Stop the new Armenian genocide

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Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

angesehene Mitglieder des Europäischen Parlaments,

sehr geehrte Mitglieder des Berliner Senats!

Am 27. September nahm Aserbaidschan unter Verletzung der Resolutionen des UN-Sicherheitsrates wieder Kampfhandlungen gegen das armenische Volk in Berg-Karabach auf. Seitdem haben die Angriffe nicht aufgehört.

Bewohnte Siedlungen, Wohnhäuser, Schulen und mit Verletzten belegte Krankenhäuser werden bombardiert. Die Beschießungen werden mit von der internationalen Gemeinschaft geächteten Waffen durchgeführt, über die von Journalisten, die die Kriegsschauplätze besuchen, wiederholt berichtet wurde.

Eine alte Kirche in der Stadt Schuschi wurde mit zwei Raketen beschossen, die sie vollständig zerstörten. Es befanden sich russische Journalisten in dem sakralen Gebäude, von denen einer durch den Angriff schwer verletzt wurde.

Aserbaidschan verfügt weder über Streubomben noch F-16-Kampfflugzeuge. Seit Beginn der Ereignisse hat die Türkei nicht verheimlicht, dass sie direkt an diesem Krieg beteiligt ist, sowohl durch die Lieferung von Waffen als auch durch die Bereitstellung ihrer Militärexperten. Viele internationale Medien haben die Tatsache der Teilnahme der Türkei an diesem Krieg erwähnt, einige sprechen bereits direkt über eine türkische Aggression gegen Armenien, insbesondere "The Guardian" in seiner Ausgabe vom 13. Oktober 2020.

Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf - und internationale Journalisten schreiben zunehmend darüber - dass die Türkei Terroristen verschiedener verbotener Organisationen an die Front bringt.

De facto haben zwei Länder mit 10 Millionen bzw. 80 Millionen Einwohnern eine Region mit 160.000 Einwohnern angegriffen. Sie setzten Terroristen als Söldner ein, was in vielen Artikeln westlicher Medien bestätigt wird. Nur Armenien mit seinen 2,5 Millionen Einwohnern, das über keine modernen Waffen verfügt und von keinem anderen Land Unterstützung erhält, hilft dieser Region.

Dass es sich bei diesem Krieg um einen terroristischen Krieg handelt, zeigt nicht nur die anhaltende Beschießung ziviler Gebäude, sondern belegt auch die Tatsache, dass aserbaidschanische Spezialeinheiten, als es ihnen gelang, für einige Zeit in die Stadt Hadrut einzudringen, dort eine unbewaffnete Mutter mit einem behinderten Kind töteten, die sich wegen der Einschränkungen ihres Kindes im Teenageralter nicht in einem Luftschutzkeller verstecken konnte.

Die gesamte Situation zeigt leider, dass wir mit einem drohenden Genozid an der armenischen Bevölkerung in Berg-Karabach konfrontiert sind. Vor hundert Jahren, im Jahr 1921, wurde diese Region, die seit der Antike eine Provinz Armeniens war und fast 100% armenische Bevölkerung hatte, willkürlich von den Bolschewiki an das sowjetische Aserbaidschan übergeben. Diese geschah unmittelbar nach einem Massaker, das von Aserbaidschanern in Schuscha, der damaligen Hauptstadt von Karabach, verübt wurde, bei dem die gesamte armenische Bevölkerung der Stadt getötet und vertrieben und ihre armenischen Viertel vollständig niedergebrannt wurden.

In den folgenden Jahren der Zugehörigkeit von Karabach zu Sowjet-Aserbaidschan gab es eine zielgerichtete Politik der Aserbaidschanisierung und Entarmenisierung der Region, wodurch der Anteil der Aserbaidschaner an der Bevölkerung von 6 % im Jahr 1926 auf 23 % im Jahr 1979 anstieg.

Nachdem die Bevölkerung von Karabach 1988 friedlich und gesetzeskonform einen Antrag gestellt hatte, als Region an Armenien angegliedert zu werden, initiierte Baku eine Kampagne von Pogromen, Massakern und ethnischen Säuberungen, die es Armeniern und Aserbaidschanern objektiv unmöglich gemacht haben, in einem Staat zu leben.

Derzeit leben keine Armenier außerhalb der von der Selbstverteidigungsarmee der Region Karabach kontrollierten Gebiete, und die Armenier fürchten zu Recht, dass sie im Falle eines Sieges Aserbaidschans vollständig von ihrem angestammten Land vertrieben werden.

Wir bitten Sie, das Gemetzel zu beenden und zu verhindern, dass die Türkei und Aserbaidschan den Völkermord an den Armeniern, der vor hundert Jahren begann, zu Ende zu führen.

