Petition updateBefreit die Rettungsschiffe!26 Menschen gerettet - 61 ertrunken: Wir brauchen deine Hilfe!
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Dec 19, 2023

Liebe Freund*innen von Sea-Eye,

Glück und Trauer - so nah beieinander wie selten: Gestern konnte unsere Crew frühmorgens 26 Menschen aus zwei Booten retten - wir sind erleichtert: Sie sind in Sicherheit. Doch diese Rettung fand in einer Zeit der Trauer statt: 61 Menschen haben vor wenigen Tagen ihr Leben in den Wellen verloren, weil staatliche Behörden versagten und zivile Rettungsschiffe fehlten. Wir brauchen eure Hilfe, damit das nicht mehr passiert!

Über 3 Meter hohe Wellen und starker Wind: Die vergangenen Tage auf dem Mittelmeer waren rau und gefährlich. Am härtesten war jedoch die Sorge: Wie lange können seeuntüchtige Boote jetzt durchhalten ohne zu kentern? Denn wir wissen: Wir sind in einem Seegebiet, in dem sich jeden Tag Menschen auf den Weg machen, in der Hoffnung in 2024 endlich ein Leben in Sicherheit, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit führen zu dürfen.

Am Montagmorgen dann ein offizieller Notruf: Die Organisation Alarmphone meldete den zuständigen Behörden zwei Kunststoffboote in Seenot.

Es war noch stockdunkel, als wir unsere Einsatzboote MARIA und MO CHARA aufs Meer schickten. Unter den 26 Menschen, die die Crew rettete, befinden sich vier unbegleitete Minderjährige - drei davon aus Syrien. Sie sind jetzt in Sicherheit. Zum Glück! Wir sind in diesen Tagen das einzige Rettungsschiff in einem riesigen Seegebiet.

Jetzt sind auch wir gezwungen, dieses gefährliche Seegebiet zu verlassen: Italien hat uns den Hafen in Civitavecchia zugewiesen. Für unsere Abwesenheit im Einsatzgebiet befürchten wir das Schlimmste. Erst am Wochenende sind 61 Menschen in den hohen Wellen ums Leben gekommen. Obwohl die Behörden rechtzeitig von dem Notruf wussten. Wir sind bestürzt und untröstlich über den Tod jedes einzelnen Menschen: Frauen, Kinder, Erwachsene... Darüber, dass sie wohl gerettet hätten werden können - wenn mehr Rettungsschiffe vor Ort gewesen wären.

Da die EU auch absehbar in 2024 keine Rettungsmission im Mittelmeer durchführen wird, wird es wieder auf jedes einzelne, zivile Rettungsschiff ankommen. Derzeit ist noch unklar, wie viele Rettungseinsätze wir im kommenden Jahr durchführen können. Deshalb möchte ich dich heute um deine Spende bitten, damit wir so oft wie möglich vor Ort sein können. Denn Menschen können gerettet werden - wenn wir da sind!

Jeder jetzt gespendete Euro hilft, künftig Leben zu retten!

Herzliche Grüße

Gorden Isler
- Vorsitzender von Sea-Eye e. V.

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