Betreute Taubenhäuser für Offenbach

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Sarah Volk und 12 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Für betreute Taubenhäuser in Offenbach tierschutzkonform, sauber, nachhaltig

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir wenden uns heute mit einem Anliegen an Sie, das sowohl die Tierwelt als auch die Lebensqualität unserer Stadt betrifft: die Einrichtung betreuter Taubenschläge in Offenbach.

Beschreibung der Problematik:

Stadttauben sind keine Wildtiere, sondern die Nachkommen von Haus-, Zucht- und Brieftauben. Es sind Tiere, die vom Menschen gezüchtet und genutzt wurden. Viele stammen von entflogenen Hochzeitstauben oder Brieftauben ab, andere wurden bewusst ausgesetzt. In Städten versuchen sie trotz erbärmlicher Bedingungen zu überleben

Kurze Hochrechnung:

Ein Taubenpaar kann im Jahr bis zu 10 Jungtiere aufziehen (5 Gelege mit je 2 Eiern sind keine Seltenheit). Aus einen einzigen Paar können, inklusive Nachkommen ihrer Nachkommen, innerhalb eines Jahres bis zu 100 Tiere entstehen. Ohne menschliche Kontrolle endet das garantiert im Elend: Küken sterben im Nest, Altvögel werden verletzt oder verhungern langsam. Ihr Leben ist kurz und grausam. 

Was ist die Lösung?

Ein betreutes Taubenhaus ist ein Ort, an dem Tauben kontrolliert nisten können und artgerechtes Futter bekommen. Ihre Eier werden regelmäßig gegen Attrappen getauscht. So wird die Zahl der Tiere schrittweise reduziert, ganz ohne Gewalt.

Dieses System nennt sich „Augsburger Modell“ – und wurde bereits in mehreren Städten erfolgreich eingeführt.

Taubenhäuser helfen: 

  • das Tierleid zu beenden 
  • die Population tierfreundlich zu steuern 
  • die Kotbelastung im Stadtbild zu senken und Kosten für Reinigung zu reduzieren 
  • „illegale“ Fütterung zu vermeiden 
  • das gesellschaftliche Klima zu entspannen 
  • ein tierfreundliches Stadt-Image aufzubauen und ein gutes Vorbild zu sein

Warum ein reines Fütterungsverbot nicht reicht:

Die Stadt Offenbach setzt aktuell auf ein Fütterungsverbot, bei dem Zuwiderhandlungen mit bis zu 5000 € Strafe geahndet werden. Doch das Problem wird so nicht gelöst, sondern sogar vergrößert:

  • Verhungernde Tiere irren verzweifelt durch die Stadt und sterben oft langsam 
  • Illegales Füttern findet im Verborgenen statt. Oft mit falschem Futter wie z.B. Brot 
  • Die Population bleibt hoch, weil unkontrolliert weitergebrütet wird 
  • Hilfsbereite Menschen werden kriminalisiert, anstatt einbezogen 

Ein pauschales Fütterungsverbot ohne tierschutzgerechte Alternativen kann zudem gegen das Tierschutzgesetz (§1 TierSchG) verstoßen. Dieses schreibt vor, dass niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen oder Leiden zufügen darf. Ein Verbot ohne Lösung lässt Tiere verhungern und das ist rechtlich wie moralisch höchst fragwürdig.

Dabei geht es auch anders:

Im ersten Halbjahr 2025 wurden in Offenbach insgesamt 538 Taubeneier aus Nestern entnommen und gegen Attrappen getauscht. Das bedeutet: Hunderte Küken mussten nicht unter schlechten Bedingungen geboren werden. Diese Arbeit wird von Freiwilligen organisiert, finanziert und umgesetzt. Ein betreutes Taubenhaus würde diese Arbeit, zum Vorteil aller, zentralisieren und effektiver machen.

Funktioniert das wirklich?

Ja und andere Städte zeigen wie: 

  • Basel (Schweiz): Seit Einführung mehrerer betreuter Taubenschläge sank die   Taubenpopulation innerhalb von 10 Jahren um ca. 50 %. Gleichzeitig gingen Beschwerden und Verschmutzungen deutlich zurück. 
  • Augsburg: Dort wird das Modell seit vielen Jahren mit messbaren Erfolgen und hoher Akzeptanz umgesetzt. 
  • Wien: Auch hier wird auf Betreuung statt Vergrämung gesetzt.

Warum sollte ich unterschreiben auch, wenn ich Tauben nicht mag?

