Armut verhindern - Armut bekämpfen - Jetzt handeln

Das Problem

Sehr geehrte Frau Badum
sehr geehrter Herr Silberhorn,
sehr geehrter Herr Schwarz,

wir sind politisch denkende Menschen, die in Bamberg leben und tagtäglich sehen, welche zunehmenden Auswirkungen die Corona-Pandemie auf die unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen hat. Die Armutsqoute im Regierungsbezirk Oberfranken liegt aktuell bei 15,8 %. Wir sehen akuten Handlungsbedarf, um die weitere Ausbreitung der Armut bei Rentner*innen, Eltern, Beschäftigten, Aufstocker*innen, Frauen, Erwerbslosen und Kindern zu verhindern und die bestehende Armut zu bekämpfen. Jetzt muss gehandelt werden!

Die finanzielle Belastung hat in allen Bereichen der Bevölkerung massiv zugenommen. Wir wollen die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommunen aufrecht erhalten und wenden uns daher an Sie als gewählten Bundestagsabgeordneten, um diejenigen Möglichkeiten aufzugreifen, die sich Ihnen auf Bundesebene unmittelbar eröffnen. Wir fordern Sie daher auf, in den nachfolgenden Punkten unverzüglich zu handeln und den Betroffenen niederschwellige Zugänge zu Hilfen zu gewährleisten!

Allgemeine Forderungen
Wir fordern, dass Banken in Zeiten von Corona einen kostenfreien oder kostengünstigen Dispositionskredit zur Verfügung stellen. Wucherzinsen von teils deutlich über 10 % müssen der Vergangenheit angehören und stellen viele Bürger*innen vor ein zusätzliches finanzielles Risiko. Die derzeitige Niedrigzinsphase rechtfertigt diese hohen Zinssätze keinesfalls. Wir bitten Sie zudem, auf angemessene Kontoführungsgebühren hinzuwirken. 

Nach wie vor werden bundesweit Stromsperren als gängiges Mittel genutzt, um auf Zahlungsrückstände zu reagieren. Dies ist insbesondere zu Corona-Zeiten und mit Blick auf den nahenden Winter in keinster Weise vertretbar. Wir fordern daher einen sofortigen Stopp von Stromsperren.

Wir bitten Sie, die Regelung bei Mietrückständen, wie sie bis August praktiziert wurde, zu verlängern. Niemand darf aus seiner Wohnung gekündigt werden, nur weil die Miete derzeit nicht bezahlbar ist. Somit schützt man Menschen vor einer drohenden Obdachlosigkeit. Zusätzlich verlangen wir, dass Vermieter*innen die derzeitig verlangten Mieten nicht erhöhen dürfen. Somit wird sichergestellt, dass die Bürger*innen vor einer zusätzlichen finanziellen Belastung geschützt werden.

Unsere Forderungen für Familien und Kinder
Zusätzlich möchten wir Sie dringend bitten, die Länder nochmals dazu aufzurufen, die Gelder aus dem Digitalpakt auch tatsächlich abzurufen. Damit kann unbürokratisch Familien aus ärmeren Verhältnissen ein digitales Endgerät zur Verfügung gestellt werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass diese Kinder in Zeiten von Distanzunterricht nicht abgehängt werden und eine neue Quelle von Armut entsteht.

Durch den hohen Ausfall von Präsenzunterricht sind insbesondere die Kinder aus ärmeren Familien schulisch abgehängt. Daher ist es unumgänglich, das Bildungs- und Teilhabepaket sowohl finanziell als auch inhaltlich massiv zu stärken. Nur durch adäquate Förderung kann es noch gelingen, diesen Kindern zu ihrem Recht auf Bildung zu verhelfen.

