Mise à jour sur la pétitionGemeinsam für Frieden und Gerechtigkeit (#GfFuG)Das Töten beenden - Miteinander reden, nicht aufeinander schießen
Olaf MorlockGröbenzell, Allemagne
6 nov. 2022

Ich höre in den letzten Wochen immer wieder eine Aussage, die ich nur schwer ertragen kann. Dafür gibt es nun zwei mögliche Erklärungen:

  1. Ich verstehe es einfach nicht, weil ich entweder zu dumm bin oder weil mir (mindestens) ein wichtiges Detail entgangen ist.
  2. Die Aussage ist so falsch wie sie dumm ist und so dumm wie sie falsch ist.

Welche der beiden Erklärungen zutrifft, muss bitte jeder Leser für sich selber entscheiden.

Die Aussage

 „In der Ukraine sterben jeden Tag Menschen. Das muss aufhören. Deshalb müssen wir mehr schwere Waffen liefern.

Die bessere Alternative

Es macht mir wenig Spaß, das bereits 2019 Gesagte (→ Nein zum Krieg!) immer wieder zu wiederholen, deshalb in aller Kürze.

Soweit ich weiß, werden Waffen, ganz besonders schwere Waffen, noch dazu in bewaffneten, gewaltsamen, kriegerischen Konflikten, vorrangig dazu verwendet um zu zerstören, zu verletzen, zu verstümmeln und zu töten.
Die Logik „wir müssen mehr töten um das Töten zu beenden“ klingt in meinen Ohren – vorsichtig ausgedrückt – nicht logisch.

Eine Alternative zu dieser verworrenen Logik ist die folgende:

Verhandeln – und eine Lösung finden

Eine Seite spricht immer wieder von Verhandlungsbereitschaft, die andere tut sich da offensichtlich etwas schwerer.
Natürlich liegen die Standpunkte beider Seiten in einigen Punkten so weit auseinander, dass eine Einigung nahezu unmöglich erscheint. Jedoch liegt das in der Natur der Sache, andernfalls gäbe es wohl erst gar keinen bewaffneten Konflikt.
Sind die betroffenen „Anführer“ nun allerdings mit diesem kleinen Hindernis überfordert, sollten sie dringend über einen Jobwechsel nachdenken, eine Anstellung suchen, die ihrer Qualifikation eher entspricht.

Ein weiters Hemmnis ist mit hoher Wahrscheinlichkeit der Umstand, dass jene die (noch) nicht bereit sind zu verhandeln, eben nicht dieselben sind, die, deren Freunde, deren Kinder oder sonstige nahestehende Menschen getötet werden.
Das Gleiche gilt für jene, die im Westen sitzen und ständig weitere Waffenlieferungen fordern.
Es ist scheinbar sehr einfach, unerbittlich zu sein – solange man selber nicht die Konsequenzen tragen muss.

Und dann noch das Argument, man könne nicht aus einer Position der Schwäche heraus verhandeln. Diese Aussage ist der Ausdruck der größten anzunehmenden Schwäche.
Wer in einer Verhandlung stark sein will, braucht keine dicke Hose. Er braucht starke Argumente, den unbändigen Willen, gemeinsam eine Lösung zu finden die allen Betroffenen gerecht wird und er braucht einen langen Atem.
Als Motivation sollte die Gewissheit, das Elend beenden zu können allemal ausreichen.

Miteinander reden, nicht aufeinander schießen

Ich jedenfalls denke immer noch – oder jetzt sogar noch mehr, dass kein einziger Krieg mehr stattfinden darf. Mit diesem Ziel wurde 1945 die UNO geschaffen.
Das Gerüst ist da.
Nun liegt es an uns, ob wir in eine friedliche, von gewaltloser Konfliktbewältigung geprägte Zukunft marschieren oder doch lieber zurück ins Neandertal.

Danke fürs Lesen.

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