Ellwangen-Appell: Holt Alassa Mfouapon sofort zurück nach Deutschland!

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Diese Petition wird bisher von 15.027 Menschen unterstützt - davon 128 Erstunterzeichner, 11.647 Online- und 3.252 Offline-Unterzeichner.

Leider ist es bei change.org nicht möglich, Unterschriften, die per Listen gesammelt wurden, einzupflegen. Daher ergänzen wir täglich die Zahl der Online-Unterstützer, durch die Zahl der Unterschriften, die mit Listen gesammelt wurden. Das geschieht auch zum Schutz von Geflüchteten, die den Ellwangen-Appell unterstützen. Nach Abschluss der Petition wird die Anzahl unter Rechtsaufsicht bestätigt werden.
Appell und Unterschriftenlisten können auf deutsch, englisch, französisch und spanisch heruntergeladen werden unter:

https://c.gmx.net/@609835061755248931/j1Wjp_WSSmGkVMEMlVs5_A

Ausgefüllte Unterschriftenlisten bitte eingescannt schicken an freundeskreis-alassa@gmx.de oder in Papierform an Freundeskreis Alassa, Beutelsbacherstraße 10, 70327 Stuttgart

Hier der Ellwangen-Appell:

Alassa Mfouapon wurde im bürgerkriegsgeschüttelten Kamerun religiös verfolgt, floh 2014 mit Frau und Kind. In Libyen wird er von ihnen getrennt, er selbst in einem der berüchtigten libyschen Gefängnisse misshandelt. Nach einem Ausbruchsversuch zusammen mit anderen wird er wieder gefasst, wird ihm das Bein gebrochen. Seine Frau wird Opfer sexistischer Gewalt, flieht übers Mittelmeer. Das 2-jährige Kind ertrinkt vor ihren Augen. Seitdem ist sie schwer krank und traumatisiert. Er flieht zunächst nach Italien, kommt 2017 nach Deutschland, lebt mit hunderten anderen in der Landeserstaufnahmestelle (LEA) in Ellwangen. Überall auf seiner Flucht, in Libyen, Italien oder Deutschland ist er bald Vertrauensperson, Sprecher, Freund und Organisator unter Geflüchteten – ihr „leader“.
Am 30.4.2018 will die Polizei aus der LEA einen Kollegen aus Togo abschieben. Solidarisch und gewaltfrei stehen viele mit ihm zusammen und protestieren. Die Polizei zieht sich daraufhin zurück, die Abschiebung unterbleibt zunächst. Aber diese elementare Solidarität wird in allen Medien bis heute als Gewalt diffamiert, angeblich drohe dort ein „rechtsfreier Raum“. Am 3. Mai erfolgt in der Nacht ein martialischer Einsatz hunderter Polizisten mit Hunden in der LEA Ellwangen - Türen werden eingeschlagen, Flüchtlinge verletzt und gedemütigt. Der Geflüchtete aus Togo wird festgenommen, dann abgeschoben. Versteht ein grüner Ministerpräsident das unter „Recht und Ordnung durchsetzen“ gegen „rechtsfreie Räume“?
Alassa Mfouapon stellt sich mit vielen anderen öffentlich dagegen, wird in Zeitungen zitiert. Er organisiert mit Freunden am 9. Mai eine Pressekonferenz und Demonstration und meldet sie an: „Viel wird über uns geredet, jetzt reden wir: Wir sind Flüchtlinge, keine Kriminellen! Stoppt die Abschiebungen!“ Alassa steht im Zentrum öffentlicher Berichterstattung, wird Symbol des Protestes gegen Rassismus und verschärfte Asylgesetze, spricht bundesweit auf Kundgebungen und Kongressen.
Dann die Quittung! Zynischerweise am Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, am 20. Juni, wird Alassa frühmorgens wie ein Schwerverbrecher von einem massiven Polizeiaufgebot aus der LEA abgeführt, gefesselt und sofort nach Italien abgeschoben - eine menschenunwürdige, politisch motivierte Abschiebung! Für dpa ist es eine "ruhige Abschiebung". Aber: um ihn zu kriminalisieren, wird ihm Widerstand angedichtet. Eine glatte Lüge!
Zeitgleich verschärft die Bundesregierung mit Innenminister Seehofers Masterplan das immer brutalere Vorgehen gegen Asylbewerber und Flüchtlinge. Italiens Regierung rückt Tag um Tag mehr nach rechts, weist aus dem Mittelmeer gerettete Flüchtlinge ab, kriminalisiert Seenotretter und wird zu einer EU-weiten Vorreiterin faschistoider Flüchtlingsgesetzgebung.
Alassa - einer für alle! Jetzt braucht er unsre Solidarität! Die demokratische Öffentlichkeit, auch Kolleg/innen in den Betrieben und die Gewerkschaften sind gefragt!