Forderungen für Kurzarbeiter*innen
Die Kurzarbeit ist für viele Beschäftigte in der Coronakrise zur Dauerbelastung geworden, welche sie in eine finanziell prekäre Lage bringt und zu einer massiven psychischen Belastung führt. Daher fordern wir die Erhöhung des Kurzarbeitergeldes auf 90 % des Gehalts. Das ist keine utopische Forderung: Auch in Österreich beträgt das Kurzarbeitergeld 90 %. Die Einbußen im bisherigen Kurzarbeitergeld sind gerade für ärmere Familien und Beschäftigte im Niedriglohnsektor gravierend und auf Dauer nicht stemmbar. Die Tatsache, dass für Beschäftigte auf 450 €-Basis kein Kurzarbeitergeld gezahlt wird, treibt gerade die gestiegene Zahl an Multijobbern in die Armut. Hier muss dringend nachgebessert werden!

Mindestlohn
Wir fordern die sofortige Erhöhung des gesetzlich flächendeckenden Mindestlohns auf 13 € pro Stunde. Auch hier lohnt ein Vergleich mit dem europäischen Ausland. Die Bürger*innen in Luxemburg können auf einen Mindestlohn von 12,38 € setzen. Zudem hat der Mindestlohn in besagter Höhe positive Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft. Millionen Menschen können hierzulande deutlich mehr konsumieren. Auch die Auswirkungen auf die Rente sind spürbar. Um im Rentenalter nicht zum Bittsteller beim Staat zu werden, benötigt man einen Vollzeitjob mit mindestens 12 Euro Bruttolohn in der Stunde und einen Einzahlungszeitraum in die gesetzliche Rentenversicherung von über 40 Jahren. Niedrigere Stundenlöhne führen automatisch zur Armutsrente. Auch der Staat profitiert von der Anhebung des Mindestlohns: Die Sozialkassen werden durch höhere Beitragszahlungen gestärkt. 

Forderungen für Erwerbslose
Der Arbeitsmarkt ist zu Zeiten von Corona äußerst angespannt. Die Unternehmen fahren eine vorsichtigere Personalpolitik und für Erwerbslose ist es entsprechend schwer bis unmöglich, derzeit in Arbeit zu kommen. Daher ist es aus unserer Sicht unumgänglich für alle Erwerbslosen den Bezugszeitraum von ALG I auf 24 Monate zu erhöhen. So kann die Abwärtsspirale für die Betroffenen unterbrochen werden und aktiv Armut verhindert werden.

Besonders betroffen von Armut in Zeiten von Corona sind Hartz IV-Empfänger*innen. Wir fordern in Pandemiezeiten einen monatlichen Zuschlag von 200 Euro auf den regulären Hartz IV-Satz. Zudem muss gewährleistet werden, dass Sanktionen mindestens für diesen Zeitraum ausgesetzt werden. 

Wir fordern Sie auf, für diese durchaus kostspieligen Forderungen alte Denkmuster abzulegen und diejenigen in unserer Gesellschaft am Erhalt des Sozialstaates zu beteiligen, die von dieser Krise profitieren. Darüber hinaus geben wir zu bedenken, dass es für den Staat umso teurer wird, wenn jetzt nicht gehandelt wird. Wir nehmen an, dass es auch in Ihrem Interesse liegt, den sozialen Frieden in Deutschland zu erhalten. Apelle an den gesellschaftlichen Zusammenhalt reichen dafür nicht aus. Finanzminister Olaf Scholz stellte klar: "Wenn es nötig werden sollte, können wir noch mal nachlegen" (Zeit, 12.11.2020). Ja, es ist nötig! Im Sinne der Betroffenen hoffen wir, dass Sie diese Forderungen in den aktuellen Diskurs mit einbringen und freuen uns über eine zeitnahe Rückmeldung Ihrerseits. Die Armut wartet nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Paul Lehmann

Leonie Pfadenhauer

Felix Heinrich

 

Diese Petition hat 763 Unterschriften erreicht

Das Problem

Sehr geehrte Frau Badum
sehr geehrter Herr Silberhorn,
sehr geehrter Herr Schwarz,

wir sind politisch denkende Menschen, die in Bamberg leben und tagtäglich sehen, welche zunehmenden Auswirkungen die Corona-Pandemie auf die unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen hat. Die Armutsqoute im Regierungsbezirk Oberfranken liegt aktuell bei 15,8 %. Wir sehen akuten Handlungsbedarf, um die weitere Ausbreitung der Armut bei Rentner*innen, Eltern, Beschäftigten, Aufstocker*innen, Frauen, Erwerbslosen und Kindern zu verhindern und die bestehende Armut zu bekämpfen. Jetzt muss gehandelt werden!

