
Auch wenn der 'Tag der Arbeit' diesmal auf einen Montag fällt: Der Rest der Woche beweist als echte Viertagewoche aufs Neue, dass offenbar längst möglich ist, was DGB und SPD soeben mal wieder halbseiden gefordert haben. An vier Wochentagen wird effizienter produziert und der volle Lohnausgleich ist gerechtfertigt. Das haben auch die meisten vernünftigen Unternehmer (zumindest in Großbritannien) schon verstanden...
Die Arbeitszeitmodell-Debatte ist schon lange in der Sackgasse, weil sie noch nicht als Lebenszeitmodell-Debatte geführt wird. Das wäre wirklich groß gedacht, denn es geht ja eigentlich ums gemeinsame Überleben auf diesem Planeten, das schließlich durch nichts mehr gefährdet ist als durch die zur Gewohnheit gewordene industrielle Überproduktion.
Dieses Dilemma aufzulösen ist die gegenwärtige Aufgabe des internationalen - also globalen - Tages der Arbeit. Das Nachdenken über den Sinn von Arbeit muss weit über Einkommensfragen hinausgehen. Arbeit kann z.B. nur Zukunft haben, wenn sie nicht klimaschädlich, dafür aber lebensförderlich ist.
Freie Freitage sind daher ein umfassendes Lebenszeit- und zugleich Arbeitszeitmodell mit dem der Übergang zur nachhaltigen menschlichen Zivilisation jetzt zu schaffen ist.
Worauf also warten? Viertagewoche beschließen!
Wer nicht zu den 'Beschlussfähigen' gehört, sammelt weiter Unterschriften - bitte weiterposten!
Mai'23