Gleiches Gehalt für Impf-Ärzt*innen und -Helfer*innen!

Gleiches Gehalt für Impf-Ärzt*innen und -Helfer*innen!

Das Problem

In den vielen Impfzentren in ganz Deutschland herrscht eine große Ungerechtigkeit. Während Ärzt*innen je nach Bundesland bis zu 190€ pro Stunde bekommen, kriegen medizinische Fachangestellte und die vielen weiteren Helfer*innen in der Reinigung, Koordinierung, etc. weitaus weniger.
Im Saarland etwa bekommt medizinisches Fachpersonal nur zwischen 14 und 19€ pro Stunde.(1Das ist also weniger als ein Zehntel der Höchstverdienenden!

Anfangs waren die Impfzentren als Übergangslösung gedacht, doch mittlerweile sind sie fester Bestandteil der bundesweiten Pandemiestrategie. Die tariflichen Regelungen werden hier in jedem Bundesland zwischen der Landesregierung und der Kassenärztlichen Vereinigung ausgehandelt. Das hat in fast jedem Bundesland zu einer enormen Ungleichheit geführt, was die Gehälter der Helfenden angeht. 

Wie kann es sein, dass wir einerseits alle in einem Boot sitzen und andererseits doch so ein Unterschied zwischen den Helfenden gemacht wird? 

Ich bin Marie Kerkloh und arbeite aktuell als Impfärztin in verschiedenen Berliner Impfzentren. Ich selbst verdiene dort 120€ pro Stunde (brutto), während die Reinigungskräfte und das medizinische Pflegepersonal, etc. nur einen Bruchteil davon verdienen, z.B. verdient hier ein/e medizinisch technische/r Assistent*in 60€ pro Stunde und ein/e pharmazeutisch technische/r Assistent*in 40€ pro Stunde (netto). (2)    

Das Argument für das überzogene Ärzt*innen-Gehalt, den ausfallenden Praxisbetrieb der Ärzt*innen zu entschädigen, ist vor allem jetzt, wo auch in den Hausarztpraxen geimpft werden kann, meiner Ansicht nach nicht mehr aktuell. Die ebenfalls aufgeführte höhere Verantwortung der Ärzt*innen als Rechtfertigungsgrund für das Gehalt halte ich ebenfalls für überzogen, da jede/r Mitarbeiter*in dort eine wichtige Rolle in der Sicherstellung eines funktionierenden Impfablaufs erfüllt. Und das Argument, einen ausreichenden finanziellen Anreiz bei den Ärzt*innen zu schaffen - ernsthaft? Ich als Ärztin möchte ja vor allem aus Überzeugung mithelfen, nicht nur aufgrund der Vergütung und bin ja aufgrund meines Berufes eh schon finanziell in einer guten Position. 

Daher möchte ich dafür einstehen, dass alle Helfenden gleiches Gehalt bekommen und fordere eine Neuverhandlung der Löhne der Impfzentren mit höherer Bezahlung für die vielen Helfenden in den Impfzentren und Angleichung der Gehälter der Höherverdienenden.

Herr Spahn, ich fordere daher: zahlen Sie Impf-Ärzt*innen und -Helfer*innen das gleiche Gehalt! 

Es soll gleiche Löhne geben für alle, die sich engagieren!

Gerade jetzt in der Corona-Pandemie sind unzählige Menschen existenziell bedroht, während einige wenige profitieren. Es darf nicht sein, dass die Maßnahmen gegen die Pandemie diese Ungleichheiten noch verstärken. Obwohl ich aktuell selbst von dem hohen Gehalt profitiere und es für mich ein persönlicher Zwiespalt ist, mein eigenes Gehalt zu kürzen, überwiegt meine Überzeugung für eine faire Bezahlung einzustehen.

 


Quellen:
1) https://www.stern.de/wirtschaft/arbeiten-im-impfzentrum--so-gross-ist-der-pay-gap-bei-den-freiwilligen-30499884.html
2) https://www.berliner-kurier.de/berlin/aerger-im-impfzentrum-weil-ich-kein-honorar-bekomme-kann-ich-meine-miete-nicht-zahlen-li.141798

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Marie KerklohPetitionsstarter*in
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Das Problem

In den vielen Impfzentren in ganz Deutschland herrscht eine große Ungerechtigkeit. Während Ärzt*innen je nach Bundesland bis zu 190€ pro Stunde bekommen, kriegen medizinische Fachangestellte und die vielen weiteren Helfer*innen in der Reinigung, Koordinierung, etc. weitaus weniger.
Im Saarland etwa bekommt medizinisches Fachpersonal nur zwischen 14 und 19€ pro Stunde.(1Das ist also weniger als ein Zehntel der Höchstverdienenden!

