Big Brother im Exil – holt ihn zurück zu RTL2

Das Problem

Wir schreiben das Jahr 2000. Ein neues TV-Format sorgt für Schlagzeilen, weil es Menschen rund um die Uhr überwacht und einen bis dato nie dagewesenen Eingriff in die Privatsphäre darstellt. Aber so viel Kritik es auch erntete, so sehr hat es funktioniert und sich zu einem festen Bestandteil des RTL2-Abendprogramms gemausert. Bis heute hat man noch Teilnehmer und seine Favoriten im Kopf, was natürlich auch intrinsisch mit der Zeit im eigenen Leben zu tun hat, an die man sich gerne zurückerinnert.

Damals hat man noch „normale“ Menschen beobachtet – eine diverse, zufällig zusammengestellte Gruppe beim Zusammenleben und den ganz alltäglichen Problemen, die daraus entstehen.

Wenn man sich anschaut, was heute teilweise im Abendprogramm läuft, hat sich der Fokus schon merklich verschoben. Statt eines sozialen Experiments wirkt es manchmal eher so, als hätte man sich daran gewöhnt, Menschen in schwierigen Lebenssituationen zur Schau zu stellen – und das als Unterhaltung zu konsumieren.

Vor diesem Hintergrund wirkt das ursprüngliche Big Brother-Konzept im Rückblick fast schon wieder erstaunlich geerdet.

Das alles ist natürlich ein Hauch von Nostalgie, aber Nostalgie zieht derzeit ganz gut und getrieben dadurch finden sich derzeit viele Rückkehrer und Legacy-Sequels – von Scrubs bis Malcolm mittendrin und wie sie alle heißen – und man merkt, wie gut diese nostalgiegetriebene Retro-Welle funktioniert. Umso mehr fällt auf, dass Big Brother genau dort fehlt, wo es früher hingehört hat: im RTL2-Abendprogramm.

Big Brother würde neben dem Retro-Aspekt sogar noch die Reality-TV-Schiene bedienen, die präsent ist wie nie. Oft zwar in Form von Promi-Varianten, aber bei denen man sich ehrlich gesagt sowieso häufig fragt, wer diese „Promis“ überhaupt sein sollen. Viel unterscheidet sie von normalen Teilnehmern ohnehin nicht mehr.

Und ja, ich weiß: „Big Brother gibt es doch noch, welche Nostalgie soll hier erweckt werden?“ Aber ehrlich: Die stark verkürzte Promi-Variante hat ja mit einer klassischen Staffel nichts gemein und könnte ja sogar parallel weiterlaufen. Und wenn es denn mal eine klassische Staffel gab, wird sie nicht beachtet oder wahrgenommen, weil sie auf irgendeiner Streamingplattform läuft, wo es kaum beworben wird. Es gibt einfach Formate, die mit dem Heimatsender verknüpft sind und gedanklich davon nicht zu trennen sind. Als Expertenmeinung kann man hier Stefan Raab fragen – aber ich will nicht abschweifen.

Ich könnte jetzt hier den Charme des Originals anführen, aber da muss ich ehrlich sein: Der Charme liegt im Auge des Betrachters und wird für einen großen Teil der Zuschauer auch in jedem zweiten Reality-Format erreicht.

Aber dass Reality-TV überhaupt erst dort ist, wo es heute ist, und so viele genau diesem Charme erliegen, beruht auf einem einfachen Patient Zero: dem Original.

Und nach all der Zeit wird es meiner Meinung nach Zeit, dass dieses Original wieder heimkehrt. Keine Promi-Variante, kein Schnickschnack – 26–30 Kameras, Nominierungen und 102 Tage Nostalgie im Abendprogramm.

einDenn gerade jetzt, wo so viele alte Formate zurückkommen, wirkt es nicht abwegig, dass auch Big Brother wieder einen festen Platz im linearen Abendprogramm finden könnte – so wie früher.

Mir ist bewusst, dass die Rechte aktuell bei der Konkurrenz liegen und eine Rückkehr nicht einfach wäre. Aber das muss ja keine dauerhafte Hürde bleiben.

Forderung

Ich starte diese Petition, weil ich mir nicht anmaßen möchte, für den Großteil der TV-Zuschauer zu sprechen. Vielleicht geht es auch nur mir in meiner Nostalgie-Melancholie so, aber ich würde mir wünschen, dass geprüft wird, ob Big Brother wieder in seiner klassischen Form ins RTL2-Abendprogramm zurückkehren kann – einfach, weil dieses Stück Fernsehalltag fehlt.

