Petition updateBedarfsgerechte PsychotherapieRichtlinienänderung beschlossen - wieder ohne Kontingentanpassung!

Initiative Phoenix - Bundesnetzwerk für angemessene Psychotherapie e.V.
Jul 9, 2016
73 Unterschriften auf Papier können zu den hier angezeigten Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern derzeit addiert werden. Aus der Reha-Klinik Glotterbad, der Beratungsstelle LARA, dem Frauennotruf Bielefeld, von Zornrot e.V. und einzelnen Psychotherapie-Praxen wurden uns Unterschriftenlisten geschickt - vielen Dank dafür!!
Außerdem erreichten uns inzwischen einige Reaktionen von Organisationen, die wir mit der Bitte um eine Stellungnahme angeschrieben hatten:
Betroffenenrat beim UBSKM:
"Es ist unbestritten, dass Betroffene mit komplexen Traumafolgestörungen potenziell lebenslang mit den Belastungen nach massiven Gewalterfahrungen konfrontiert sind. Die derzeit vorgesehenen Regelkontingente und -therapieformen sind für diese Betroffenengruppe unzureichend.
Unterbleibt eine angemessene psychotherapeutische Unterstützung, können Krisensituationen ein lebensbedrohliches Ausmaß annehmen. Mindestens aber verhindert mangelnder Zugang zu psychotherapeutischer Unterstützung die gesetzlich verankerte berufliche und soziale Teilhabe.
Der Betroffenenrat beim UBSKM unterstützt daher ausdrücklich die Forderungen der Initiative Phönix – Bundesnetzwerk für angemessene Psychotherapie e. V. nach einer Ergänzung der Psychotherapierichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) um einen Behandlungsrahmen für komplexe Traumafolgestörungen.
Der Betroffenenrat
Fachgremium beim UBSKM"
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Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe
Frauen gegen Gewalt e.V.:
"Liebe Johanna Sommer,
vielen Dank für eure Post bezüglich eurer Petition.
Der bff unterstützt euer Anliegen.
Wie werden die Petition an unsere Mitglieder weiterleiten und auf unserer Facebook-Seite posten.
Viele Grüße
Anna Hartmann"
(Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe // Frauen gegen Gewalt e.V.)
Facebook-Eintrag vom 12.5.16: https://www.facebook.com/pages/Bff/507282266000979?fref=ts)
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DeGPT e.V.:
"Sehr geehrte Frau Sommer, Sehr geehrte Frau Hirth-Haunerland,
vielen Dank für Ihr Schreiben vom April 2016, in dem Sie über die Forderung der „Initiative Phoenix" - Bundesnetzwerk für angemessene Psychotherapie e.V. betreffend der Ergänzung der Psychotherapie-Richtlinie durch den Gemeinsamen Bundesausschuss um einen Behandlungsrahmen für komplexe Traumafolgestörungen informieren.
Eine Versorgungsoptimierung für Patienten und Patientinnen, die an komplexen Traumafolgestörungen leiden ist sicher dringend notwendig und wünschenswert. Vor dem Hintergrund des derzeitigen Stands wissenschaftlicher Evidenz lässt sich eine Versorgungsoptimierung durch eine Erweiterung der Kontingente für eine Langzeitpsychotherapie allein jedoch nur schwer begründen. Daher wären wir aus strategischen Gründen bezüglich dieser Forderung derzeit zurückhaltend. Innerhalb der DeGPT beschäftigt sich die Arbeitsgruppe
Dissoziative Störungen mit den schwierigen Versorgungsfragen für diese Patientinnen. Falls Sie an einem weiteren Austausch zu Ihren Forderungen im Rahmen der DeGPT interessiert sind, würden wir Sie bitten, mit den Kolleginnen und Kollegen der Arbeitsgruppe Kontakt aufzunehmen.
Mit freundlichen Grüßen,
A. Univ. Prof. Dr. med. Astrid Lampe
Vorsitzende der DeGPT"
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GNP e.V.:
"Sehr geehrte Frau Sommer, sehr geehrte Frau Hirth-Haunerland,
der Vorstand bedankt sich für Ihre Anfrage. Wir bedauern sehr, Sie aus Mangel an Kapazitäten derzeit in der u.a. Sache nicht unterstützen zu können.
Ihnen weiterhin viel Erfolg bei Ihren Bemühungen.
Freundliche Grüße aus Fulda
i.A. Christine Herzog-Vollmer"
(Gesellschaft für Neuropsychologie e. V. (GNP) Geschäftsstelle)
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LARA:
"Liebe Johanna Sommer, liebe Birgit Hirth-Haunerland.
Wir freuen uns sehr über Ihre Arbeit und Ihre Initiative und unterstützen die Forderung nach einer Veränderung der PT - Richtlinie und den Aufruf zur Online – Petition auf unserer Website.
Macht weiter so! Viel Kraft und Mut,
viele Grüße,
A. Roth für das LARA - Team"
(LARA Krisen und Beratungszentrum für vergewaltigte und sexuell belästigte Frauen)
siehe "Aktuelles" bei www.lara-berlin.de
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Psychotherapeutenkammer Schleswig-Holstein:
"Sehr geehrte Damen und Herren,
der Unterausschuss Psychotherapie des Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) hat mit Schreiben vom 14. April 2016 das Stellungnahmeverfahren zu den Änderungen der Psychotherapie-Richtlinie eingeleitet. Gemäß § 91 Abs. 5 bzw. 5a SGB V wurde der Bundesärztekammer, der Bundespsychotherapeutenkammer sowie der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und Informationsfreiheit Gelegenheit zur Abgabe einer schriftlichen Stellungnahme erteilt.
Die Psychotherapeutenkammer Schleswig-Holstein ist im Rahmen des gesetzlich verankerten Stellungnahmeverfahrens hinsichtlich dieser bundesweiten Regelung nicht zur Anhörung vorgesehen Von daher möchten wir als Landeskammer auch von Äußerungen und Stellungnahmen hinsichtlich der Änderung der Psychotherapie-Richtlinie Abstand nehmen.
Freundliche Grüße
Psychotherapeutenkammer Schleswig-Holstein
Michael Wohlfarth"
(Geschäftsführer)
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Diese Woche erhielten wir darüber hinaus auch ein Schreiben der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen mit der Einladung zu einem persönlichen Treffen und dem Austausch über die Notwendigkeit der Anpassung und Flexibilisierung der Stundenkontingente in der Psychotherapie-Richtlinie.
Wir werden natürlich nicht lockerlassen.
Denn, wie auch der Betroffenenrat am 20. Juni über "Facebook" mitteilte, wurde bei der gerade beschlossenen Änderung der Psychotherapie-Richtlinie wieder nichts von all dem berücksichtigt, was sich in der Praxis seit vielen Jahren und immer drastischer als notwendig zeigt und durch die Forschung bewiesen wird:
"Der Gemeinsame Bundesausschuss hat am 16.06.16 die Änderung der Psychotherapie Richtlinie beschlossen. Wir sind bestürzt darüber, dass die Situation (komplex) traumatisierter Menschen, die eine über die Regelkontingente hinausgehende Behandlung benötigen, dabei zum wiederholten Mal nicht berücksichtigt wurde. Dabei wurde eine historische Chance vertan, die Leiden und den Hilfebedarf der Millionen Betroffenen in Deutschland endlich anzuerkennen."
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