

Anerkennung statt Vereinnahmung – Yazidis sind keine Unterkategorie
Das Problem
PETITION
Anerkennung statt Vereinnahmung
Yazidis (Ezidis) sind eine eigenständige ethno-religiöse Gemeinschaft
Forderung
Wir fordern die offizielle Anerkennung der Yazidis (Eigenbezeichnung: Ezidis) als eigenständige ethno-religiöse Gemeinschaft, getrennt von jeder kurdischen Kategorisierung, in:
- staatlichen und internationalen Minderheitenlisten
- Volkszählungen und statistischen Erfassungen
- Asyl-, Schutz- und Anerkennungsverfahren
- Forschungs-, Bildungs- und Förderprogrammen
- humanitären Hilfs- und Wiederaufbaustrukturen
Die fortgesetzte Einordnung der Yazidis als Unterkategorie einer kurdischen Identität widerspricht ihrer Selbstdefinition, ihrer Geschichte und ihren menschenrechtlichen Schutzbedürfnissen.
Begründung
1. Strukturelle Unsichtbarmachung und Abhängigkeit
Yazidis werden bis heute in politischen, administrativen und wissenschaftlichen Kontexten häufig als „Kurden mit eigener Religion“ geführt. Diese Fremdzuschreibung hat reale Folgen:
Yazidis können nicht eigenständig politisch handeln, da sie in Gremien, Projekten und Entscheidungsprozessen regelmäßig von zahlenmäßig dominierenden kurdischen Akteuren überstimmt oder vereinnahmt werden.
Humanitäre Hilfe, Wiederaufbauprogramme und Fördermittel werden vielfach über kurdische Strukturen verteilt, wodurch Abhängigkeiten entstehen und Yazidis keinen direkten Zugang zu Ressourcen haben.
Die Selbstrepräsentation der Yazidis wird eingeschränkt, während ihre Geschichte, ihre Verfolgung und ihre Identität umgedeutet oder relativiert werden.
Diese Praxis erzeugt eine dauerhafte Machtasymmetrie, die Yazidis seit Jahrzehnten daran hindert, ihre Interessen selbst zu vertreten.
2. Sprache begründet keine Ethnie
Die häufig vorgebrachte Begründung, Yazidis seien Kurden, weil viele Kurmanji/Ezdikî sprechen, ist wissenschaftlich unhaltbar.
Ethnische Identität beruht nicht allein auf Sprache, sondern auf Selbstidentifikation, Endogamie, Religion, kollektiver Erinnerung und historischer Kontinuität.
3. Yazidi / Ezidi – derselbe Name, dieselbe Identität
Yazidi und Ezidi gehen auf denselben Wortstamm zurück.
Ezidi ist die lautliche Form im Kurmanji/Ezdikî und stellt keine andere Identität, sondern eine sprachliche Variante desselben Namens dar.
Die verstärkte Verwendung von Ezidi insbesondere nach 2014 ist kein Identitätswechsel, sondern eine Schutzreaktion auf anhaltende Verfolgung.
4. Yazid ibn Muʿāwiya, Sultan Ezid und die Schutzfunktion von „Ezidi“
In der yazidischen Überlieferung ist Sultan Ezid untrennbar mit dem Namen Yazid verbunden. Historisch wurde dieser Name von außen mit Yazid ibn Muʿāwiya identifiziert, einer realen historischen Figur des 7. Jahrhunderts.
In der islamisch-schiitischen und alevitischen Erinnerungskultur gilt Yazid ibn Muʿāwiya bis heute als zentrale Negativfigur im Zusammenhang mit der Schlacht von Karbala (680 n. Chr.). Diese religiöse Feindbildkonstruktion wurde über Jahrhunderte nicht theologisch aufgearbeitet, sondern auf Yazidis projiziert.
Die Folge war eine jahrhundertelange kollektive Stigmatisierung, Verfolgung und gesellschaftliche Ächtung der Yazidis – allein aufgrund ihres Namens.