Früher schien der Völkermord an den Armeniern durch die Türkei möglich gewesen zu sein, weil die Zivilisation schwach war. Heutzutage beobachten wir mit Schrecken die Wiederholung der Geschichte: Alle zivilisierten Länder wenden ihre Augen ab und beruhigen sich dadurch, dass es sich nicht um einen drohenden Völkermord, sondern um einen kleinen regionalen Krieg handelt.

Nein: Leider ist es ein Krieg, an dem Terroristen und international verbotene Waffen beteiligt sind.

Bitte, lassen sie diesen Krieg nicht aus den Augen! Stoppen Sie diesen Terrorismus, stoppen Sie den drohenden Völkermord an den Armeniern!

Mit Hoffnung auf Deutschland als einem zivilisierten Land, das aus eigener Erfahrung gelernt hat, welche Katastrophen durch Schweigen und fehlende Anteilnahme verursacht werden können.

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Dear Madam Chancellor,

Respected Members of the European Parliament,

Dear Members of Berliner Senate,

On 27th of September Azerbaijan started a military assault on Armenian population of Nagorno-Karabagh, violating the Resolutions of the UN Security Council. The attacks have not ceased to date.

Populated settlements, houses, schools and hospitals full of injured people have been bombed. The shelling has been carried out using internationally banned weapons (cluster bombs) and has since been repeatedly reported by journalists from the targeted areas.

An ancient cathedral in the city of Shushi was bombed twice and severely damaged. At the time of bombing Russian reporters were present in the church and one of them was heavily injured.

Azerbaijan does not dispose of cluster bombs or F-16 fighter jets. Since the beginning of the military operation Turkey has openly stated that it takes part in this war by supplying Azerbaijan with weapons as well as sending its military experts to Azerbaijan. The international media has already mentioned the participation of Turkey in the war, some have spoken plainly about Turkish aggression against Armenia, e.g. the October 13 issue of “The Guardian”.

In addition, there are proofs (the international journalists write increasingly about) that Turkey brings to the frontline terrorists from various banned organisations.

In fact, two states with 10 M and 80 M population each, have attacked a region with a 160,000 population. They are using terrorist mercenaries, the fact, which has been reported many times in the Western media. Only Armenia with its 2,5 M population and without any modern weapons and support from any other state is helping this region.

It is obvious that this is a terrorist war. Azerbaijan constantly shells the civilian buildings; when the azerbaijani special units temporarily penetrated into the town of Hadrut, they killed ruthlessly an unarmed mother with her handicapped teenager, who did not manage to hide in the bombshelter because of the child’s handicap.

The overall situation, unfortunately, makes it clear that we are dealing with a threat of the genocide of the Armenian population of Nagorno-Karabagh. 100 years ago, in 1921, this region which since the antiquity has been a province of Armenia and was inhabited almost entirely by Armenians, has been handed over to the Soviet Azerbaijan by an arbitrary decision of Bolsheviks. This happened immediately after a massacre perpetrated by Azerbaijani in Shushi, the capital of Karabagh at that time. The entire Armenian population of the city has been killed and evicted and the Armenian quartier was set on fire.

In the following years the Soviet Azerbaijan carried out the policy of intentional azerbaijanisation and dearmenisation of the region resulting in the increase of Azerbaijani population from 6% in 1926 to 23% in 1979 in Nagorno-Karabagh.

In 1988 the people in Karabagh peacefully and in full compliance with the Soviet law in effect applied for joining Armenia. In response, Baku initiated pogroms, massacres and ethnic cleansing making it objectively impossible for Armenians to live together with Azerbaijani in a common state.

Today, no Armenians live outside of the Nagorno-Karabagh region controlled by its self defence Army, and the Armenians have a valid concern that in the case of succeeding in the war Azerbaijan will force them out from the entire land.

We are asking you to stop the slaughter and to prevent Turkey and Azerbaijan from completing the genocide of Armenians which began 100 years ago.

In the past the Armenian Genocide perpetrated by Tukrey seemed to be possible because the civilization was week. Today, we are watching the history to repeat itself: all civilized states are averting their eyes and contenting themselves with the thought that this is not a threat of a genocide but a little regional war.

No, unfortunately, this is a war in which terrorists are participating and internationally banned weapons are being used.

Please, do not ignore this war! Stop the terrorism, stop the genocide threatening the Armenians!

Looking with hope on Germany as a civilized state which from its own experience has learned which disasters the silence and netrality can cause.

 

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Уважаемая госпожа бундесканцлерин,

уважаемые депутаты европейского парламента,

уважаемые члены берлинского сената!

27 сентября Азербайджан  в нарушение резолюций СБ ООН возобновил военные действия против армянского народа Арцаха(Нагорный Карабах), с тех пор по нынешнее время бомбежки не прекращаются.

Бомбят населенные пункты, жилые здания, школы, больницы с ранеными. Бомбят запрещенным международным сообществом оружием, о чем не раз писали журналисты, побывавшие на месте событий.