Weil es auch deinen Alltag betrifft: 

  • Durch ein betreutes Taubenhaus reduziert sich die Anzahl der Tiere! 
  • Ein betreutes Taubenhaus macht die Stadt sauberer 
  • Es spart langfristig Kosten für Reinigung

Wir wünschen uns, dass Offenbach dem Beispiel anderer Städte folgt und Verantwortung übernimmt für die Tiere, die durch unsere Gesellschaft in diese Lage geraten sind.

und fordern:

  • Ein betreutes Taubenhaus für Offenbach 
  • Einen offenen Dialog zwischen Stadt, Fachleuten und engagierten Bürger*innen 
  • Ein Ende der Verbote ohne Lösungen

 

Bitte unterschreibe und teile diese Petition. 

Für ein sauberes, tierfreundliches Offenbach.

 

Sarina Römer

Saskia Hennecke

Nicole Kietura

Nicolas Clair

 

Quellen & weiterführende Informationen

  1. Basel – Erfolgsmodell betreutes Taubenhaus https://www.tierimrecht.org/de/tier-und-recht/aktuelles/erfolg-basel[1]stadttaubenmanagement/ → Rückgang von 1.200 auf unter 400 Tauben in der Innenstadt.
  2. PETA – Warum betreute Taubenschläge helfen https://www.peta.de/themen/tauben/ → Überblick zu ethischem Umgang mit Stadttauben.
  3. Tierschutzverein München – Projekt Stadttauben https://tierschutzverein-muenchen.de/tiere/stadttauben.html → Beispiel für erfolgreiches Management mit Eiertausch.
  4. Offenbach für alle e. V. – Artikel zum Thema Stadttauben (Mai 2025) https://www.ofa-ev.de/2025/05/02/stadttaubenmanagement-in-offenbach-warum-es-zeit[1]fuer-eine-verantwortungsvolle-loesung-ist/ → Fundierte Argumentation mit lokalem Bezug.
  5. Deutscher Tierschutzbund – Infoblatt Stadttauben https://www.tierschutzbund.de/information/hintergrund/stadttauben.html
  6. Stadttaubenprojekt Augsburg https://www.tierschutzverein-augsburg.de/taubenprojekt.html → Auch dort wurde die Population durch Eiertausch deutlich reduziert.
  7. Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e. V. (TVT) https://www.tierschutz-tvt.de/merkblaetter/ → Merkblatt zur tierschutzgerechten Stadttaubenbetreuung (PDF dort auffindbar)

 

 

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Nicole KieturaPetitionsstarter*in

3.252

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Sarah Volk und 12 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Für betreute Taubenhäuser in Offenbach tierschutzkonform, sauber, nachhaltig

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir wenden uns heute mit einem Anliegen an Sie, das sowohl die Tierwelt als auch die Lebensqualität unserer Stadt betrifft: die Einrichtung betreuter Taubenschläge in Offenbach.

Beschreibung der Problematik:

Stadttauben sind keine Wildtiere, sondern die Nachkommen von Haus-, Zucht- und Brieftauben. Es sind Tiere, die vom Menschen gezüchtet und genutzt wurden. Viele stammen von entflogenen Hochzeitstauben oder Brieftauben ab, andere wurden bewusst ausgesetzt. In Städten versuchen sie trotz erbärmlicher Bedingungen zu überleben

Kurze Hochrechnung:

Ein Taubenpaar kann im Jahr bis zu 10 Jungtiere aufziehen (5 Gelege mit je 2 Eiern sind keine Seltenheit). Aus einen einzigen Paar können, inklusive Nachkommen ihrer Nachkommen, innerhalb eines Jahres bis zu 100 Tiere entstehen. Ohne menschliche Kontrolle endet das garantiert im Elend: Küken sterben im Nest, Altvögel werden verletzt oder verhungern langsam. Ihr Leben ist kurz und grausam. 

Was ist die Lösung?

Ein betreutes Taubenhaus ist ein Ort, an dem Tauben kontrolliert nisten können und artgerechtes Futter bekommen. Ihre Eier werden regelmäßig gegen Attrappen getauscht. So wird die Zahl der Tiere schrittweise reduziert, ganz ohne Gewalt.

Dieses System nennt sich „Augsburger Modell“ – und wurde bereits in mehreren Städten erfolgreich eingeführt.