Nach dem Genozid von 2014 verstärkte sich die Angst vor erneuter Verfolgung. Viele Yazidis begannen daher, verstärkt die Form „Ezidi“ zu verwenden, um sich sprachlich zu schützen.
Diese Anpassung ändert weder die Herkunft noch die Identität der Gemeinschaft.
Verfolgung endet nicht durch Umbenennung.
5. Historische Entstehung und Grenzen der Rekonstruierbarkeit
Historisch belegbar ist, dass sich die Yazidis ab etwa dem 12. Jahrhundert als geschlossene, endogame ethno-religiöse Gemeinschaft herausgebildet haben.
Vor dieser Phase existierten lose organisierte Stämme und Gruppen in Mesopotamien, die in der Forschung teils als Proto-Yazidis bezeichnet werden.
Welche Eigenbezeichnungen diese Gruppen zuvor trugen, ist wissenschaftlich nicht rekonstruierbar.
Vermutungen ersetzen keine historische Evidenz.
Die häufig genannte Bezeichnung Şemsanî („sonnenbezogen“) beschreibt eine religiöse Symbolik, keine ethnische Identität. Sonnenkulte waren in vielen antiken Gesellschaften verbreitet und eignen sich nicht zur spezifischen Abgrenzung der Yazidis.
Der Name Yazidi ist daher der historisch greifbare, identitätsstiftende Name der Gemeinschaft, wie sie sich seit dem Mittelalter konstituiert hat.
Ezidi ist keine Abkehr davon, sondern eine Schutzform desselben Namens.
6. Endogamie und Nicht-Konvertierbarkeit
Die yazidische Gemeinschaft ist endogam und nicht konvertierbar.
Zugehörigkeit basiert auf Geburt, nicht auf Bekenntnis.
Konkrete Forderungen
1. Offizielle Anerkennung der Yazidis/Ezidis als eigenständige ethno-religiöse Gemeinschaft auf Grundlage der Selbstidentifikation.
2. Separate Erfassung in Statistiken, Minderheitenlisten, Asyl- und Schutzverfahren.
3. Direkter Zugang von Yazidi-Organisationen zu Hilfs-, Förder- und Wiederaufbauprogrammen ohne kurdische Vermittlungsstrukturen.
4. Beendigung institutioneller Praktiken, die Vereinnahmung und Abhängigkeit reproduzieren.
Wenn ihr euch wirklich für indigene Gemeinschaften interessiert, dann helft aktiv dabei, zu verhindern, dass die Yazidis - eine Gemeinschaft, die bis heute unbestreitbar mit dem kulturellen Erbe Mesopotamiens verbunden ist - weiter marginalisiert und vereinnahmt werden.
Die Yazidis gehören zu den wenigen Gruppen, neben den Assyrern, die dieses Erbe nicht nur bewahren, sondern bis heute leben.
Unterzeichnet diese Petition.
Schaut nicht länger zu, wie eine zahlenmäßig und politisch überlegene Macht eine kleinere Gemeinschaft verdrängt, entmündigt und schrittweise auslöscht.
Indigene Rechte bedeuten Schutz vor Vereinnahmung - nicht Schweigen angesichts von Ungleichgewicht.
ENGLISH VERSION
Recognition Instead of Appropriation
Yazidis (Ezidis) are an independent ethno-religious community
We call for the official recognition of Yazidis (self-designation: Ezidis) as an independent ethno-religious community, separate from any Kurdish classification, in:
- national and international minority registers
- population censuses and statistical records
- asylum and protection procedures
- academic, educational, and funding frameworks
- humanitarian aid and reconstruction programs
The continued classification of Yazidis as a subgroup of Kurdish identity contradicts their self-definition, history, and human rights needs.
Justification
1. Structural marginalization
Yazidis are frequently categorized as “Kurds with a different religion.” This leads to political invisibility, dependency, and restricted self-representation, particularly in aid and reconstruction processes.
2. Language does not define ethnicity
Shared language does not constitute shared ethnicity. Ethnic identity is based on self-identification, endogamy, religion, collective memory, and historical continuity.