Die finanzielle Belastung hat in allen Bereichen der Bevölkerung massiv zugenommen. Wir wollen die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommunen aufrecht erhalten und wenden uns daher an Sie als gewählten Bundestagsabgeordneten, um diejenigen Möglichkeiten aufzugreifen, die sich Ihnen auf Bundesebene unmittelbar eröffnen. Wir fordern Sie daher auf, in den nachfolgenden Punkten unverzüglich zu handeln und den Betroffenen niederschwellige Zugänge zu Hilfen zu gewährleisten!

Allgemeine Forderungen
Wir fordern, dass Banken in Zeiten von Corona einen kostenfreien oder kostengünstigen Dispositionskredit zur Verfügung stellen. Wucherzinsen von teils deutlich über 10 % müssen der Vergangenheit angehören und stellen viele Bürger*innen vor ein zusätzliches finanzielles Risiko. Die derzeitige Niedrigzinsphase rechtfertigt diese hohen Zinssätze keinesfalls. Wir bitten Sie zudem, auf angemessene Kontoführungsgebühren hinzuwirken. 

Nach wie vor werden bundesweit Stromsperren als gängiges Mittel genutzt, um auf Zahlungsrückstände zu reagieren. Dies ist insbesondere zu Corona-Zeiten und mit Blick auf den nahenden Winter in keinster Weise vertretbar. Wir fordern daher einen sofortigen Stopp von Stromsperren.

Wir bitten Sie, die Regelung bei Mietrückständen, wie sie bis August praktiziert wurde, zu verlängern. Niemand darf aus seiner Wohnung gekündigt werden, nur weil die Miete derzeit nicht bezahlbar ist. Somit schützt man Menschen vor einer drohenden Obdachlosigkeit. Zusätzlich verlangen wir, dass Vermieter*innen die derzeitig verlangten Mieten nicht erhöhen dürfen. Somit wird sichergestellt, dass die Bürger*innen vor einer zusätzlichen finanziellen Belastung geschützt werden.

Unsere Forderungen für Familien und Kinder
Zusätzlich möchten wir Sie dringend bitten, die Länder nochmals dazu aufzurufen, die Gelder aus dem Digitalpakt auch tatsächlich abzurufen. Damit kann unbürokratisch Familien aus ärmeren Verhältnissen ein digitales Endgerät zur Verfügung gestellt werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass diese Kinder in Zeiten von Distanzunterricht nicht abgehängt werden und eine neue Quelle von Armut entsteht.

Durch den hohen Ausfall von Präsenzunterricht sind insbesondere die Kinder aus ärmeren Familien schulisch abgehängt. Daher ist es unumgänglich, das Bildungs- und Teilhabepaket sowohl finanziell als auch inhaltlich massiv zu stärken. Nur durch adäquate Förderung kann es noch gelingen, diesen Kindern zu ihrem Recht auf Bildung zu verhelfen.

Forderungen für Kurzarbeiter*innen
Die Kurzarbeit ist für viele Beschäftigte in der Coronakrise zur Dauerbelastung geworden, welche sie in eine finanziell prekäre Lage bringt und zu einer massiven psychischen Belastung führt. Daher fordern wir die Erhöhung des Kurzarbeitergeldes auf 90 % des Gehalts. Das ist keine utopische Forderung: Auch in Österreich beträgt das Kurzarbeitergeld 90 %. Die Einbußen im bisherigen Kurzarbeitergeld sind gerade für ärmere Familien und Beschäftigte im Niedriglohnsektor gravierend und auf Dauer nicht stemmbar. Die Tatsache, dass für Beschäftigte auf 450 €-Basis kein Kurzarbeitergeld gezahlt wird, treibt gerade die gestiegene Zahl an Multijobbern in die Armut. Hier muss dringend nachgebessert werden!

