Petition updateEllwangen-Appell: Holt Alassa Mfouapon sofort zurück nach Deutschland!Kommt zur Kundgebung - keine rassistische Hetze unbeantwortet lassen!
Adelheid GruberKorb, Germany
Jan 8, 2020

Liebe Freunde, kommt zur Kundgebung vor dem Prozess Alassa M. gegen A. Weidel AfD amFreitag, 10.1.20, 10 Uhr vor dem Landgericht Hamburg, Sievekingplatz 1. Auch Alassa Mfouapon wird persönlich vor Ort sein.

Der Freundeskreis weist jede Hetze gegen Flüchtlinge zurück, wie sie erneut in der BILD-Zeitung im Nachgang zum kürzlich stattgefundenen ersten Flüchtlingspolitischen Kongress des Freundeskreises Alassa & Friends erschienen ist: Anstelle einer sachlichen Berichterstattung über den Kongress Ende November in Stuttgart, titelte BILD: „Hier sitzt der abgeschobene Alassa M. und schimpft über Europa“. Beim Kongress waren zwei Herren der BILD erschienen, denen selbstverständlich die Teilnahme ermöglicht wurde - trotz vergangener übler Erfahrungen mit der Berichterstattung der BILD. Schließlich gab es rein gar nichts vor der Medienöffentlichkeit zu verbergen!

Prompt wurde erneut von BILD im Internet behauptet „nach Randale im Flüchtlingsheim wurde er ausgewiesen“. Die Einzigen, die „Randale“ gut geplant und koordiniert in der LEA Ellwangen durchführten, waren die Polizeieinsatzkräfte auf Anweisung des Innenministeriums. Sie schlugen des Nachts Türen der persönlichen Schlafräume der Flüchtlinge ein und verbreiteten Angst und Schrecken. Erneute Traumatisierung vieler Flüchtlinge war das Ergebnis und es folgte eine Klage von Alassa gegen diesen brutalen Polizeieinsatz gegen die grün-schwarze Landesregierung. Ein Prozesstermin dafür steht jedoch nach über einem Jahr immer noch nicht fest! Kein Wort dazu in BILD. Stattdessen hetzt sie: „ Unfassbar: Alassa M. verglich europäische Flüchtlingslager mit Konzentrationslagern.“ Europäische Flüchtlingslager sind nachweislich Konzentrationslager: In ihnen werden Flüchtlinge konzentriert untergebracht, um sie leichter abschieben zu können. Selbst der Papst hat sie so benannt. Den Zusammenhang mit den faschistischen Konzentrationslagern in Hitler-Deutschland hat Alassa nicht gezogen - ohnehin aus einem Kulturkreis kommend, dem diese Wortbedeutung nicht geläufig ist. Faschistische Konzentrationslager für Flüchtlinge allerdings gibt es in Libyen: Dort sind Folter und Vergewaltigungen an der Tagesordnung, und Alassa wurde selbst Opfer bzw. Augenzeuge davon.

Wohl wissend, dass reißerisch aufgemachte „fake news“ einzelne gewaltbereite Faschisten ermutigen, ihre Gewaltaufrufe in die Tat umzusetzen, wurde erneut von den Bild-Redakteuren der Wohnort von Alassa M. bekannt gegeben. Der Bericht der BILD Zeitung folgt der rassistischen Logik, dass Flüchtlingen jegliche demokratischen Rechte verwehrt werden können: Meinungsfreiheit, Rederecht, Rechtsanspruch auf ein ordentliches Asylverfahren. Dagegen haben sich die über 180 Teilnehmer des 1. Flüchtlingspolitischen Kongress entschieden positioniert. Und wir bekräftigen das mit unserer Unterstützung des Prozesses gegen Alice Weidel. Kommt zur Kundgebung am 10.1., 10 Uhr vor dem Landgericht!

 

 

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