#BotoxTests an Tieren komplett stoppen!

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Die intensive Lobbyarbeit von Tierrechtsorganisationen in den letzten Jahren hat dazu beigetragen, dass für die gesetzlich vorgeschriebenen Chargenprüfungen von medizinischen und kosmetischen Botox-Produkten mittlerweile tierleidfreie Verfahren mit menschlichen Zellen genutzt werden dürfen. Diese Zell-Tests können aber nur 80 bis 85 Prozent aller Tierversuche in den Sicherheitsprüfungen zur Vermarktung ersetzen. Denn es werden – trotz existierenden tierfreien Verfahren – immer noch qualvolle LD50-Tests (1) an Mäusen für sogenannte Bulk-Tests (2) und Qualitätsprüfungen durchgeführt.

Tierversuche trotz tierfreier Tests
Da das Botulinumtoxin sogar in Nanogrammkonzentration höchst toxisch ist, verlangen die Behörden weiterhin diese Tests an der Maus. Laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) werden immer noch LD50-Tests an Mäusen durchgeführt. Hintergrund sind neben Chargenprüfungen unter anderem die gesetzlichen Vorschriften für Stabilitätsprüfungen und sogenannte Prozessvalidierungsstudien, auch Bulktests genannt. Für diese ist der tierfreie Zell-Test als Tierversuchsersatz nicht genehmigt. Erst wenn auch für diesen Bereich Ersatz-Tests zur Verfügung stehen, werden alle Botox-Tests beendet.

Botox: Medizinisches Potenzial bedingt mehr Tierversuche
Botox hat ein großes Potenzial für viele medizinische Anwendungen. Deswegen ist zu erwarten, dass mit Neuentwicklungen weitere Tiere in Bulktests und Qualitätsprüfungen (3) sowie in zusätzlichen Tierversuchen für die Auslandsvermarktung leiden müssen.

Fordern Sie Ersatzverfahren für die Sicherheitsprüfungen
Wir begrüßen, dass mittlerweile alle Hersteller tierfreie Verfahren für die leidvollen Botox-Tests entwickelt haben. Das ist ein großer Erfolg. Damit Botox jedoch wirklich tierversuchsfrei ist, müssen dringend Ersatzverfahren für die Sicherheitsprüfungen u.a. entwickelt werden. Fordern Sie die die Botox-Hersteller Allergan, Merz und Ipsen auf, tierleidfreie Tests für die sogenannten Bulktests zu entwickeln und ausreichend Fördermittel dafür bereitzuhalten. Damit für Botox endlich keine Tiere mehr leiden müssen.

Weitere Informationen unter: www.tierrechte.de

(1) Beim LD50-Test wird das Nervengift den Mäusen in verschiedenen Verdünnungen in die Bauchhöhle gespritzt, um die Konzentration zu ermitteln, bei der die Hälfte der Tiere stirbt. Die Tiere leiden bis zu vier Tagen unter qualvollen Krämpfen und ersticken letztlich, da das Gift zu einer Atemlähmung führt. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte fordert seit Jahren die Abschaffung dieser qualvollen Tests.

(2) In sogenannten Bulk-Tests an der Maus wird der in der entsprechenden Formulierung gelöste Wirkstoff zur Abfüllung bei der Herstellung des Fertigprodukts überprüft. Die Ersatzverfahren dürfen dagegen nur für die Chargenprüfung genutzt werden, um Stabilität und Konzentration in homöopathisch kleinen Dosen zu testen.

(3) In den behördlich vorgeschriebenen Qualitätsprüfungen wird in regelmäßigen Abständen die Qualität und Aussagekraft der Zell-Tests anhand eines Tierversuchs auf Qualität und Aussagekraft hin überprüft.



Heute: Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V. verlässt sich auf Sie

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