Mindestlohn
Wir fordern die sofortige Erhöhung des gesetzlich flächendeckenden Mindestlohns auf 13 € pro Stunde. Auch hier lohnt ein Vergleich mit dem europäischen Ausland. Die Bürger*innen in Luxemburg können auf einen Mindestlohn von 12,38 € setzen. Zudem hat der Mindestlohn in besagter Höhe positive Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft. Millionen Menschen können hierzulande deutlich mehr konsumieren. Auch die Auswirkungen auf die Rente sind spürbar. Um im Rentenalter nicht zum Bittsteller beim Staat zu werden, benötigt man einen Vollzeitjob mit mindestens 12 Euro Bruttolohn in der Stunde und einen Einzahlungszeitraum in die gesetzliche Rentenversicherung von über 40 Jahren. Niedrigere Stundenlöhne führen automatisch zur Armutsrente. Auch der Staat profitiert von der Anhebung des Mindestlohns: Die Sozialkassen werden durch höhere Beitragszahlungen gestärkt. 

Forderungen für Erwerbslose
Der Arbeitsmarkt ist zu Zeiten von Corona äußerst angespannt. Die Unternehmen fahren eine vorsichtigere Personalpolitik und für Erwerbslose ist es entsprechend schwer bis unmöglich, derzeit in Arbeit zu kommen. Daher ist es aus unserer Sicht unumgänglich für alle Erwerbslosen den Bezugszeitraum von ALG I auf 24 Monate zu erhöhen. So kann die Abwärtsspirale für die Betroffenen unterbrochen werden und aktiv Armut verhindert werden.

Besonders betroffen von Armut in Zeiten von Corona sind Hartz IV-Empfänger*innen. Wir fordern in Pandemiezeiten einen monatlichen Zuschlag von 200 Euro auf den regulären Hartz IV-Satz. Zudem muss gewährleistet werden, dass Sanktionen mindestens für diesen Zeitraum ausgesetzt werden. 

Wir fordern Sie auf, für diese durchaus kostspieligen Forderungen alte Denkmuster abzulegen und diejenigen in unserer Gesellschaft am Erhalt des Sozialstaates zu beteiligen, die von dieser Krise profitieren. Darüber hinaus geben wir zu bedenken, dass es für den Staat umso teurer wird, wenn jetzt nicht gehandelt wird. Wir nehmen an, dass es auch in Ihrem Interesse liegt, den sozialen Frieden in Deutschland zu erhalten. Apelle an den gesellschaftlichen Zusammenhalt reichen dafür nicht aus. Finanzminister Olaf Scholz stellte klar: "Wenn es nötig werden sollte, können wir noch mal nachlegen" (Zeit, 12.11.2020). Ja, es ist nötig! Im Sinne der Betroffenen hoffen wir, dass Sie diese Forderungen in den aktuellen Diskurs mit einbringen und freuen uns über eine zeitnahe Rückmeldung Ihrerseits. Die Armut wartet nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Paul Lehmann

Leonie Pfadenhauer

Felix Heinrich

 