Unterstützt mit Eurer Unterschrift diese Forderungen:

Alassa Mfouapon - sofort zurück nach Deutschland!
Asyl für Kämpfer wie ihn – gegen Rassismus, und für Demokratie und Freiheit!
Schluss mit den Abschiebungen!
Flüchtende sind keine Menschen zweiter oder dritter Klasse!
Nein zur Festung Europa!
Solidarität statt Seehofers Masterplan!

Spenden über: „Solidarität International e.V.“, IBAN: DE86 5019 0000 6100 8005 84, Stichwort: „Alassa“

Ellwangen-Appell auf italienisch: Allego traduzione della petizione per la riammissione in Germania di Alassa, rifugiato camerunense che abbiamo conosciuto di persona dopo che è stato deportato in Italia.
Invito a firmare tramite il link:

https://c.gmx.net/@609835061755248931/j1Wjp_WSSmGkVMEMlVs5_A

Dieser Appell wird unterstützt von 128 Erstunterzeichnern, darunter:

Alassa Mfouapon, z.Zt. Italien; Ute Kellert, Saarbrücken, Gewerkschaftssekretärin Ver.di und Bundesvorstand von "Solidarität International"; Thomas Nuding, Head of Mission der LIFELINE im Juni 2018; Dieter Reicherter, Richter am Landgericht a.D.; NavDem, Stuttgart; Dr. Michael Wilk; Prof. Jean Ziegler, Genf, Mitglied im Beratenden Ausschuss des UN-Menschenrechtsrates; Gabi Fechtner, Parteivorsitzende MLPD; Max Herre, Musiker; Niels Clasen/Stuttgart, IGM; Dr. Nick Brauns, Journalist und Historiker; Christa Schmaus, Friedens- und Begegnungsstätte Mutlangen; Sven „Gonzo“ Fichtner, Stuttgart, Sprecher der Linksjugend Solid, Anna Vöhringer, Vorsitzende Jugendverband REBELL; Pfarrer Bernhard Richter, ev. Stadt- und Hochschulpfarrer, Aalen; Michael Meier und Jessica Maler, Ellwangen; H.S., S.W., A.W., Bewohner der LEA Ellwangen, Max Henk, JUMP UP; Dr. Manfred Fischer, Stgt., Prof.em.; Jutta Nimmann, Heilbronn, Vorsitzende „Frauenräume e.V.“; Prof. Dr. Josef Lutz, Technische Universität Chemnitz, geboren in Ellwangen; Monika Gärtner-Engel, Hauptkoordinatorin der ICOR; Wolfgang Strasser, Balingen, AK Asyl; Tobias Thiele, Musiker "redheadmusic"; Elli Briese, Essen, Putzfrau; Volker Zintgraf, Stellvertretender Vertrauenskörperleiter der IGM bei Bosch, Leinfelden; Dr. Willi Mast, Gelsenkirchen, Sprecher von "Medizin für Rojava"; Stefan Engel, MLPD, Redaktionsleiter "Revolutionärer Weg"; L. Mändlein, Schopfloch, Altenpflegerin; Renate Radmacher, Aalen, Sprecherin Bundesvorstand "Solidarität International"; Raimund Gaebelin, Vorsitzender VVN-BdA Bremen; Roland Meister, Rechtsanwalt; Hussein Chreim, Palästinaaktivist; Rüdiger Bahr, Bremen, Bootsbauer; Jean-Claude Canoine, Balingen, AK Asyl; Yener Sözen, Wuppertal Rechtsanwalt; Ulja Serway, Sprecherin Montagsemonstration Gelsenkirchen, Mitglied im Sozialausschuss; Süleyman Gürcan, Co-Vorsitzender ATIK (Föderation der Arbeiter aus der Türkei in Europa); Linkes Forum Radevormwald und Wuppertal; DPF (Deutsch-Philippinische Freunde); Alican Cifci, Vorsitzender Alivitischer Kulturverein, Esslingen; Friedhold Ulonska, Sea-Eye e.V.; Gül Güzel, Journalistin; Lutz van Dijk, Südafrika, Schriftsteller; Georg Meyer, AK Asyl Stuttgart; Panagiotis Tsianakas, Stadtverordneter Linke Liste Solidarität, Rüsselsheim; Ulla Jelpke, MdB Die Linke; Gabriella Guidi, Essen, Antirassismus-Telefon; Klaus Dimler, Steinach, Mitglied der LAG Buchenwald, Sohn eines KZ-Häftlings; Julia Scheller, Landesvorsitzende MLPD Baden-Württemberg; Ismail Sarici, Arbeiter; Haider Akbar Khan Rano, Internationalismus-Verantwortlicher Communist Party of Bangladesh

 



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