Petition updateBefreit die Rettungsschiffe!Hilfsorganisationen kritisieren Ungleichbehandlung von Flüchtenden
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Apr 24, 2022

Liebe Freund*innen von Sea-Eye,

selten war es so deutlich sichtbar, dass die EU-Mitgliedsstaaten schutzsuchenden Menschen unterschiedliche Rechte zusprechen. Wir sehen zurzeit, wie flüchtenden Ukrainer*innen unkompliziert Schutz geboten wird und es kein Problem für sie darstellt, die Grenze zur Europäischen Union zu überqueren. Und das ist gut! Genau so sollte es sein. Und zwar für alle schutzsuchenden Menschen!

Leider sieht die Realität ganz anders aus. Seit Jahren setzt die EU auf dem Mittelmeer auf Abschreckung und Abschottung. Und das nicht genug, sie nutzt die sogenannte libysche Küstenwache – kriminelle und bewaffnete Milizen – um Menschen von der Flucht aus dem Bürgerkriegsland abzuhalten. Können Sie sich vorstellen, dass die EU das gleiche an der Grenze zur Ukraine tun könnte? Regierungen müssten sich erklären, Rücktrittsforderungen wären zu hören, von politischem Totalversagen wäre die Rede.

Es bleibt dabei, was wir seit Jahren forden, um das Sterben an den EU-Außengrenzen zu beenden: Richtet sichere Fluchtwege für alle Menschen ein, die Schutz benötigen!

Diese Forderung haben wir nun gegenüber der Bundesregierung zusammen mit unserem Partner German Doctors anläßlich des Starts der 6. Rettungsmission der SEA-EYE 4 bekräftigt.

Während wir leider immer noch drauf warten, dass allen Schutzsuchenden ihre Rechte gewährt werden, können wir jetzt schon handeln. Die SEA-EYE 4 ist auf ihrem Weg ins Einsatzgebiet und wird dort nach Menschen in Seenot Ausschau halten. Und Sie können auch handeln, indem Sie uns unterstützen und für die Rettungsmission spenden.

Herzliche Grüße
Ihr Gorden Isler
- Vorsitzender von Sea-Eye e. V.

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