3. Yazidi / Ezidi – one name, one identity
Yazidi and Ezidi derive from the same name.
Ezidi is the Kurmanji/Ezdikî pronunciation and does not represent a different identity, but a linguistic variant.
The increased use of “Ezidi” after 2014 reflects a protective strategy, not an identity shift.
4. Yazid ibn Muʿāwiya, Sultan Ezid, and the protective use of “Ezidi”
In Yazidi tradition, Sultan Ezid is inseparably linked to the name Yazid. Historically, this name was associated by outsiders with Yazid ibn Muʿāwiya, a 7th-century historical figure.
Within Shiite and Alevi narratives, Yazid ibn Muʿāwiya is portrayed as a central negative figure connected to Karbala (680 CE). This polemical image was projected onto Yazidis for centuries, resulting in collective persecution and stigma.
After the 2014 genocide, many Yazidis increasingly used the form “Ezidi” as a means of protection. This linguistic adjustment does not alter their identity.
Persecution does not end through renaming.
5. Historical formation and limits of reconstruction
Yazidis emerged as a distinct, endogamous ethno-religious community from the 12th century onward.
Earlier groups existed in loose tribal forms, often described as Proto-Yazidis, but their prior self-designations are not historically recoverable.
Speculation cannot replace evidence.
6. Endogamy and non-convertibility
Yazidi community membership is by birth and non-convertible.
Concrete demands
1. Official recognition of Yazidis as an independent ethno-religious community.
2. Separate legal and statistical classification.
3. Direct access to aid and funding without Kurdish intermediaries.
4. An end to institutional appropriation and dependency structures.
If you truly care about indigenous communities, then actively help prevent the Yazidis from being further marginalized and absorbed. The Yazidis remain undeniably connected to the cultural heritage of Mesopotamia and are among the very few groups, alongside the Assyrians, who continue to live and preserve this heritage to this day.
Sign this petition.
Do not stand by while a numerically and politically dominant power overwhelms a smaller community, silences it, and pushes it toward erasure.
Indigenous rights mean protection from appropriation - not silence in the face of imbalance
1.508
Das Problem
PETITION
Anerkennung statt Vereinnahmung
Yazidis (Ezidis) sind eine eigenständige ethno-religiöse Gemeinschaft
Forderung
Wir fordern die offizielle Anerkennung der Yazidis (Eigenbezeichnung: Ezidis) als eigenständige ethno-religiöse Gemeinschaft, getrennt von jeder kurdischen Kategorisierung, in:
- staatlichen und internationalen Minderheitenlisten
- Volkszählungen und statistischen Erfassungen
- Asyl-, Schutz- und Anerkennungsverfahren
- Forschungs-, Bildungs- und Förderprogrammen
- humanitären Hilfs- und Wiederaufbaustrukturen
Die fortgesetzte Einordnung der Yazidis als Unterkategorie einer kurdischen Identität widerspricht ihrer Selbstdefinition, ihrer Geschichte und ihren menschenrechtlichen Schutzbedürfnissen.
Begründung
1. Strukturelle Unsichtbarmachung und Abhängigkeit
Yazidis werden bis heute in politischen, administrativen und wissenschaftlichen Kontexten häufig als „Kurden mit eigener Religion“ geführt. Diese Fremdzuschreibung hat reale Folgen:
Yazidis können nicht eigenständig politisch handeln, da sie in Gremien, Projekten und Entscheidungsprozessen regelmäßig von zahlenmäßig dominierenden kurdischen Akteuren überstimmt oder vereinnahmt werden.
Humanitäre Hilfe, Wiederaufbauprogramme und Fördermittel werden vielfach über kurdische Strukturen verteilt, wodurch Abhängigkeiten entstehen und Yazidis keinen direkten Zugang zu Ressourcen haben.
Die Selbstrepräsentation der Yazidis wird eingeschränkt, während ihre Geschichte, ihre Verfolgung und ihre Identität umgedeutet oder relativiert werden.
Diese Praxis erzeugt eine dauerhafte Machtasymmetrie, die Yazidis seit Jahrzehnten daran hindert, ihre Interessen selbst zu vertreten.
