Petition updateGedenken an die Opfer der Hexenverfolgung: Für eine Katharina-Hanen-Straße in HamburgWiedereröffnung der Petition und Erinnerungsrundgang am Samstag
Jan VahlenkampHamburg, Germany
Dec 18, 2019

Liebe Unterzeichnerinnen und Unterzeichner,

es ist jetzt über drei Jahre her, dass ich die Eingabe zwecks der Benennung einer Straße nach Katharina Hanen, dem ersten Opfer der Hexenverfolgung in Hamburg, bei den Hamburger Bezirksämtern eingereicht habe. Die Eingabe ist, wie berichtet, überwiegend auf Wohlwollen gestoßen. Dennoch gilt, was mir von Beginn an von Seiten der Politik mitgeteilt wurde: Dass dieses Anliegen einen langen Zeitraum bis zur Verwirklichung benötigt, auch wenn in Hamburg jetzt wieder viel gebaut wird. Die Behörde für Kultur und Medien betreibt mittlerweile eine Internetseite, auf der über aktuelle neue Straßennamen informiert wird. Eine Katharina-Hanen-Straße ist hier bislang aber nicht zu finden.

Die Chancen stehen trotzdem weiterhin gut, dass sich dies in Zukunft ändert. Die Stadt Hamburg ist bemüht, mehr Straßen und Plätze nach Frauen zu benennen. Derzeit gibt es 2.526 Straßen, die nach Männern, und 420, die nach Frauen benannt sind. Um auch denjenigen, die 2016 noch nichts von der Petition wussten, die Möglichkeit zur Unterzeichnung zu geben, habe ich mich entschlossen, die Petition wieder zu öffnen. Wenn es gelingt, noch mehr Unterschriften zu gewinnen, dürfte sich das in einem anstehenden politischen Beratungsprozess in den nächsten Jahren positiv auswirken.

Ich möchte außerdem darauf hinweisen, dass ich am Samstag, den 21. Dezember wieder einen Stadtrundgang in Zusammenarbeit mit der Kaffeeverkostung Hamburg veranstalte. Die Route führt uns über die Holzbrücke, mit Blick auf die historische Deichstraße, zur Nikolaikirche, einem Wirkungsort von „Luthers rechter Hand“ Johannes Bugenhagen, über die Trostbrücke, wo einst die Hexenprozesse des Hamburger Niedergerichtes abgehalten wurden, und den Domplatz, wo einst die Fronerei stand und die „Hexen“ unter Folter zu ihren Geständnissen gezwungen wurden, schließlich zur Katharinenkirche.

Vor dem Rundgang wird uns Lucas Kaminski seine Zauberkunst präsentieren. Zauberkunst, in Abgrenzung zur Zauberei, entstand in der frühen Neuzeit auch aus aufklärerischen Motiven, um den Menschen ihre Anfälligkeit für Illusion und Täuschung vor Augen zu führen. Nach dem Rundgang wird ein „Hexentanz“ von La Carolina zu sehen sein. Begleitet wird sie dazu auf dem Banjo und der Gitarre von Pantagruel Krause. Los geht es am Samstag, den 21. Dezember um 18 Uhr in der Kaffeeverkostung Hamburg, Bei den Mühren 65 in der Altstadt. Der Eintritt kostet 24 €, ermäßigt 20 €. Hier kann gebucht werden.

Auch im kommenden Jahr wird es weitere Rundgänge auf den Spuren der Hamburger Hexenverfolgung geben. Stets informiert wird man hierzu über die Website der Kaffeeverkostung https://www.kaffeeverkostung.hamburg.

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