Actualización sobre la peticiónKastrationspflicht nach §13 b TierSchG gegen Katzenelend in bayerischen GemeindenDringender Appell der Katzenhilfe Salzachtal an Frau Staatsministerin Kaniber
Margit MayrAugsburg, Alemania
11 ago 2018

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

derzeitiger Stand Unterschriften insgesamt 10.272 (Petition 6.824,
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Vielen Dank und herzliche tierschutzverbundene Grüße
Margit Mayr, ATTiS e.V.
https://www.attis-tierschutz.de/

Hier kommt der Brief der Katzenhilfe Salzachtal e.V. an 
Frau Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber

Bayerisches Staatsministerium für
Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Frau Staatsministerin Michaela Kaniber
Ludwigstraße 2
80439 München

 

                                                                                                                                                                                       Fridolfing, 22.04.2018

Katzenpopulation / Kastration- und Kennzeichnung von Freigängerkatzen

Sehr geehrte Frau Staatsministerin Kaniber,

wir gratulieren Ihnen sehr herzlich zu Ihrem neuen Amt.

Anlässlich des Kreisbauerntages Teisendorf, auf dem Sie ebenfalls anwesend waren, konnten wir der damaligen Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz, Ulrike Scharf, ein Schreiben im Namen von Tierschutzorganisationen aus den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein überreichen (s. Kopie anbei). Wir haben dieses Schreiben inzwischen an den Nachfolger, Herrn Dr. Marcel Huber weitergeleitet.

Wir wenden uns auch an Sie, als die für die Landwirtschaft zuständige Ministerin. Nachdem Sie hier in der Region aufgewachsen sind, ist Ihnen sicher bekannt, dass sowohl die hohe Katzenpopulation mit ihren bekannten Folgen z.B. auf die Artenvielfalt, als auch die Lebensbedingungen der auf Bauernhöfen lebenden Katzen sehr häufig als wirklich katastrophal und nicht tolerierbar zu bezeichnen sind.

Wir, die Katzenhilfe Salzachtal e.V. treffen bei unserer Arbeit auf zweierlei bäuerliche Katzenhalter. Die Einen sind sehr froh und erleichtert, wenn wir sie beim Einfangen und bei der Finanzierung von Kastrationsmaßnahmen unterstützen bzw. dies ganz übernehmen. Ein Katzenhalter spricht dies in einem Beitrag der Abendschau über die Arbeit der Katzenhilfe Salzachtal e.V. sehr treffend an:
https://www.br.de/mediathek/video/katzen-hilfe-fuer-streuner-av:5a983b53cb8d8c0018bd62ed

Andere Katzenhalter verweigern leider jegliche Hilfe für ihre, meist sichtlich durch Inzucht und allerhand Krankheiten geschwächten Tiere. Hier sind wir machtlos, diese Tiere pflanzen sich auch unter den lebensunwürdigsten Umständen weiter fort und sterben einen elenden Tod.

Beim o.g. Kreisbauertag hat es geheißen, die Landwirte müssen das Vertrauen der Verbraucher wiedererlangen. Es ist aber so, dass die Landwirte mit hoher Katzenpopulation dem Image aller Landwirte, auch jenen mit vorbildlicher Katzenhaltung, sehr schaden. Wir bekommen sehr häufig von Radfahrern, Postboten, Zeitungsausträgern, Nachbarn…zu hören „Bauer xy hat so viele Katzen in schlechtem Zustand, da möchte ich nicht wissen, wie es erst im Stall ausschaut“ und schon wird allgemein auf die Landwirte und ihren rüden Umgang mit Tier und Umwelt geschimpft.

Es kann nicht alleine die Aufgabe des Tierschutzes sein, dieses Image wieder gerade zu rücken. Wir leisten sehr viel, alleine die Finanzierung von Kastrationsmaßnahmen ist ein gewaltiges Stück Arbeit, dazu kommen noch die Öffentlichkeitsarbeit und die Formalien, die ein Verein mit sich bringt, aber der größte Aufwand sind die Kastrationsmaßnahmen an sich. Wir sind berufstätig, wir haben Familie und Haushalt und jedes Gründungsmitglied unseres Vereins hat mehrere in schlechtem Zustand aufgelesene Katzen zu versorgen. Bayernweit kämpfen unzählige Tierschutzorganisationen und Privatpersonen seit Jahrzehnten diesen Kampf gegen Windmühlen. Wir Tierschützer können das alleine nicht schaffen und wir fühlen uns mit „dem Problem Katzenpopulation“ völlig alleine gelassen. Unsere Sorgen und Nöte werden nicht gehört bzw. ignoriert.

Mit Ausnahme eines Flyers des StMUV ist uns nichts bekannt, was die Staatsregierung zur Verminderung der hohen Katzenpopulation und des damit verbundenen Elends unternommen hätte. Wir haben bisher übrigens ca. 450 dieser Flyer an landwirtschaftliche Betriebe in der näheren Umgebung verteilt, es kam nicht eine!! Rückmeldung dazu.

Stattdessen fördert das StMELF den Bauernhofurlaub, bei dem es auch die Kategorie „Streicheltiere“ gibt. Damit wird u.a. auch die Zucht unzähliger kleiner Kätzchen als Urlaubsmagnet für Kinder gefördert.  Kätzchen, die nach der Saison überflüssig sind. Kümmern tut sich darum freilich auch wieder der Tierschutz.

In der gestrigen Heimatzeitung konnten wir lesen, dass Sie sich für die Jagdprüfung interessiert hätten. Wir gehen deshalb davon aus, dass Ihnen bekannt ist, dass sich auch der Deutsche Jagdverband für eine Kastrationspflicht für Freigängerkatzen ausspricht.

Ihrer Vita haben wir entnommen, dass sie Mitglied im Tierschutzverein Bad Reichenhall und sogar Gründungsmitglied im Förderverein für den Tierschutzverein Bad Reichenhall sind. Das lässt uns hoffen, dass Ihnen die Probleme rund um dieses Thema bekannt sind und dass Sie mit dem Tierschutz zusammen schnell eine Lösung erarbeiten.

Wir sind überzeugt davon, dass die hohe Population mit ihren vielen negativen Folgen relativ schnell in den Griff zu bekommen ist. In anderen Bundesländern hat sich die Situation dank entsprechender Maßnahmen und insbesondere durch die Bereitstellung von Finanzmitteln und entsprechender Öffentlichkeitsarbeit schon deutlich entspannt.

Wir sind der Meinung, dass das Thema keinen Aufschub mehr duldet, denn mit jedem Wurf wird das Problem noch größer, erzeugt noch mehr Elend und noch mehr Kosten.

Bitte lassen Sie uns schnell und gemeinsam anpacken, wir Tierschützer stehen sofort bereit.

Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch, zusammen mit anderen Tierschutzorganisationen aus der Region, würden wir uns sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

 

Katzenhilfe Salzachtal e.V.
Silvia Rottmair 1.Vorsitzende https://www.facebook.com/KatzenhilfeSalzachtal/

 

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