werden sofort gebraucht!

"Der Westen hat Afghanistan schutzlos den Taliban überlassen. Deutschland steht in der Pflicht, allen das Leben zu retten, die auf uns vertraut und für eine bessere Zukunft des Landes gekämpft haben!" Kava Spartak, Initiator

"Wenn Menschen in Not sind, muss der Wahlkampf enden. Lasst uns gemeinsam alles in Bewegung setzen, um die bedrohten Menschen in Afghanistan zu retten!" Tilmann Röder, Initiator 

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Luftbrücke AfghanistanPetitionsstarter*in

131.694

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Peter Herzig und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

English Version
"Seit meiner Schulzeit setze ich mich für Frauenrechte ein und habe deshalb Angst um mein Leben. Ich bin hier aus den Medien bekannt und kann mich daher nicht einmal bei meiner Familie verstecken, um sie nicht zu gefährden."  
Samira, Anwältin*

"Wir mussten aus unserer Heimat im Norden fliehen. Obwohl Parvis bis 2011 für die Bundeswehr und danach für deutsche NGOs gearbeitet haben, sollen wir keinen Schutz bekommen? Wenn die Taliban uns finden, werden sie uns unsere gesamte Familie töten. Wir brauchen jetzt Eure Hilfe!"  Parvis* und Homaira*, Eltern von zwei Kleinkindern

* Namen geändert, um die Personen nicht zu gefährden

Sehr geehrte Damen und Herren,  

Die Taliban haben die Macht übernommen und zehntausende Menschen, die sich für ein friedliches, demokratisches und rechtsstaatliches Afghanistan eingesetzt haben, sind in akuter Lebensgefahr. Kabul kann nicht mehr auf dem Landweg verlassen werden. Sofortigen Schutz benötigen nicht nur Ortskräfte der Bundeswehr, die ab 2013 Dienst geleistet haben, sondern alle, die wegen ihrer Zusammenarbeit mit uns massiv gefährdet sind:

  • Ortskräfte aller Ressorts und ihrer nachgeordneten Organisationen ohne zeitliche Einschränkung;
  • Ortskräfte internationaler Organisationen wie EU, EUPOL, NATO, UN;
  • Mitarbeitende deutscher bzw. deutsch finanzierter NGOs und Stiftungen;
  • Journalist/innen, die für deutsche Medien gearbeitet oder sich ihn ihnen kritisch geäußert haben;
  • Wissenschaftler/innen, die in Deutschland studiert oder geforscht haben;
  • Andere besonders Gefährdete wie etwa Frauenrechts- und Menschenrechtsverteidiger/innen, Autoren/innen, Künstler/innen,Sportler/innen, Angehörige religiöser und sexueller Minderheiten.

Die Begrenzung des Schutzes auf „Ortskräfte ab 2013“ bedeutet, alle anderen schutzlos den Taliban auszuliefern. Dies darf nicht geschehen! Nach kanadischem Vorbild fordern wir daher von der Bundesregierung:

  • Sofortige Zusage, ein Kontingent von bis zu 20.000 Personen aufzunehmen (unmittelbar Gefährdete und ihre Familien).
  • Sofortige Erstellung von Listen Gefährdeter in Zusammenarbeit mit allen aus dem Bundeshaushalt finanzierten Organisationen, die in Afghanistan tätig waren.
  • Sofortige Einrichtung einer Luftbrücke, um die Gefährdeten und ihre Kernfamilien nach Deutschland oder in sichere Drittstaaten zu verbringen; verhandeln Sie über sicheres Geleit zu Flughäfen oder Grenzübergängen;
  • Verzicht auf Formalitäten vor Ort, abgesehen von der Prüfung der Identität der Personen; Nachholung weiteren Verwaltungshandelns in Deutschland oder sicheren Drittländern.

Der Bundestag hat Ihnen für genau diese Situation mit §§ 22 und 23 des Aufenthaltsgesetzes eine Rechtsgrundlage gegeben, um eine Aufnahmezusage für bestimmte Einzelfälle und Personengruppen aus völkerrechtlichen und humanitären Gründen zu erteilen.

Jetzt geht es darum, Menschenleben zu retten. Es geht um Tage, vielleicht nur um Stunden.
 
Das Schutzkontingent und die Luftbrücke werden sofort gebraucht!

"Der Westen hat Afghanistan schutzlos den Taliban überlassen. Deutschland steht in der Pflicht, allen das Leben zu retten, die auf uns vertraut und für eine bessere Zukunft des Landes gekämpft haben!" Kava Spartak, Initiator

"Wenn Menschen in Not sind, muss der Wahlkampf enden. Lasst uns gemeinsam alles in Bewegung setzen, um die bedrohten Menschen in Afghanistan zu retten!" Tilmann Röder, Initiator 

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Die Entscheidungsträger*innen