Taubenhäuser helfen: 

  • das Tierleid zu beenden 
  • die Population tierfreundlich zu steuern 
  • die Kotbelastung im Stadtbild zu senken und Kosten für Reinigung zu reduzieren 
  • „illegale“ Fütterung zu vermeiden 
  • das gesellschaftliche Klima zu entspannen 
  • ein tierfreundliches Stadt-Image aufzubauen und ein gutes Vorbild zu sein

Warum ein reines Fütterungsverbot nicht reicht:

Die Stadt Offenbach setzt aktuell auf ein Fütterungsverbot, bei dem Zuwiderhandlungen mit bis zu 5000 € Strafe geahndet werden. Doch das Problem wird so nicht gelöst, sondern sogar vergrößert:

  • Verhungernde Tiere irren verzweifelt durch die Stadt und sterben oft langsam 
  • Illegales Füttern findet im Verborgenen statt. Oft mit falschem Futter wie z.B. Brot 
  • Die Population bleibt hoch, weil unkontrolliert weitergebrütet wird 
  • Hilfsbereite Menschen werden kriminalisiert, anstatt einbezogen 

Ein pauschales Fütterungsverbot ohne tierschutzgerechte Alternativen kann zudem gegen das Tierschutzgesetz (§1 TierSchG) verstoßen. Dieses schreibt vor, dass niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen oder Leiden zufügen darf. Ein Verbot ohne Lösung lässt Tiere verhungern und das ist rechtlich wie moralisch höchst fragwürdig.

Dabei geht es auch anders:

Im ersten Halbjahr 2025 wurden in Offenbach insgesamt 538 Taubeneier aus Nestern entnommen und gegen Attrappen getauscht. Das bedeutet: Hunderte Küken mussten nicht unter schlechten Bedingungen geboren werden. Diese Arbeit wird von Freiwilligen organisiert, finanziert und umgesetzt. Ein betreutes Taubenhaus würde diese Arbeit, zum Vorteil aller, zentralisieren und effektiver machen.

Funktioniert das wirklich?

Ja und andere Städte zeigen wie: 

  • Basel (Schweiz): Seit Einführung mehrerer betreuter Taubenschläge sank die   Taubenpopulation innerhalb von 10 Jahren um ca. 50 %. Gleichzeitig gingen Beschwerden und Verschmutzungen deutlich zurück. 
  • Augsburg: Dort wird das Modell seit vielen Jahren mit messbaren Erfolgen und hoher Akzeptanz umgesetzt. 
  • Wien: Auch hier wird auf Betreuung statt Vergrämung gesetzt.

Warum sollte ich unterschreiben auch, wenn ich Tauben nicht mag?

Weil es auch deinen Alltag betrifft: 

  • Durch ein betreutes Taubenhaus reduziert sich die Anzahl der Tiere! 
  • Ein betreutes Taubenhaus macht die Stadt sauberer 
  • Es spart langfristig Kosten für Reinigung

Wir wünschen uns, dass Offenbach dem Beispiel anderer Städte folgt und Verantwortung übernimmt für die Tiere, die durch unsere Gesellschaft in diese Lage geraten sind.

und fordern:

  • Ein betreutes Taubenhaus für Offenbach 
  • Einen offenen Dialog zwischen Stadt, Fachleuten und engagierten Bürger*innen 
  • Ein Ende der Verbote ohne Lösungen

 

Bitte unterschreibe und teile diese Petition. 

Für ein sauberes, tierfreundliches Offenbach.

 

Sarina Römer

Saskia Hennecke

Nicole Kietura

Nicolas Clair

 

Quellen & weiterführende Informationen

  1. Basel – Erfolgsmodell betreutes Taubenhaus https://www.tierimrecht.org/de/tier-und-recht/aktuelles/erfolg-basel[1]stadttaubenmanagement/ → Rückgang von 1.200 auf unter 400 Tauben in der Innenstadt.
  2. PETA – Warum betreute Taubenschläge helfen https://www.peta.de/themen/tauben/ → Überblick zu ethischem Umgang mit Stadttauben.
  3. Tierschutzverein München – Projekt Stadttauben https://tierschutzverein-muenchen.de/tiere/stadttauben.html → Beispiel für erfolgreiches Management mit Eiertausch.
  4. Offenbach für alle e. V. – Artikel zum Thema Stadttauben (Mai 2025) https://www.ofa-ev.de/2025/05/02/stadttaubenmanagement-in-offenbach-warum-es-zeit[1]fuer-eine-verantwortungsvolle-loesung-ist/ → Fundierte Argumentation mit lokalem Bezug.
  5. Deutscher Tierschutzbund – Infoblatt Stadttauben https://www.tierschutzbund.de/information/hintergrund/stadttauben.html
  6. Stadttaubenprojekt Augsburg https://www.tierschutzverein-augsburg.de/taubenprojekt.html → Auch dort wurde die Population durch Eiertausch deutlich reduziert.
  7. Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e. V. (TVT) https://www.tierschutz-tvt.de/merkblaetter/ → Merkblatt zur tierschutzgerechten Stadttaubenbetreuung (PDF dort auffindbar)

 

 

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Nicole KieturaPetitionsstarter*in

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Petition am 22. Juli 2025 erstellt