Hier nochmal zusammengefasst unsere Argumente und Forderungen gegen den Aus- und Weiterbau der B523.
B 523 Nein Danke - unsere Forderungen!
Unsere Forderungen werden von einer Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) gestützt, die im Jahr 2005 erstellt wurde.
Erhalt des Naherholungsgebiets für die Bewohner des Wohngebiets Haslach/Wöschhalde! Durch den Bau der Querspange, wird das größte Wohngebiet der Stadt Villingen-Schwenningen von Straßen eingekesselt sein, da die einzige freie Seite mit der B 523 geschlossen wird. Die nahegelegenen Wälder und Wiesen können von den Bewohnern nicht mehr zur Naherholung genutzt werden. Die Umweltverträglichkeitsstudie geht von einer hohen Trenn- und Isolationswirkung für den Menschen in seiner Erholungsfunktion aus.
Keine zusätzliche Lärmbelästigung! Durch die Nähe zum Wohngebiet ist mit erheblicher Lärmbelästigung zu rechnen. Je nach Trassenführung ist für Bereiche des Wohngebiets Haslach mit einer hohen oder gar sehr hohen Lärmbelastung zu rechen. Nachts gilt dies sogar für alle Varianten so die Umweltverträglichkeitsstudie
Schutz von Flora und Fauna! Im Bereich des Mönchsees müssen wertvolle ökologische Feuchtflächen zerstört werden, die unter Schutz stehen. Es gibt im Bereich der Trasse Hecken und Trockenwiesen mit seltenen Tieren und Pflanzen. Hier geht die Studie von einer mittleren bis sehr hohen Beeinträchtigung aus. Dies gilt für das Rebhuhn, die Wachtel und die Wanstschrecke. Und weiter heißt es in der Studie: „Es ist davon auszugehen, dass im unmittelbaren Trassenbereich kein ausreichender Ausgleich geschaffen werden kann“.
Keine Flächenversiegelung! Der Flächenverbrauch mit den besten Ackerböden der Stadt ist enorm. Insgesamt wird von einem Flächenverbrauch von ca. 20 Hektar ausgegangen. „Die mit der Flächenversiegelung verbundenen Beeinträchtigungen werden unter Berücksichtigung der Bedeutung der betroffenen Bodeneinheiten als mittel (ca. 2/3 der Fläche) bis hoch (ca.1/3 der Fläche) beurteilt.“ (UVS)
Schutz von Wald als CO2 Speicher! Ein großes zusammenhängendes Waldgebiet wird durchschnitten. Der Wald ist ein wichtiger CO2 Speicher und Trinkwasserlieferant. Pro Kubikmeter Holz wird ca. eine Tonne Kohlenstoff gebunden und somit der Atmosphäre entzogen.
Keine neuen Straßen! Ein Ausbau des Straßennetzes ist nicht zeitgemäß. Was soll der Ruf nach noch mehr Straßen, wenn die Vorhandenen schon nicht mehr unterhalten werden können. (Siehe Schlaglochpisten in ganz Villingen-Schwenningen). Der Bau der Autobahn 81 Stuttgart - Singen hat der hiesigen Wirtschaft wenig genützt, haben nicht genau nach dem Bau der BAB ganz viele Firmen hier geschlossen? (z.B. Kienzle, DUAL usw.). Anstatt die Straßeninfrastruktur auszubauen sollten Lokale Erzeuger stärker unterstützt werden.
Lokale Politik gegen den Klimawandel! Seit Jahren nehmen durch den Klimawandel (die letzten Jahre waren durchgehend zu warm) verursachte Naturkatastrophen (z.B. Überschwemmungen in Pakistan) zu. Jede versiegelte Fläche ist eine zu viel. Auch lokal muss jedes Versiegelungsprojekt kritisch betrachtet werden.
Verkehrswende jetzt! Die Verkehrswende muss jetzt beginnen. Die Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Villingen nach Rottweil und der Bau des zweiten Gleises der Gäubahn sind erheblich dringender als der Bau „Lückenschluss“ B 523. Ein Einführen des 49 € Tickets muss dazu führen, dass nicht nur dieses Modell gefördert wird sondern insgesamt in die vernachlässigte Bahninfrastruktur (Schiene, Digitalisierung, Anschaffung neuer Züge usw.) investiert wird.
Keine Verschwendung von Steuergeldern! Die Baukosten werden mit Sicherheit erheblich über dem ursprünglichen Rahmen liegen. Die Baukosten für die aktuell favorisierte Variante liegen bei geschätzten 49 Mio. Euro. Durch die Pandemie und den Ukraine Krieg und die damit verbundene Inflation müssen die Bürger (besonders einkommensschwache) entlastet werden. Der Staat muss an anderer Stelle sparen und der Verzicht auf den „Lückenschluss“ ist ein Beitrag dazu.
Bürgerintitiative B523 - Nein Danke