Bamberger Erklärung


Bamberger Erklärung
Das Problem
Die Corona-Pandemie bestimmt seit nunmehr zwei Jahren in weiten Teilen unser Leben. Die daraus resultierenden Herausforderungen für Kultur, Zivilgesellschaft, Vereine, Gruppen, Einzelhandel, Gastronomen, Pflege- und Bildungspersonal, aber auch für jede und jeden einzelnen von uns sind immens. Dennoch verhalten wir Bambergerinnen und Bamberger uns in dieser Zeit umsichtig und solidarisch.
1. Mit der Unterzeichnung dieser Erklärung rufen wir alle Bambergerinnen und Bamberger, die das Impfangebot als wichtigsten Baustein im Kampf gegen das Virus bisher noch nicht angenommen haben, dazu auf, das nun zu tun.
2. Wir nehmen nicht hin, dass eine Gruppe politisch motivierter Menschen mit kruden Verschwörungstheorien und gezielten Fehlinformationen versucht, einen Keil in die Gesellschaft zu treiben. Wir verstehen uns als eine Gemeinschaft und wollen uns nicht spalten lassen.
3. Wir stellen uns klar gegen die allgemeine und pauschale Verurteilung von Menschen und wenden uns entschieden gegen antisemitisches und rechtes Gedankengut.
4. Wir rufen die Behörden dazu auf, die Einhaltung von Auflagen bei Versammlungen sicherzustellen und auch konsequent durchzusetzen. Jeder Person der Polizei- und Rettungskräfte danken wir in diesem Zusammenhang für ihren demokratischen und solidarischen Dienst.
5. Wir rufen alle Mitbürgerinnen und Mitbürger auf, ihre Teilnahme an Demonstrationen und „Spaziergängen“ abzusagen, wenn dort demokratiefeindliche oder rechtsextreme Meinungen durch Anwesenheit solcher Kräfte vertreten werden oder diese als Veranstalter auftreten.
6. Als Bambergerinnen und Bamberger stehen wir auch jetzt zusammen und treten für unsere gemeinsamen Werte ein, ohne andere Menschen in Gefahr zu bringen. Wir erheben unsere Stimme gegen Coronaleugnerinnen und -leugner und demokratiefeindliche und menschenverachtende Strömungen in der Gesellschaft.
7. Wir wollen mit unserer gemeinsamen Erklärung auch unseren tiefen Dank ausdrücken. Insbesondere das Personal in den Klinik- und Pflegeeinrichtungen leistet wichtige und harte Arbeit und rettet - oft ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit - unter diesen Extrembedingungen Leben.
8. Wir wollen mit dieser Erklärung auch unsere Solidarität mit denjenigen Gruppen unserer Gesellschaft ausdrücken, die unsere besondere Fürsorge benötigen. Nur wenn wir an einem Strang ziehen, können wir die Gefahren für vulnerable Gruppen wie ältere und kranke Menschen und die Belastungen durch Einschränkungen für junge Menschen und Kinder reduzieren.
9. Wir wissen, dass die Impfungen gegen Corona einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie leisten. Wir sehen uns als Teil der überwältigenden Mehrheit der Gesellschaft, die in die Wissenschaft vertraut und sich am wissenschaftlichen Diskurs und der aktuellen Faktenlage orientiert.
