Wir wollen keine weiteren toten Biber in Iphofen

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"Der Biber steht unter Naturschutz, darf nur in Ausnahmefällen gejagt werden." Main Post 27.03.2019

Lange zählte der Biber zu den bedrohten Tierarten. Bis er jahrelang gejagt wurde, stand er noch lange auf der roten Liste. Vieles wurde getan, um den Biber wieder nach Bayern zu holen und seine Population zu fördern.

Doch nun scheint es genug Biber zu geben und so meinen einige Gemeinden dass ab sofort Schluss mit der Unterstützung ist. Individuell wird entschieden wann und wo der Biber existieren und leben darf.

So zum Beispiel in Iphofen. Innerhalb von einem Jahr wurden dort durch Ausnahmegenehmigungen zwei Biber mit einer Falle am Stadtsee gefangen, auf ein nahe gelegenes Feld transportiert, dort erschossen.

Nun erhielt die Stadt Iphofen wieder eine Ausnahmegenehmigung.

Derzeit stehen wieder zwei Fallen in Iphofen. Eine Falle steht direkt am See in der Nähe des Spielplatzes, die andere Falle steht am Herrengraben am Bach. Hierzu hatten wir eine Mahnwache abgehalten mit Zeitung und Radio. Leider hat sich nichts geändert! Die Falle darf laut Ausnahmegenehmigung bis Mitte März stehen bleiben und jeder gefangene Biber darf wieder erschossen werden.

Wir müssen jetzt handeln und Maßnahmen treffen, denn auch laut Bund Naturschutz "ist Vorbeugung von möglichen Schäden nur durch sinnvolle Planung/Maßnahmen möglich."

Einige Schäden die durch den Biber verursacht werden können:
Überschwemmte Wiesen, Biberfrass in Mais- oder Zuckerrübenfelder, gefällte Uferbäume, eingebrochene Böden, verstopfte Zu- oder Abflüsse, Aggressive Tiere

Verständlicher Weise verärgert dies Betroffene.

Aber wir müssen nach Lösungen suchen mit denen Stadt, Betroffene - aber auch der Biber leben kann - im Fall des Bibers überleben kann.

Der Biber bringt auch Vorteile mit sich:

Artenvielfalt, Naturschützer, sich vergrößernde Fischdichte, Entstehung neuer Lebensräume, Sauerstoffgehalt in den Gewässern steigt, der Wasserabfluss verzögert sich, Hochwasserschutz

Es gibt Biber Berater, ein Biber Management und zahlreiche Ideen, wie das Leben von Mensch und Biber in einer friedlichen Nachbarschaft möglich wäre. Wurden zahlreiche Maßnahmen unternommen? Wurden Fachleute hinzugezogen und ernsthaft über Möglichkeiten/ Lösungen oder gar Alternativen diskutiert oder war es doch einfacher und kostengünstiger ein Tier zu beseitigen? Die Finanzen entscheiden, ob ein bedrohtes Tier leben darf oder nicht - Und das in einem finanzstarken Iphofen.


Ausnahmegenehmigungen sind keine Dauerlösung.

So fordern wir:

  • Installation eines dauerhaften Bibermanagements
  • Beratung durch Biberexperten und -beratern des BUND
  • Keine weitere Ausnahmegenehmigung, die das Töten der Biber erlaubt

Quelle: Bund Naturschutz