2. Sprache begründet keine Ethnie
Die häufig vorgebrachte Begründung, Yazidis seien Kurden, weil viele Kurmanji/Ezdikî sprechen, ist wissenschaftlich unhaltbar.
Ethnische Identität beruht nicht allein auf Sprache, sondern auf Selbstidentifikation, Endogamie, Religion, kollektiver Erinnerung und historischer Kontinuität.
3. Yazidi / Ezidi – derselbe Name, dieselbe Identität
Yazidi und Ezidi gehen auf denselben Wortstamm zurück.
Ezidi ist die lautliche Form im Kurmanji/Ezdikî und stellt keine andere Identität, sondern eine sprachliche Variante desselben Namens dar.
Die verstärkte Verwendung von Ezidi insbesondere nach 2014 ist kein Identitätswechsel, sondern eine Schutzreaktion auf anhaltende Verfolgung.
4. Yazid ibn Muʿāwiya, Sultan Ezid und die Schutzfunktion von „Ezidi“
In der yazidischen Überlieferung ist Sultan Ezid untrennbar mit dem Namen Yazid verbunden. Historisch wurde dieser Name von außen mit Yazid ibn Muʿāwiya identifiziert, einer realen historischen Figur des 7. Jahrhunderts.
In der islamisch-schiitischen und alevitischen Erinnerungskultur gilt Yazid ibn Muʿāwiya bis heute als zentrale Negativfigur im Zusammenhang mit der Schlacht von Karbala (680 n. Chr.). Diese religiöse Feindbildkonstruktion wurde über Jahrhunderte nicht theologisch aufgearbeitet, sondern auf Yazidis projiziert.
Die Folge war eine jahrhundertelange kollektive Stigmatisierung, Verfolgung und gesellschaftliche Ächtung der Yazidis – allein aufgrund ihres Namens.
Nach dem Genozid von 2014 verstärkte sich die Angst vor erneuter Verfolgung. Viele Yazidis begannen daher, verstärkt die Form „Ezidi“ zu verwenden, um sich sprachlich zu schützen.
Diese Anpassung ändert weder die Herkunft noch die Identität der Gemeinschaft.
Verfolgung endet nicht durch Umbenennung.
5. Historische Entstehung und Grenzen der Rekonstruierbarkeit
Historisch belegbar ist, dass sich die Yazidis ab etwa dem 12. Jahrhundert als geschlossene, endogame ethno-religiöse Gemeinschaft herausgebildet haben.
Vor dieser Phase existierten lose organisierte Stämme und Gruppen in Mesopotamien, die in der Forschung teils als Proto-Yazidis bezeichnet werden.
Welche Eigenbezeichnungen diese Gruppen zuvor trugen, ist wissenschaftlich nicht rekonstruierbar.
Vermutungen ersetzen keine historische Evidenz.
Die häufig genannte Bezeichnung Şemsanî („sonnenbezogen“) beschreibt eine religiöse Symbolik, keine ethnische Identität. Sonnenkulte waren in vielen antiken Gesellschaften verbreitet und eignen sich nicht zur spezifischen Abgrenzung der Yazidis.
Der Name Yazidi ist daher der historisch greifbare, identitätsstiftende Name der Gemeinschaft, wie sie sich seit dem Mittelalter konstituiert hat.
Ezidi ist keine Abkehr davon, sondern eine Schutzform desselben Namens.
6. Endogamie und Nicht-Konvertierbarkeit
Die yazidische Gemeinschaft ist endogam und nicht konvertierbar.
Zugehörigkeit basiert auf Geburt, nicht auf Bekenntnis.
Konkrete Forderungen
1. Offizielle Anerkennung der Yazidis/Ezidis als eigenständige ethno-religiöse Gemeinschaft auf Grundlage der Selbstidentifikation.
2. Separate Erfassung in Statistiken, Minderheitenlisten, Asyl- und Schutzverfahren.
3. Direkter Zugang von Yazidi-Organisationen zu Hilfs-, Förder- und Wiederaufbauprogrammen ohne kurdische Vermittlungsstrukturen.
