LET'S ACT für unsere Hebammen!

LET'S ACT für unsere Hebammen!

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 2.500.
Bei 2.500 Unterschriften wird die Petition mit höherer Wahrscheinlichkeit von den lokalen Medien aufgegriffen!
Jackie Paul hat diese Petition an Annalena Baerbock (Bundesministerin des Auswärtigen ) und gestartet.

Freiberufliche Hebammen, die auch Geburtshilfe leisten, müssen erneut steigende Haftpflichtprämien akzeptieren! Der Rahmenvertrag, der ab Mitte 2021 bis 2024 in Kraft tritt, sichert zwar den Versicherungsschutz für rund 15.000 Geburtshelferinnen und -helfer, die Beiträge für freiberufliche Hebammen jedoch die Geburten betreuen, werden um 15 Prozent im ersten und jeweils 10 Prozent im zweiten und dritten Jahr der Vertragslaufzeit erhöht!

Wir meinen, dies ist kein Wermutstropfen, sondern katastrophal für unsere Gesellschaft. Es ist nichts Neues, dass die zunehmend steigenden Beiträge der Haftpflichtversicherung ein finanzielles Problem für unsere freiberuflichen Geburtshelferinnen und -helfer darstellen, weiterhin Geburten mitbegleiten zu können. Eine flächendeckende Versorgung ist schon längst nicht mehr gewährleistet. Bundesweit bieten nur rund 2.600 freiberufliche Hebammen tatsächlich die Geburtshilfe an. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese Berufsgruppe weiter schwindet und immer mehr Frauen ohne außerklinische Geburtshilfe auskommen müssen.

Obwohl der Gesetzgeber mit § 134a Abs 1b SGB V eine Regelung zum Ausgleich der gestiegenen Kosten für Berufshaftpflichtversicherungspolicen von freiberuflich geburtshilflich tätigen Hebammen geschaffen hat, der durch die jeweilige Hebamme durch einen s. g. Sicherstellungszuschlag bei dem GKV-Spitzenverband beantragt werden kann, deckt dieser laut DHV (Deutscher Hebammen Verband) nur einen Teil der tatsächlichen Kosten ab! Ein weiteres Problem des Sicherstellungszuschlags besteht darin, dass eine freiberufliche Hebamme pro Quartal mindestens eine bzw. vier geburtshilfliche Leistungen im Versicherungsjahr erbringen muss. Das bedeutet, dass freiberufliche Hebammen, die sich ihre Arbeit in bestimmten Zeiten im Jahr einteilen möchten, ihre Leistungen nicht immer flexibel anbieten können. Hinzu kommt, dass eine Geburt einer betreuten Schwangeren, die privat anstatt gesetzlich versichert ist, vom Sicherstellungszuschlag ausgeschlossen ist. Des Weiteren sind Hebammeninstitutionen wie z.B. Geburtshäuser von der Beantragung des Sicherstellungszuschlags ausgenommen. Der Sicherungszuschlag für Hebammen wird nicht verhindern, dass jährlich die Prämien steigen und wir nach wie vor vor einem gesellschaftlichen Problem stehen.

Anscheinend sind sich zwar alle Beteiligten darüber im Klaren, dass für den Versicherungsschutz in der Geburtshilfe langfristig neue Modelle gesucht werden müssen, allerdings geschieht dies, trotz erschreckend bedeutender Dringlichkeit, mit zu wenig Nachdruck und Erfolg.

Ein wesentliches Problem besteht darin, dass wir bei der Geburtshilfe eine Verursacherversicherung haben, was bedeutet, dass es einen Schadensverursacher, nämlich die Hebamme, geben muss, wenn die Mutter oder das Kind (oder mehrere Kinder) einen Schaden von der Geburt davontragen. Im Vergleich, bei der Kfz-Versicherung haben wir eine Ereignisversicherung, weil klar ist, dass nur ein Auto einen Unfall verursachen kann. Laut Prof. Dr. med. Sven Hildebrandt (Facharzt und Professor für Frauenheilkunde und Geburtshilfe; ehem. Präsident der ISPPM) besteht die Lösung darin, dass wir die Geburt als ein Ereignis anerkennen. Wir brauchen für die Geburtshilfe eine ereignisorientierte Haftpflichtversicherung, sodass die Hebamme als gleichberechtigter Partner bei der Schwangerschaft und der Geburt angesehen wird.

LET’S ACT FOR: EINRICHTUNG EINES HAFTUNGSFONDS, um die Haftpflichtprämien für freiberufliche Hebammen endgültig zu deckeln! Der Haftungsfond kann dann ab einer bestimmten Schadenssumme greifen, sodass freiberufliche Hebammen nicht weiter Angst haben müssen, in den kommenden Jahren ihren Beruf oder die Geburtsbegleitung aus finanziellen Gründen aufgeben zu müssen. Unsere Nachbarländer, wie die Niederlande und Österreich, haben dies bereits umgesetzt und es ist an der Zeit, dass wir ihnen nachkommen. Die Einrichtung eines Haftungsfonds in Zusammenhang mit der oben genannten neuen Denkweise, die Geburt als Ereignis zu verstehen und die Versicherungsarithmetik darauf anzupassen, ermöglicht die Finanzierung einer wirklich nachhaltigen Geburtshilfe in Deutschland.

Gemeinsam möchten wir, Felicia und Jackie, die Gründerinnen von TONI CORE, alle bitten, aktiv die #letsact Bewegung mitzugestalten und unsere Petition zu unterschreiben! Um die außerklinische Geburtshilfe in Deutschland zu sichern, müssen wir uns jetzt für unsere freiberuflichen Hebammen einsetzen.

DANKE für deine Stimme, Felicia & Jackie

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