Anfangs waren die Impfzentren als Übergangslösung gedacht, doch mittlerweile sind sie fester Bestandteil der bundesweiten Pandemiestrategie. Die tariflichen Regelungen werden hier in jedem Bundesland zwischen der Landesregierung und der Kassenärztlichen Vereinigung ausgehandelt. Das hat in fast jedem Bundesland zu einer enormen Ungleichheit geführt, was die Gehälter der Helfenden angeht. 

Wie kann es sein, dass wir einerseits alle in einem Boot sitzen und andererseits doch so ein Unterschied zwischen den Helfenden gemacht wird? 

Ich bin Marie Kerkloh und arbeite aktuell als Impfärztin in verschiedenen Berliner Impfzentren. Ich selbst verdiene dort 120€ pro Stunde (brutto), während die Reinigungskräfte und das medizinische Pflegepersonal, etc. nur einen Bruchteil davon verdienen, z.B. verdient hier ein/e medizinisch technische/r Assistent*in 60€ pro Stunde und ein/e pharmazeutisch technische/r Assistent*in 40€ pro Stunde (netto). (2)    

Das Argument für das überzogene Ärzt*innen-Gehalt, den ausfallenden Praxisbetrieb der Ärzt*innen zu entschädigen, ist vor allem jetzt, wo auch in den Hausarztpraxen geimpft werden kann, meiner Ansicht nach nicht mehr aktuell. Die ebenfalls aufgeführte höhere Verantwortung der Ärzt*innen als Rechtfertigungsgrund für das Gehalt halte ich ebenfalls für überzogen, da jede/r Mitarbeiter*in dort eine wichtige Rolle in der Sicherstellung eines funktionierenden Impfablaufs erfüllt. Und das Argument, einen ausreichenden finanziellen Anreiz bei den Ärzt*innen zu schaffen - ernsthaft? Ich als Ärztin möchte ja vor allem aus Überzeugung mithelfen, nicht nur aufgrund der Vergütung und bin ja aufgrund meines Berufes eh schon finanziell in einer guten Position. 

Daher möchte ich dafür einstehen, dass alle Helfenden gleiches Gehalt bekommen und fordere eine Neuverhandlung der Löhne der Impfzentren mit höherer Bezahlung für die vielen Helfenden in den Impfzentren und Angleichung der Gehälter der Höherverdienenden.

Herr Spahn, ich fordere daher: zahlen Sie Impf-Ärzt*innen und -Helfer*innen das gleiche Gehalt! 

Es soll gleiche Löhne geben für alle, die sich engagieren!

Gerade jetzt in der Corona-Pandemie sind unzählige Menschen existenziell bedroht, während einige wenige profitieren. Es darf nicht sein, dass die Maßnahmen gegen die Pandemie diese Ungleichheiten noch verstärken. Obwohl ich aktuell selbst von dem hohen Gehalt profitiere und es für mich ein persönlicher Zwiespalt ist, mein eigenes Gehalt zu kürzen, überwiegt meine Überzeugung für eine faire Bezahlung einzustehen.

 


Quellen:
1) https://www.stern.de/wirtschaft/arbeiten-im-impfzentrum--so-gross-ist-der-pay-gap-bei-den-freiwilligen-30499884.html
2) https://www.berliner-kurier.de/berlin/aerger-im-impfzentrum-weil-ich-kein-honorar-bekomme-kann-ich-meine-miete-nicht-zahlen-li.141798

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Marie KerklohPetitionsstarter*in

Die Entscheidungsträger*innen

Jens Spahn
Bundesminister für Gesundheit
Dr. Andreas Gassen
Dr. Andreas Gassen
Vorstandsvorsitzender Kassenärztliche Bundesvereinigung
Dr. med. Burkhard Ruppert
Dr. med. Burkhard Ruppert
Vorstandsvorsitzender der KV Berlin
Dr. med. Christiane Wessel
Dr. med. Christiane Wessel
Vorsitzende der Vertreterversammlung KV Berlin

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