 

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F. R.Petitionsstarter*in

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Das Problem

Wir schreiben das Jahr 2000. Ein neues TV-Format sorgt für Schlagzeilen, weil es Menschen rund um die Uhr überwacht und einen bis dato nie dagewesenen Eingriff in die Privatsphäre darstellt. Aber so viel Kritik es auch erntete, so sehr hat es funktioniert und sich zu einem festen Bestandteil des RTL2-Abendprogramms gemausert. Bis heute hat man noch Teilnehmer und seine Favoriten im Kopf, was natürlich auch intrinsisch mit der Zeit im eigenen Leben zu tun hat, an die man sich gerne zurückerinnert.

Damals hat man noch „normale“ Menschen beobachtet – eine diverse, zufällig zusammengestellte Gruppe beim Zusammenleben und den ganz alltäglichen Problemen, die daraus entstehen.

Wenn man sich anschaut, was heute teilweise im Abendprogramm läuft, hat sich der Fokus schon merklich verschoben. Statt eines sozialen Experiments wirkt es manchmal eher so, als hätte man sich daran gewöhnt, Menschen in schwierigen Lebenssituationen zur Schau zu stellen – und das als Unterhaltung zu konsumieren.

Vor diesem Hintergrund wirkt das ursprüngliche Big Brother-Konzept im Rückblick fast schon wieder erstaunlich geerdet.

Das alles ist natürlich ein Hauch von Nostalgie, aber Nostalgie zieht derzeit ganz gut und getrieben dadurch finden sich derzeit viele Rückkehrer und Legacy-Sequels – von Scrubs bis Malcolm mittendrin und wie sie alle heißen – und man merkt, wie gut diese nostalgiegetriebene Retro-Welle funktioniert. Umso mehr fällt auf, dass Big Brother genau dort fehlt, wo es früher hingehört hat: im RTL2-Abendprogramm.

Big Brother würde neben dem Retro-Aspekt sogar noch die Reality-TV-Schiene bedienen, die präsent ist wie nie. Oft zwar in Form von Promi-Varianten, aber bei denen man sich ehrlich gesagt sowieso häufig fragt, wer diese „Promis“ überhaupt sein sollen. Viel unterscheidet sie von normalen Teilnehmern ohnehin nicht mehr.

Und ja, ich weiß: „Big Brother gibt es doch noch, welche Nostalgie soll hier erweckt werden?“ Aber ehrlich: Die stark verkürzte Promi-Variante hat ja mit einer klassischen Staffel nichts gemein und könnte ja sogar parallel weiterlaufen. Und wenn es denn mal eine klassische Staffel gab, wird sie nicht beachtet oder wahrgenommen, weil sie auf irgendeiner Streamingplattform läuft, wo es kaum beworben wird. Es gibt einfach Formate, die mit dem Heimatsender verknüpft sind und gedanklich davon nicht zu trennen sind. Als Expertenmeinung kann man hier Stefan Raab fragen – aber ich will nicht abschweifen.

Ich könnte jetzt hier den Charme des Originals anführen, aber da muss ich ehrlich sein: Der Charme liegt im Auge des Betrachters und wird für einen großen Teil der Zuschauer auch in jedem zweiten Reality-Format erreicht.

Aber dass Reality-TV überhaupt erst dort ist, wo es heute ist, und so viele genau diesem Charme erliegen, beruht auf einem einfachen Patient Zero: dem Original.

Und nach all der Zeit wird es meiner Meinung nach Zeit, dass dieses Original wieder heimkehrt. Keine Promi-Variante, kein Schnickschnack – 26–30 Kameras, Nominierungen und 102 Tage Nostalgie im Abendprogramm.

einDenn gerade jetzt, wo so viele alte Formate zurückkommen, wirkt es nicht abwegig, dass auch Big Brother wieder einen festen Platz im linearen Abendprogramm finden könnte – so wie früher.

Mir ist bewusst, dass die Rechte aktuell bei der Konkurrenz liegen und eine Rückkehr nicht einfach wäre. Aber das muss ja keine dauerhafte Hürde bleiben.

Forderung

Ich starte diese Petition, weil ich mir nicht anmaßen möchte, für den Großteil der TV-Zuschauer zu sprechen. Vielleicht geht es auch nur mir in meiner Nostalgie-Melancholie so, aber ich würde mir wünschen, dass geprüft wird, ob Big Brother wieder in seiner klassischen Form ins RTL2-Abendprogramm zurückkehren kann – einfach, weil dieses Stück Fernsehalltag fehlt.

 

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F. R.Petitionsstarter*in

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Petition am 18. März 2026 erstellt