Naturnahe Catcherwiese retten, Artenvielfalt im Bezirk retten

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 1.000.


Die Catcherwiese liegt im Herzen des Volksparks Rehberge. Seit rund zehn Jahren hat sich dort eine in Berlin Mitte einzigartige, wunderschöne und naturnahe Fläche entwickelt, die eine sehr hohe Biodiversität aufweist: Im Sommer und Frühjahr locken die vielen langen Gräser mit ihren Blüten zahlreiche Insekten und Vögel an. Die vielen unterschiedlichen Pflanzen in diesem Biotop bieten auch Bienen und Schmetterlingen einen wichtigen Lebensraum. Darüber hinaus ist sie für die Menschen in Mitte eine einzigartige Möglichkeit Stadtnatur hautnah zu erleben. Ein solcher Lebensraum gehört in Zeiten der Klimakrise und des Artensterbens geschützt.

Doch die CDU Fraktion der Bezirksverordnetenversammlung sieht das anders. Die 3,5 Hektar große Wiese inmitten eines Landschaftsschutzgebiets sei „zu einer ungepflegten großen Wiese verkommen“, schreibt sie in einem Antrag, in dem sie fordert, „die Fläche der ‚Catcherwiese‘ in den Rehbergen für eine dauerhafte Sportnutzung herzurichten“. Außerdem sollauch der „Neubau von Umkleidemöglichkeiten für den Schul-, Vereins- und Breitensport“ geprüft werden. Das würde das Ende dieser in unserem Bezirk einzigartigen Naturvielfalt bedeuten.

Über den Antrag der CDU sowie diverse Änderungsanträge soll in einer gemeinsamen Sitzung des Sport- und Umweltausschusses am 23. Oktober entschieden werden. Bisher ist nicht bekannt, wie sich die Bezirksverordnetenversammlung entscheiden wird.

Wir müssen in unserem Bezirk einen Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz leisten und fordern von den Verordneten den Erhalt der naturnahen Wiese, einen nachhaltigen Umgang mit unseren Grünflächen und die Ablehnung des Antrages!

Natürlich müssen auch für den Breitensport ausreichend Angebote im Bezirk geschaffen werden. Diese müssen aber in Einklang mit und nicht gegen den Natur- und Umweltschutz sein. Die Einebnung und somit Zerstörung der größten zusammenhängenden naturnahen Wiesenfläche im Bezirk ist auf jeden Fall keine Alternative. Wir fordern die politischen Entscheidungsträger*innen dazu auf, andere Flächen in den Rehbergen für eine Sportnutzung zu finden. Hierzu sollen keine weiteren Flächen in den Rehbergen versiegelt oder eingezäunt werden.

Es bleibt mir als Bürgerin ein Rätsel wie man, in Zeiten der von hunderten von Wissenschaftler*innen täglich angekündigten und beobachteten Klimakrise und des Artensterbens, überhaupt auf den Gedanken kommen kann die grösste « natürliche » Grünfläche eines Bezirks auszuwählen um sie zu « sterilisieren ».

Ich möchte auch in Zukunft auf der Catcherwiese flanieren, liegen, spielen können und dabei den Insekten, Schmetterlingen und Pflanzen zugucken die keine besonders grosse Investition brauchen um von alleine zu gedeihen.