4. Beendigung institutioneller Praktiken, die Vereinnahmung und Abhängigkeit reproduzieren.
Wenn ihr euch wirklich für indigene Gemeinschaften interessiert, dann helft aktiv dabei, zu verhindern, dass die Yazidis - eine Gemeinschaft, die bis heute unbestreitbar mit dem kulturellen Erbe Mesopotamiens verbunden ist - weiter marginalisiert und vereinnahmt werden.
Die Yazidis gehören zu den wenigen Gruppen, neben den Assyrern, die dieses Erbe nicht nur bewahren, sondern bis heute leben.
Unterzeichnet diese Petition.
Schaut nicht länger zu, wie eine zahlenmäßig und politisch überlegene Macht eine kleinere Gemeinschaft verdrängt, entmündigt und schrittweise auslöscht.
Indigene Rechte bedeuten Schutz vor Vereinnahmung - nicht Schweigen angesichts von Ungleichgewicht.
ENGLISH VERSION
Recognition Instead of Appropriation
Yazidis (Ezidis) are an independent ethno-religious community
We call for the official recognition of Yazidis (self-designation: Ezidis) as an independent ethno-religious community, separate from any Kurdish classification, in:
- national and international minority registers
- population censuses and statistical records
- asylum and protection procedures
- academic, educational, and funding frameworks
- humanitarian aid and reconstruction programs
The continued classification of Yazidis as a subgroup of Kurdish identity contradicts their self-definition, history, and human rights needs.
Justification
1. Structural marginalization
Yazidis are frequently categorized as “Kurds with a different religion.” This leads to political invisibility, dependency, and restricted self-representation, particularly in aid and reconstruction processes.
2. Language does not define ethnicity
Shared language does not constitute shared ethnicity. Ethnic identity is based on self-identification, endogamy, religion, collective memory, and historical continuity.
3. Yazidi / Ezidi – one name, one identity
Yazidi and Ezidi derive from the same name.
Ezidi is the Kurmanji/Ezdikî pronunciation and does not represent a different identity, but a linguistic variant.
The increased use of “Ezidi” after 2014 reflects a protective strategy, not an identity shift.
4. Yazid ibn Muʿāwiya, Sultan Ezid, and the protective use of “Ezidi”
In Yazidi tradition, Sultan Ezid is inseparably linked to the name Yazid. Historically, this name was associated by outsiders with Yazid ibn Muʿāwiya, a 7th-century historical figure.
Within Shiite and Alevi narratives, Yazid ibn Muʿāwiya is portrayed as a central negative figure connected to Karbala (680 CE). This polemical image was projected onto Yazidis for centuries, resulting in collective persecution and stigma.
After the 2014 genocide, many Yazidis increasingly used the form “Ezidi” as a means of protection. This linguistic adjustment does not alter their identity.
Persecution does not end through renaming.
5. Historical formation and limits of reconstruction
Yazidis emerged as a distinct, endogamous ethno-religious community from the 12th century onward.
Earlier groups existed in loose tribal forms, often described as Proto-Yazidis, but their prior self-designations are not historically recoverable.
Speculation cannot replace evidence.
6. Endogamy and non-convertibility
Yazidi community membership is by birth and non-convertible.
Concrete demands
1. Official recognition of Yazidis as an independent ethno-religious community.
2. Separate legal and statistical classification.
3. Direct access to aid and funding without Kurdish intermediaries.
4. An end to institutional appropriation and dependency structures.
If you truly care about indigenous communities, then actively help prevent the Yazidis from being further marginalized and absorbed. The Yazidis remain undeniably connected to the cultural heritage of Mesopotamia and are among the very few groups, alongside the Assyrians, who continue to live and preserve this heritage to this day.
Sign this petition.
Do not stand by while a numerically and politically dominant power overwhelms a smaller community, silences it, and pushes it toward erasure.
Indigenous rights mean protection from appropriation - not silence in the face of imbalance
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Petition am 25. Januar 2026 erstellt