10. Wir Bambergerinnen und Bamberger halten in der Krise zusammen!
Die Erstunterzeichnerinnen und Erstunterzeichner:
Pauline Albrecht, Familienbeauftragte der Stadt Bamberg
Ekkehard Arnetzl, Kunsthistoriker & Gästeführer
Marcus Rudolf Axt, Intendant der Bamberger Symphoniker
Ellen Bambach-Taubenberger, Managementtrainerin & Coach
Heike Bauer-Banzhaf, Kommunikationstrainerin
Anne Baum, Lektorin
Prof. Dr. Wolfgang Brassat, Hochschullehrer
Wolfgang Budde, Arbeitsgemeinschaft der älteren Bürger Bambergs
Dr. Marco Depietri, Vorsitzender des Migrantinnen- und Migrantenbeirates der Stadt Bamberg
Reiner Dietz, Bürgerverein Mitte
Andrea Dittrich, Omas gegen rechts Bamberg
Mirjam Elsel, Bamberger Mahnwache Asyl
Xaver Frauenknecht, Vorsitzender des Vorstands der Sozialstiftung Bamberg
Heidi Friedrich, Kabarettistin
Axel Fritsch, Diplom-Sozialpädagoge
Michael Fröhlcke, Arzt
Jonas Glüsenkamp, Zweiter Bürgermeister der Stadt Bamberg & Sozialreferent
Sven Goller, Gastronom
Johannes Goth, Vorstand der Sozialstiftung Bamberg
Esther Gratz, Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie in der Stadt Bamberg
Christian Hader, Stadtrat GRÜNES BAMBERG
Wolfgang Heyder, Veranstalter und Sportler
Florian Herrnleben, Kabarettist
Dr. Dominik Jasinski, Arzt
Claudia John, Stadträtin Freie Wähler
Johann Kalb, Landrat des Landkreises Bamberg
Tanja Kinkel, Autorin
Dr. Christian Lange, Hochschullehrer & Altbürgermeister
Hans-Martin Lechner, Dekan des Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirkes Bamberg
Gregor Linz, Bürgerverein Untere historische Bergstadt, 1. Vorsitzender
Sebastian Linz, Gastronom
Nadine Luck, Journalistin & Autorin
Harry Luck, Journalist & Autor
Vera Mamerow, Stadträtin GRÜNES BAMBERG
Wolfgang Metzner, Dritter Bürgermeister der Stadt Bamberg
Matthias Neller, Bürgerverein Gartenstadt
Axel Nordmann, Unternehmer DER Radladen Bamberg
Roland Nowak
Jonas Ochs, Musiker BAMBÄGGA
Rainer Pfaff, Meister für Veranstaltungstechnik
Susanne Pisinger, Apothekerin
Thomas Pregl, Vorsitzender SPD Ellertal
Dr. Ina Quast, Ärztin
Britta Rainer, Anwältin
Prof. Dr. Marc Redepenning, Hochschullehrer
Arnd Rühlmann, Schauspieler & Entertainerin
Dr. Ludwig Schick, Erzbischof von Bamberg
Daniel Seniuk, Schauspieler E.T.A.-Hoffmann-Theater
Mitra Sharifi-Neystanak, Vorsitzende des Migrantinnen- und Migrantenbeirates der Stadt Bamberg
Ulrike Siebenhaar, Kulturreferentin der Stadt Bamberg
Andreas Starke, Oberbürgermeister der Stadt Bamberg
Ute Störiko, Freund statt fremd e.V.
Dr. Winfried Strauch, Ehem. Leiter Gesundheitsamt Bamberg
Hans Taubenberger, im Ruhestand
Christiane Toewe, Künstlerin
Helmut Vorndran, Autor
Sabine Weyermann, Geschäftsführende Gesellschafterin Weyermann Malz
Hayati Yilmaz, Gastronom
7.031
Das Problem
Die Corona-Pandemie bestimmt seit nunmehr zwei Jahren in weiten Teilen unser Leben. Die daraus resultierenden Herausforderungen für Kultur, Zivilgesellschaft, Vereine, Gruppen, Einzelhandel, Gastronomen, Pflege- und Bildungspersonal, aber auch für jede und jeden einzelnen von uns sind immens. Dennoch verhalten wir Bambergerinnen und Bamberger uns in dieser Zeit umsichtig und solidarisch.
1. Mit der Unterzeichnung dieser Erklärung rufen wir alle Bambergerinnen und Bamberger, die das Impfangebot als wichtigsten Baustein im Kampf gegen das Virus bisher noch nicht angenommen haben, dazu auf, das nun zu tun.
2. Wir nehmen nicht hin, dass eine Gruppe politisch motivierter Menschen mit kruden Verschwörungstheorien und gezielten Fehlinformationen versucht, einen Keil in die Gesellschaft zu treiben. Wir verstehen uns als eine Gemeinschaft und wollen uns nicht spalten lassen.
3. Wir stellen uns klar gegen die allgemeine und pauschale Verurteilung von Menschen und wenden uns entschieden gegen antisemitisches und rechtes Gedankengut.
4. Wir rufen die Behörden dazu auf, die Einhaltung von Auflagen bei Versammlungen sicherzustellen und auch konsequent durchzusetzen. Jeder Person der Polizei- und Rettungskräfte danken wir in diesem Zusammenhang für ihren demokratischen und solidarischen Dienst.
5. Wir rufen alle Mitbürgerinnen und Mitbürger auf, ihre Teilnahme an Demonstrationen und „Spaziergängen“ abzusagen, wenn dort demokratiefeindliche oder rechtsextreme Meinungen durch Anwesenheit solcher Kräfte vertreten werden oder diese als Veranstalter auftreten.
6. Als Bambergerinnen und Bamberger stehen wir auch jetzt zusammen und treten für unsere gemeinsamen Werte ein, ohne andere Menschen in Gefahr zu bringen. Wir erheben unsere Stimme gegen Coronaleugnerinnen und -leugner und demokratiefeindliche und menschenverachtende Strömungen in der Gesellschaft.
7. Wir wollen mit unserer gemeinsamen Erklärung auch unseren tiefen Dank ausdrücken. Insbesondere das Personal in den Klinik- und Pflegeeinrichtungen leistet wichtige und harte Arbeit und rettet - oft ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit - unter diesen Extrembedingungen Leben.