Die Entscheidungsträger*innen

Andreas Schwarz
Beantwortet
Herzlichen Dank, dass Sie sich mit ihrer Petition für den Kampf gegen Armut aussprechen. Ich verschreibe mein Handeln als Bundestagsabgeordneter ebenfalls diesem Grundsatz und richte meine Entscheidungen danach aus. Die Corona-Pandemie stellt nicht nur unser Gesundheitssystem auf eine harte Belastungsprobe, sondern betrifft die gesamte Gesellschaft, Arbeitswelt und Volkswirtschaft. Mehr denn je muss Politik alle eingeleiteten Maßnahmen hinterfragen und getroffene Entscheidungen ständig überprüfen. Ich bin mir sicher, dass wir mit diesem Ansatz Erfolg haben und mittelfristig wieder zu mehr Normalität zurückkehren. Ich kann Ihnen mitteilen, dass viele Ihrer Vorschläge bereits Beschlusslage der Bundes-SPD sind und im politischen Berlin diskutiert werden. An der Seite meiner Kolleginnen und Kollegen der SPD-Bundestagsfraktion setze ich mich In der Regierungskoalition weiterhin dafür ein, dass Familien, Alleinlebende, Rentnerinnen und Rentner, Pflegende, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Unternehmen, Selbstständige und Erwerbslose diese Krise bestmöglich überstehen. Mit nachhaltigen und passgenauen Investitionen in Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft werfen wir bewusst einen Blick auf die Zeit nach Corona und halten damit an wichtigen Zielen unserer Politik fest. Ein flexibleres Elterngeld, die Erhöhung des Kindergeldes, Investitionen in Arbeitsplätze und Innovation oder die kommende Grundrente sind hier aktuelle Beispiele. Foto: Andreas Schwarz
Lisa Badum
Beantwortet
Es ist ein sozialpolitisches Trauerspiel, dass sich die Armutsquote seit Jahren auf hohem Niveau verfestigt und im Jahr 2019 sogar auf den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung gestiegen ist. Schon jetzt wird sichtbar, dass die Corona-Pandemie vor allem Einkommensschwache trifft und die Armutsentwicklung weiter befeuern wird, wenn die Bundesregierung nicht schnell gegengesteuert. Wir Grünen fordern schon lange die Einführung einer Kindergrundsicherung und einer Garantierente, da Erwerbstätige, Alleinerziehende und Menschen in der Grundsicherung besonders gefährdet sind - was uns auch im Zuge der Pandemie drastisch vor Augen geführt wurde. Eine verlässliche Existenzsicherung ist deshalb dringend geboten. Auch wollen wir Hartz IV überwinden und durch eine sanktionsfreie Garantiesicherung ersetzen, die Teilhabe sicherstellt und die Gesellschaft gerechter macht. Es braucht jetzt aber auch Sofortmaßnahmen wie die rasche Einführung eines Corona-Zuschusses in der Grundsicherung und eine bessere Absicherung von Solo-Selbständigen und Kulturschaffenden - wozu wir Grünen ein umfassendes Maßnahmepaket erarbeitet haben und vorschlagen. So können soziale Härten der Pandemie zeitnah abgefedert werden. Die Bundesregierung muss ihre Verweigerungshaltung endlich aufgeben: Armutsbekämpfung muss zur politischen Priorität werden! Es muss außerdem einen Automatismus von Wirtschaftshilfen geben, die gesteigert werden und abrufbar sein müssen. Wie es richtig in der Petition heißt: Wenn wir jetzt ausreichend Geld in die Hand nehmen, können Existenzen gerettet und noch höhere ökonomische Lasten, die zweifelsohne nach einem Ende dieser Pandemie anstehen würden, abgefedert und Menschen ein Stück Zuversicht wiedergegeben werden. Insbesondere für Soloselbstständige muss klar sein: Solange sie nicht arbeiten dürfen, sollen sie einen selbstverständlichen Anspruch auf Hilfen haben, ohne sich in ihrer Ungewissheit von Monat zu Monat hangeln zu müssen. Minijobber*innen, die in der Gastronomie arbeiten oder bei der Organisation von Kulturveranstaltungen aushelfen, sind die ersten, die in Zeiten einer Krise vor die Tür gesetzt werden und gleichzeitig sind sie diejenigen, die von keiner einzigen Maßnahme profitieren, die die Bundesregierung aufgrund der Corona-Krise aufgelegt hat. Kurzarbeitergeld können sie nicht bekommen, da sie nicht sozialversicherungspflichtig arbeiten. Finanzielle Hilfen stehen ihnen nicht zu, da sie nicht selbständig arbeiten. Eine Reform der Minijobs ist daher dringend überfällig! Durch die Corona-Pandemie werden gerade soziale Ungerechtigkeiten - auch in der Bildung - weiter verstärkt und es braucht dringend Maßnahmen, um diese ausgleichen zu können! Ich unterstütze diese Petition daher und hoffe, dass sie kommunal und auch darüber hinaus Wirkung zeigt und Menschen, die die Auswirkungen der Corona-Pandemie am härtesten spüren, endlich gerecht und ausreichend unterstützt werden! Foto: Lisa Badum
Thomas Silberhorn
Thomas Silberhorn
MdB

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