Два раза запустили ракету в старинную церковь в городе Шуши, полностью разрушив ее. Во второй раз в храме находились российские журналисты, один из которых был тяжело ранен вследствие удара.

У Азербайджана нет кассетных бомб, и самолетов F-16, и Турция с самого начала событий не скрывает, что принимает непосредственное участие в этой войне, как поставкой оружия, так и поставкой своих военных специалистов. Многие мировые СМИ признали факт участия Турции в этой войне, некоторые уже пишут непосредственно о турецкой агрессии по отношению к Армении, в частности, "The Gardian" от 13 октября.

Более того, уже имеются доказательства и международные журналисты все чаще пишут о том, что Турция поставляет на фронт террористов из различных запрещенных организаций.

Фактически, две страны с 10-миллионным  и 80-миллионным населением напали на область с 160-тысячным населением, прибегнув к помощи наемников-террористов (есть множество статей в западных СМИ, подтверждающих наличие наемников в этой войне на турецко-азербайджанской стороне) и помогает этой области лишь Армения с 2,5-миллионным населением, не имеющая современного вооружения и не получающая никакой помощи ни от какой другой страны.

Что война эта террористическая, показывают не только непрекращающиеся бомбежки гуманитарных зданий, но и тот факт, что когда азербайджанскому спецназу удалось проникнуть на некоторое время в город Гадрут, они убили там безоружную мать с ребенком-инвалидом, которые не успели спрятаться в бомбоубежище из-за ограниченных возможностей мальчика-подростка.

Вся предыдущая история показывает, к сожалению, что речь идет о геноциде армянского населения в Арцахе (Нагорном Карабахе).  Сто лет назад, в 1921 году, эта область, эта область, издревле составлявшая провинцию Армении и всегда имевшая почти 100% армянское население, была произвольно передана большевиками Советскому Азербайджану.

Это произошло сразу же после жесткой резни, устроенной азербайджанцами в тогдашней столице Карабаха - Шуше, где были убито и изгнано все армянское население города и полностью сожжены его армянские кварталы. В последующие годы нахождения в Советском Азербайджане проводилась целенаправленная политика азербайджанизации и деармянизации края, в результате которой численность азербайджанцев в составе населения НКАО выросла с 6% в 1926 году до 23% в 1979 году.

После того, как в 1988 году население НКАО мирно и законно выдвинуло просьбу о переподчинении стать областью Армении, со стороны Баку началась кампания погромов, резни и этнических чисток армян, которая сделала объективно невозможным проживанием армян и азербайджанцев в одном государстве.

В настоящее время за пределами районов, контролируемых Армией Самообороны НКР, не проживает ни одного армянина, и армяне справедливо опасаются, что в случае победы Азербайджана они будут полностью вычищены со своей древней земли.

Просим вас остановить эту бойню, не дать Турции и Азербайджану завершить геноцид армян, начатый сто лет назад.

Ранее казалось, что геноцид армян Турцией был возможен потому, что цивилизация была слаба. Но в наши дни мы с ужасом наблюдаем повторение истории: все цивилизованные страны отводят глаза, успокаивая себя тем, что это не геноцид, а небольшая региональная война.

Нет, к сожалению, это война, с привлечением террористов и запрещенного мировым сообществом оружия.

Пожалуйста, не отводите глаза! Остановите этот терроризм, остановите геноцид армян!

С надежой на Германию, как на цивилизованную страну, на своем опыте познавшую, к какой катастрофе может привести всеобщее молчание и игнорирование.

 

Nune Barsegjan, Schriftstellerin

 

Swetlana Alexijewitsch, Schriftstellerin, Nobelpreisträgerin

Wladimir Sorokin,  Schriftsteller

Wladimir Kaminer, Schriftsteller

Olga Kaminer, Schriftstellerin

Sergej Newski, Komponist

Natalia Pschenitschnikova, Musikerin

Rita Kabakova, Fotografin

Pavel Shechtman, Publizist, politischer Emigrant

Vitalij Dikson, Schriftsteller

Irina Orlova, Künstlerin

Larissa Belzer, Soziologin

Maxim Atayants,  Architekt

Igor Manannikov , Philosopher

Michael Rosenblum, Physiker, Hochschullehrer

Grigory Benevich, Literat

Sergey Loesov, Philologist

Ksenya Agalli, translator, editor

Lev Rosliakov, Mathematiker

Mayya Ashinyants, Künstlerin, Grafikdesignerin

Irina Kholodna, Fotografin

Inna Vyshemirskaya, Soziologin

Grigorij (Lourié),  Bischof der russischen unabhängigen orthodoxen Kirche

Ignatij (Duschein), Bischof der russischen unabhängigen orthodoxen Kirche

Anthony Gunin, priest in Holy Orthodox Church in North America, iconographer