Petition updateTelematikinfrastruktur - der staatlich genehmigte Austausch von Patientendaten im NetzFBI warnt vor Cyberattacken auf Krankenhäuser
Oliver ReichGermany
Oct 31, 2020

Die Zahl der Corona-Infizierten in den USA steigt erneut an - nun sind amerikanische Krankenhäuser auch noch einer Welle von Cyberangriffen ausgesetzt.
Laut Medienberichten waren Krankenhäuser in den Bundesstaaten New York, Oregon und Minnesota von Cyberattacken betroffen.
Die Bundespolizei FBI warnte in der Nacht zum Donnerstag vor fortlaufenden Attacken mit dem Erpressungstrojaner Ryuk. Solche Software verschlüsselt typischerweise den Inhalt von Computern und verlangt Lösegeld mit Versprechen, die Daten wieder freizugeben. Bei einer weltweiten Attacke dieser Art mit dem Trojaner WannaCry war im Mai 2017 auch die Arbeit britischer Krankenhäuser beeinträchtigt.

IT-Sicherheitsexperten vermuten eine russische oder zumindest osteuropäische Gruppe Cyberkrimineller hinter Ryuk. Das genaue Ausmaß der aktuellen Attacken auf amerikanische Krankenhäuser blieb zunächst unklar. „Mehrere Krankenhäuser sind bereits erheblich von der
Ryuk-Ransomware betroffen, ihre Netzwerke wurden abgeschaltet“, sagte der Technikchef der IT-Sicherheitsfirma Mandiant, Charles Carmakal. Die Kliniken müssten dadurch zum Teil Patienten umleiten, was längere Wartezeiten für dringend notwendige Behandlungen bedeuten könne.

Laut Medienberichten waren Krankenhäuser in den Bundesstaaten New York, Oregon und Minnesota betroffen. Der Gründer der IT-Sicherheitsfirma Hold Security, Alex Holden, sagte dem Fachblog „Krebs On Security“, laut Online-Chats wollten die Angreifer Ryuk in 400 medizinischen Einrichtungen platzieren.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA erreichte am Mittwoch wieder fast 79.000. Erst vergangene Woche war mit mehr als 83.000 Ansteckungen an einem Tag ein Rekord erreicht worden. In den meisten Bundesstaaten wird ein Anstieg verzeichne
29.10.2020, 16:41, Autor: dpa

Was hat dies mit Telematikinfrastruktur (TI) zu tun?

„Hacker hin oder her, die TI muss kommen!“ Diesen Satz hat unser Gesundheitsexperte Jens Spahn in der Presse geäußert. Und „Datenschutz ist nur etwas für Gesunde.“ Diesen Satz schreibt der gleiche IT–Experte und Pharmalobbyist in seinem Buch.

Ich frage mich, was er da gerade geraucht hat?

Nicht nur Arztpraxen sind gesetzlich verpflichtet, sich an der TI anzuschließen, auch Krankenhäuser müssen diese Technik implementieren.

Laut GEMATIK und Hersteller der Konnektorenboxen sei die TI auf dem sichersten Stand der Technik. Allerdings konnten renommierte IT–Experten immer wieder Schwachstellen aufzeigen. Sobald eine Praxis im Datenaustausch mit Krankenkassen, Krankenhäusern und auch der schon datensüchtigen Industrie steht, kann für die Sicherheit der medizinischen Daten seitens des Therapeuten nicht mehr garantiert werden. Zudem fehlt eine Datenschutzfolgeabschätzung nach der Europäischen Datenschutzverordnung.

Eine TI schützt nicht vor Cyberangriffen!

Ich bin für Datenschutz in der Medizin. Die TI muss gestoppt werden!

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