8. Wir wollen mit dieser Erklärung auch unsere Solidarität mit denjenigen Gruppen unserer Gesellschaft ausdrücken, die unsere besondere Fürsorge benötigen. Nur wenn wir an einem Strang ziehen, können wir die Gefahren für vulnerable Gruppen wie ältere und kranke Menschen und die Belastungen durch Einschränkungen für junge Menschen und Kinder reduzieren.
9. Wir wissen, dass die Impfungen gegen Corona einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie leisten. Wir sehen uns als Teil der überwältigenden Mehrheit der Gesellschaft, die in die Wissenschaft vertraut und sich am wissenschaftlichen Diskurs und der aktuellen Faktenlage orientiert.
10. Wir Bambergerinnen und Bamberger halten in der Krise zusammen!
Die Erstunterzeichnerinnen und Erstunterzeichner:
Pauline Albrecht, Familienbeauftragte der Stadt Bamberg
Ekkehard Arnetzl, Kunsthistoriker & Gästeführer
Marcus Rudolf Axt, Intendant der Bamberger Symphoniker
Ellen Bambach-Taubenberger, Managementtrainerin & Coach
Heike Bauer-Banzhaf, Kommunikationstrainerin
Anne Baum, Lektorin
Prof. Dr. Wolfgang Brassat, Hochschullehrer
Wolfgang Budde, Arbeitsgemeinschaft der älteren Bürger Bambergs
Dr. Marco Depietri, Vorsitzender des Migrantinnen- und Migrantenbeirates der Stadt Bamberg
Reiner Dietz, Bürgerverein Mitte
Andrea Dittrich, Omas gegen rechts Bamberg
Mirjam Elsel, Bamberger Mahnwache Asyl
Xaver Frauenknecht, Vorsitzender des Vorstands der Sozialstiftung Bamberg
Heidi Friedrich, Kabarettistin
Axel Fritsch, Diplom-Sozialpädagoge
Michael Fröhlcke, Arzt
Jonas Glüsenkamp, Zweiter Bürgermeister der Stadt Bamberg & Sozialreferent
Sven Goller, Gastronom
Johannes Goth, Vorstand der Sozialstiftung Bamberg
Esther Gratz, Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie in der Stadt Bamberg
Christian Hader, Stadtrat GRÜNES BAMBERG
Wolfgang Heyder, Veranstalter und Sportler
Florian Herrnleben, Kabarettist
Dr. Dominik Jasinski, Arzt
Claudia John, Stadträtin Freie Wähler
Johann Kalb, Landrat des Landkreises Bamberg
Tanja Kinkel, Autorin
Dr. Christian Lange, Hochschullehrer & Altbürgermeister
Hans-Martin Lechner, Dekan des Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirkes Bamberg
Gregor Linz, Bürgerverein Untere historische Bergstadt, 1. Vorsitzender
Sebastian Linz, Gastronom
Nadine Luck, Journalistin & Autorin
Harry Luck, Journalist & Autor
Vera Mamerow, Stadträtin GRÜNES BAMBERG
Wolfgang Metzner, Dritter Bürgermeister der Stadt Bamberg
Matthias Neller, Bürgerverein Gartenstadt
Axel Nordmann, Unternehmer DER Radladen Bamberg
Roland Nowak
Jonas Ochs, Musiker BAMBÄGGA
Rainer Pfaff, Meister für Veranstaltungstechnik
Susanne Pisinger, Apothekerin
Thomas Pregl, Vorsitzender SPD Ellertal
Dr. Ina Quast, Ärztin
Britta Rainer, Anwältin
Prof. Dr. Marc Redepenning, Hochschullehrer
Arnd Rühlmann, Schauspieler & Entertainerin
Dr. Ludwig Schick, Erzbischof von Bamberg
Daniel Seniuk, Schauspieler E.T.A.-Hoffmann-Theater
Mitra Sharifi-Neystanak, Vorsitzende des Migrantinnen- und Migrantenbeirates der Stadt Bamberg
Ulrike Siebenhaar, Kulturreferentin der Stadt Bamberg
Andreas Starke, Oberbürgermeister der Stadt Bamberg
Ute Störiko, Freund statt fremd e.V.
Dr. Winfried Strauch, Ehem. Leiter Gesundheitsamt Bamberg
Hans Taubenberger, im Ruhestand
Christiane Toewe, Künstlerin
Helmut Vorndran, Autor
Sabine Weyermann, Geschäftsführende Gesellschafterin Weyermann Malz
Hayati Yilmaz, Gastronom
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Die Entscheidungsträger*innen
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Petition am 18. Januar 2022 erstellt