Barbara Unmüßig
Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung
Beantwortet
Wenn Deutschland sich nach den Versäumnissen der letzten Monate einen letzten Rest an Glaubwürdigkeit bewahren will, dann muss die Bundesregierung jetzt ein Sonderprogramm zur Aufnahme von gefährdeten Afghan*innen auflegen. Dieses Schutzangebot muss weitreichender ausfallen als die bislang sehr eng gehandelte Definition von Ortskräften – es muss Mitarbeiter*innen deutscher Organisationen und Medien genauso mit einbeziehen wie andere besonders gefährdete Persönlichkeiten der demokratischen afghanischen Zivilgesellschaft. Wir müssen alles, aber wirklich auch alles dransetzen, diese gefährdeten Menschen aus Kabul zu retten. Das geht jetzt nur noch über eine massiv ausgebaute und so flexibel als möglich durchgeführte Luftbrücke, nachdem alle Fluchtwege zu Lande blockiert sind. Wie viele Menschen jetzt gerettet werden können, hängt neben der Sicherheitssituation vor Ort nun vor allem vom politischen Willen ab, möglichst viele möglichst schnell zu retten. Foto: BU_Keller
Inge Bell
Vorstandsfrau TERRE DES FEMMES e.V.
Beantwortet
Es ist empörend, wenn wir Afghaninnen und Afghanen jetzt im Stich lassen, die sich im Vertrauen auf die Bundesregierung oder in deren Auftrag für Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und die Gleichberechtigung der Geschlechter eingesetzt haben. Ihr Mut darf kein Todesurteil sein!  Deutschland trägt Verantwortung. Nach dem aktuellen Abzug der NATO-Bündnispartner hat sich auch die Bundesregierung verschätzt, was die Situation vor Ort angeht - und auch, wie rasch und widerstandslos die Taliban die Macht flächendeckend übernehmen konnten. Damit kamen die Evakuierungsversuche einfach zu spät in Gang.  Jetzt die Rettung von schutzbedürftigen Menschen zu begrenzen oder noch weiter hinauszuzögern, ist inakzeptabel!  Medienwirksame Betroffenheit zu zeigen angesichts der Menschen, die jetzt um ihr Leben bangen, hilft ihnen kein bisschen. Eine Luftbrücke, Geleitschutz und unbürokratische Gewährung von Schutz jedoch schon!

Die Bundesregierung muss handeln! Sonst spielt sie nicht nur jetzt mit Menschenleben, sondern verspielt auch für die Zukunft das Vertrauen überzeugter Mitstreiterinnen und Mitstreiter für die Demokratie und Freiheit. Foto: Uwe Klössing
Birte Kötter
Vorstandssprecherin terre des hommes Deutschland e.V.
Beantwortet
Die Bundesregierung darf Personen, die sich in den letzten 20 Jahren für Kinder und Frauenrechte und eine freie Gesellschaft in Afghanistan eingesetzt haben, nicht im Stich lassen. Wir brauchen ein Aufnahmeprogramm für Menschenrechtsaktivist*innen und Mitarbeitende afghanischer NGOs. Hierzu müssen neben Ortskräften auch explizit Personen gehören, die für lokale Partnerorganisationen deutscher NGOs gearbeitet oder sich als Teilnehmende zivilgesellschaftlicher Projekte und Initiativen exponiert haben und so den von Deutschland gewollten Aufbau der afghanischen Zivilgesellschaft aktiv vorangetrieben haben. Foto: terre des hommes
Marion Lieser
Vorstandsvorsitzende Oxfam Deutschland e.V.
Beantwortet
Viele Menschen in Afghanistan haben sich 20 Jahre lang für Demokratie und Menschenrechte stark gemacht – und müssen deshalb Repressalien fürchten, oder sogar um ihr Leben. Die Bundesregierung hat die moralische und politische Pflicht, ihnen Zuflucht in Deutschland zu gewähren, schnell und unbürokratisch. Das Zeitfenster, dass dafür besteht, muss so gut wie es geht genutzt werden. Damit wir möglichst viele gefährdete Menschen in Sicherheit bringen können. Nach dem Scheitern des Bundeswehreinsatzes und einer katastrophalen Fehleinschätzung der Lage im Land ist dies das Mindeste, was die Menschen dort erwarten können. Foto: Copyright iKlick Fotostudio
Dr. Dietmar Bartsch
Spitzenkandidat DIE LINKE zur Bundestagswahl 2021
Beantwortet
Die Bilder, die uns aus Afghanistan erreichen, sie sind furchtbar und herzzerreißend. 20 Jahre Krieg in Afghanistan enden in einem Desaster und sind das schwärzeste Kapitel in der Amtszeit von Frau Merkel. Die Bundesregierung hat versagt, deutsche Staatsbürger und die Ortskräfte, die Deutschland in 20 Jahren vor Ort unterstützt haben, frühzeitig zu evakuieren. Erst evakuieren, dann abziehen, wäre richtig gewesen. Das Versagen der Bundesregierung führt dazu, dass nicht alle Menschen aus Afghanistan ausgeflogen werden können, die unsere Hilfe brauchen. Diese unterlassene Hilfeleistung nehme ich nicht hin. Ich fordere die Bundesregierung auf, alles dafür zu tun, um allen Menschen, die vor den Taliban fliehen müssen, einen sicheren Fluchtweg zu ermöglichen. Nach 20 Jahren Krieg stehen wir gegenüber Ortskräften, Frauenrechtlerinnen, Menschenrechtsaktivisten, Journalisten und Politikerinnen in der Pflicht. Sie müssen evakuiert werden. Ihr Leben muss geschützt werden! Foto: DBT/Inga Haar

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