Unterschrift, um den kurz bevorstehenden und offiziell genehmigten Abschuss von 190 Wölfen in den beiden spanischen Provinzen Kastilien-Leon und Asturien zu stoppen.

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Unterschrift, um den kurz bevorstehenden und offiziell genehmigten Abschuss von 190 Wölfen in den beiden spanischen Provinzen Kastilien-Leon und Asturien zu stoppen.

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Lobo Marley ha iniciado esta petición dirigida a Frau Jesus Alvarez Gonzales (Beraterin für Landwirtschaft und Umwelt der Regierung des Fürstentums Asturien) y

Sagen Sie NEIN zum Abschuss von 190 freilebenden iberischen Wölfen! Im 21. Jhd. gibt es keine Entschuldigung mehr dafür, warum der Iberische Wolf (Canis lupus signatus) in Portugal komplett unter Schutz gestellt werden konnte, in Spanien aber nicht!

Mit diesem Schreiben möchten wir aufs Schärfste unseren  Protest gegen die beabsichtigte und vollkommen unbegründete Anhebung der Abschussquote für Wölfe in ihren Provinzen zum Ausdruck bringen. Konkret legalizieren sie damit den für die nächsten Monate geplanten Abschuss von 140 Wölfen in Kastilien-Leon und 50 in Asturien. Die Festlegung besagter Abschussquoten erfolgte allen Anschein nach willkürlich und als Reaktion auf die permanenten Erpresungsversuche seitens diverser wirtschaftlich und politisch motivierter Interessengruppen.

Aus diesem Grund beantragen wir einmal mehr eine unvoreingenommene, technisch korrekte und unabhängige wissenschaftliche Datenerhebung, die die von Ihnen beschlossene Erhöhung der Abschussquoten für Wölfe in ihren Provinzen rechtfertigt. 

Durch die beabsichtigte unkontrollierte und unselktive Bejagung der Wolfs-populationen in den beiden nördlichsten spanischen Provinzen wird u.a. auch eine effiziente Rekolonisierung weiter südliche gelegener Gebiete verhindert, die nachweislich zum historischen Verbreitungsgebiet des iberischen Wolfes zählten. In diesem Zusammenhang erscheinen die genehmigten Abschüsse somit auch Teil einer von offiziellen Stellen gestützten und von bestimmten Lobbyistengruppen verfolgten Strategie zu sein, die weitere Ausbreitung des Wolfes in den Süden Spaniens bewusst zu unterbinden.

Wie aus einer im letzten Jahr veröffentlichten Studie hervorgeht, könnten duch diese  geplante, unselektive Bejagung der Wolfpopulationen nicht nur überlebenswichtige  Rudelstrukturen (z.B. duch den Abschuss von dominanten Alpha Tieren) zerstört werden, sondern es würden sich dadurch mit grosser Wahrscheinlichkeit auch zukünftig die Zahl der Angriffe von Wölfen auf Nutztiere erhöhen (siehe Studie:Verhalten und Schutz grosser Beutegreifer in anthropogen genutzen Ökosystemen. Bären und Wölfe im kantabrischen Gebirge. Alberto Fernàndez Gil, 2013: http://digital.csic.es/handle/10261/88581) .

Unter Bezugnahme auf die uns vorliegenden wissenschaftlichen Ergebnisse zum aktuellen Stand der verschiedenen Wolfspopulationen auf der iberischen Halbinsel, möchten wir ausserdem nachdrücklich darauf hinweisen, dass die derzeitig bestehende Einteilung der spanischen Wolfspopulationen in bejagbare Populationen - nördlich des Duero Flusses und geschützte Populationen - südlich des Duero, jeglicher rationaler Grundlage entbehrt.

Die Bejagung der Wölfe in Spanien, ihr Populationsmanagement und letztendlich das Überleben der gesamten Art Canis lupus signatus liegt gegenwärtig in den Händen der einzelnen Provinzverwaltungen. In unserem Nachbarland Portugal ist der Iberische Wolf bereits seit mehreren Jahren vollkommen geschützt. Dies wurde vorallem auch durch die Kooperation der portugisischen Regierung und der Europäische Union ermöglicht, die zudem noch beträchtliche Geldmittel für den Schutz der portugisischen Wölfe zur Verfügung gestellt hat. Die Wolfspopulation in Portugal ist als Teil der Gesamtpopulation der iberischen Halbinsel zu betrachten. Aus diesem Grund entbehrt es unserer Ansicht nach jeglicher Vernunft, wenn Individuen dieser Population, für deren Schutz alle europäischen Staatsbürger einen finanziellen Beitrag geleistet haben, nach einem Überschreiten der Grenze nach Spanien, hier mit behördlicher Genehmigung bejagt und getötet werden sollen.

Wir ersuchen die verschiedenen Provinzverwaltungen daher nachdrücklich um ihre Unterstützung beim Schutz dieser symbolträchtigen und wertvollen Charakterart unserer iberischen Heimat. Dies beinhaltet unter anderem auch die Förderung und Entwicklung nachhaltiger sozio-ökonomischer Strategien, welche die Präsenz des Wolfes und die damit historisch assoziierten Traditionen und Gebräuche berücksichtigen und das Ziel verfolgen, langfristig eine spannungsfreie Koexistenz zwischen Mensch und Wolf auf der iberischen Halbinsel zu ermöglichen .

SPANIER, PORTUGIESEN, EUROPÄER – WIR WOLLEN KEINE ERSCHOSSENEN WÖLFE MEHR! WIR WOLLEN DASS DER WOLF GESCHÜTZT WIRD!

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