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Petitioning Bezirksämter der Freien und Hansestadt Hamburg

Gedenken an die Opfer der Hexenverfolgung: Für eine Katharina-Hanen-Straße in Hamburg

Wer ist das?

Katharina Hanen war die erste Frau, die 1444 in Hamburg des Hexenzaubers angeklagt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Insgesamt wurden in Hamburg mindestens 40, europaweit rund 50.000 bis 60.000 Menschen Opfer der Hexenverfolgung.

http://www.hexenbad.com/info-hexe-hamburg.htm

Und wozu das Ganze?

Zahlreiche Städte und Gemeinden haben die Opfer der Hexenprozesse des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit mittlerweile rehabilitiert. Es gibt aber auch Bedenken, worin der Sinn einer moralisch-ethischen Rehabilitierung besteht, wenn Opfer und Täter bereits seit Jahrhunderten tot sind und eine juristische Rehabilitierung schon deshalb nicht möglich ist, da die Gerichtsbarkeiten in der Regel längst nicht mehr existieren. In Bamberg, einer der Hochburgen des Hexenwahns, wurde ein Denkmal errichtet. Die Freie und Hansestadt Hamburg hat bislang keine Rehabilitierung eingeleitet. Auch gibt es, abgesehen von einem kleinen Gedenkstein für die „Hexe“ Abelke Bleken auf dem Ohlsdorfer Friedhof, keine dauerhafte Erinnerung an die Opfer der Hexenverfolgung. Eine Straßenbenennung kann hier ein aktives Gedenken fördern.

Was geht uns das heute an?

Die Hexenverfolgung war ein Angriff auf die Außenseiter, in erster Linie die Außenseiterinnen, der frühneuzeitlichen Gesellschaft. Sie war eine Kampfansage an Individualität und Freiheit des Menschen sowie auf jede Rationalität. Es wurde halluziniert, es gäbe eine riesige Hexensekte, die im Verborgenen operieren und der Bevölkerung großen Schaden zufügen würde. Solche Denkmuster sind uns auch aus der jüngeren Vergangenheit und der Gegenwart bekannt. Der Hexenwahn war eine Verschwörungsideologie, verwandt mit der Ideologie der Nazis ebenso wie mit heutigen Konspirationisten. Verschwörungstheorien führen zu Vernichtungsfantasien.

Aber was hat sie denn besonderes gemacht?

Wir wissen heute praktisch nichts über Katharina Hanen – außer dass sie als Hexe verbrannt wurde. Es soll darum gehen, an sie stellvertretend für alle Opfer der Hexenverfolgung in Hamburg zu gedenken. Hierbei geht es nicht um die, uns nicht bekannte, „Lebensleistung“ Katharina Hanens, sondern um die Umstände ihres Todes. (Etwa so, wie dies auch beim Ramazan-Avci-Platz oder bei der Tasköprüstraße der Fall ist.) Wenn im kommenden Jahr das 500-jährige Jubiläum der Reformation gefeiert wird, sollte auch den Leidtragenden der Kirchen gedacht werden, seien sie nun auf evangelischer oder katholischer Seite zu beklagen.

Wer entscheidet darüber?

Es entscheidet die Senatskommission für die Benennung von Verkehrsflächen. Das Vorschlagsrecht obliegt den Bezirksämtern.

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  • Bezirksämter der Freien und Hansestadt Hamburg


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