Ausbildung statt Abschiebung - Danial muss bleiben

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Danial sollte die Nummer 70 beim Abschiebeflug nach Afghanistan am 03. Juli 2018 sein.

Im Oktober 2015 kam Danial mit seiner Familie aus Afghanistan nach Deutschland. Für seine Eltern und fünf Geschwister gilt ein Abschiebeverbot mit Aussicht auf dauernden Aufenthalt, sein Asylverfahren wurde aufgrund seiner Volljährigkeit getrennt behandelt und vom BAMF und VG negativ beschieden. Er lebt bei seiner Familie in Neuenmarkt (Lkrs. Kulmbach) und besucht erfolgreich die Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung in Bayreuth. Nach privatem Sprachunterricht hatte er den Qualifizierenden Hauptschulabschluß erfolgreich bestanden.

Im Iran aufgewachsen, hat er keinerlei Angehörige in Afghanistan. Danial gehört der ethnischen Minderheit der Hazara an und ist Shiite. Die Taliban und der IS verfolgen diese Volksgruppe respektive die Religionsgemeinschaft mit aller Härte. Ein Onkel ist ermordet worden.

Es ist unverständlich, dass lediglich die Volljährigkeit zu einer derart divergierenden Asyl-Entscheidung geführt hat. Die Gesamtsituation der Familie muss berücksichtigt werden!

Danial kann getrennt von seiner Familie allein im Bürgerkriegsland Afghanistan nicht überleben. Er absolviert hier erfolgreich eine schulische Berufsausbildung (einem Ausbildungsplatz bei Firma Schuh Mücke hatte die ZAB zuvor die Genehmigung versagt), aus der er nicht herausgerissen werden kann.

Er hat sich erfolgreich integriert, ist ein beliebter und fleißiger Mitschüler und konnte als Torwart beim FC Neuenmarkt zwei Jahre in Folge die Meisterschaft feiern.
Er kennt Afghanistan nur von einem etwa halbjährigen Aufenthalt, da die Familie vor seiner Geburt nach Iran geflüchtet ist, wo er geboren wurde und aufgewachsen ist. Dort waren sie fortwährenden Herabsetzungen ausgesetzt, mussten in das Bürgerkriegsland zurückkehren - und entschieden sich zur Flucht aus Afghanistan. Unterwegs erfuhren sie, dass ein Onkel von Taliban oder IS ermordet worden war.

Als die Polizei am 3. Juli um 6 Uhr morgens vor der Haustür stand, hatte er bereits das Haus verlassen und war auf dem Weg zur Schule. Am 5. Juli nahm er am Unterricht teil. Am 6. Juli wurde er wieder polizeilich zu Hause gesucht. Am Vormittag, als die Polizei auch vor seiner Schule stand, bat er um Aufnahme in das Kirchenasyl, das umgehend den Behörden gemeldet wurde.

Danial ist ein Teil unserer Gesellschaft geworden, er spricht unsere Sprache und ist hier zu Hause. Seine Geschwister gehen in die Schule oder machen eine Ausbildung. Unser Land braucht junge Menschen, die in kürzester Zeit unsere Sprache lernen und sich mit ihrer Arbeitskraft und Engagement in unsere Gesellschaft und unser Sozialsystem einbringen und sich vorbildlich integrieren.

Afghanistan ist kein sicheres Land, nicht in einzelnen Regionen - und nicht für einen Hazara!

Danial ist kein hartnäckiger Identitätsverweigerer, kein Straftäter und kein Gefährder. Seine Identität ist geklärt, er hat seine Taskira und seinen Paß bei der ZAB vorgelegt.


Abschiebungen nach Afghanistan sind mit humanitären und christlichen Werten nicht vereinbar!

Danial soll hier bleiben, seine Ausbildung beenden und in Frieden mit seiner Familie hier leben.

 



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