Fragestellungen der Bürger im Rahmen von “Infomarkt und Online-Beteiligung B523 Ortsumfahrung Villingen-Schwenningen (Lückenschluss)”
Fragestellung an das Regierungspräsidium (RP): Die Sanierung bisheriger Straßen und Investitionen für Bahn und Rad sind wichtiger und umweltfreundlicher als neue Straßen.
Antwort des RP: Es bestehe der gesetzliche/ politisch legitimierte Planungsauftrag zum Bau der Straße, da der Bund die „Erforderlichkeit des Lückenschlusses... untersucht und den sogenannten Vordringlichen Bedarf des BVWP 2030“ anerkannt habe. „Das NKV (Nutzen-Kosten-Verhältnis) wird im Rahmen der aktuellen Vorplanung... aktualisiert und geprüft. Um einen volkswirtschaftlichen Nutzen ... erzielen zu können, muss das NKV über 1,0 liegen.
Meinung der BI Nordzubringer Nein Danke: Im BVWP wird von Kosten in Höhe von rund 26 Mio. E und einem Nutzen-Kosten-Verhältnis von 3,1 ausgegangen. Nach neuesten Berechnungen liegt das Kostenvolumen bei über 100 Mio. € und das Nutzen-Kosten-Verhältnis liegt bei mageren 0,1 (= unwirtschaftlich). Auf die Aktualisierung sind wir sehr gespannt.
Fragestellung an das RP: Naherholungsgebiet für Einwohner in Haslach/Wöschhalde wird genommen
Antwort des RP: Ein Eingriff in das Naherholungs-gebiet Guggenbühl werde sich nicht vermeiden lassen. „Dabei wird das Naherholungsgebiet in seiner Funktion beeinträchtigt, ist jedoch grundsätzlich weiterhin nutzbar“. Eine Untersuchung dazu werde in der „Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) mit dem Schutzgut Mensch“ erfolgen.
Meinung der BI Nordzubringer Nein Danke: Die Formulierung „grundsätzlich weiterhin nutzbar“ gibt Aufschluss über die Gedankenwelt der Planer: Die Straße ist so wichtig, dass man diese kleineren Nachteile in Kauf nehmen muss.
Die weitere Analyse der Fragen und Antworten und unsere Einschätzung hierzu finden Sie auf unserer Homepage https://nordzubringer-nein-danke.de/aktuelles/