Freilassung und Ausreise von Liu Hui

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Anlässlich des 30. Jahrestags des Massakers auf dem Platz des himmlischen Friedens in Peking am 4. Juni 1989, überbrachte Michael Heinisch-Kirch, Vorstand der SozDia Stiftung Berlin, einen offenen Brief am 04. Juni 2019 an den Botschafter der Volksrepublik China, Wu Ken. Parallel ging der Brief auch an die Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel.

In dem Brief bitten wir darum, sich für die Freilassung des in China inhaftierten Schwagers des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo einzusetzen. Liu Hui, dessen Schwester bereits in Deutschland lebt, wurde 2013 zu einer Haftstrafe von elf Jahren verurteilt und sitzt noch heute im Gefängnis.

Am Tag des Massakers demonstrierten in Ost-Berlin junge Menschen gegen die blutige Niederschlagung der Studentenproteste und solidarisierten sich mit ihnen. Michael Heinisch-Kirch, Vorstandvorsitzender der SozDia Stiftung und damals einer der Demonstranten, ist Initiator des aktuellen Schreibens für die Freilassung von Liu Hui. „Damals wie heute ist es enorm wichtig, sich für Toleranz, Freiheit und Demokratie einzusetzen“ betont Michael Heinisch-Kirch und ist stolz darauf, dass die 450 Mitarbeiter*innen in den 40 Einrichtungen der SozDia diese Grundwerte in ihrem Arbeitsalltag vermitteln. Vor 30 Jahren wurde er bei dem Versuch, einen Protestbrief in der chinesischen Botschaft in Ost-Berlin zu übergeben, von Sicherheitskräften daran gehindert und zusammengeschlagen. Er initiierte daraufhin ein Fastentrommeln für die Pekinger Student*innen in der Lichtenberger Erlöserkirche, das von Kirche zu Kirche wanderte.