

Liebe Unterstützer*innen,
einen sehr aufschlussreichen Beitrag zur Hobbyjagd auf bedrohte Tierarten wie Löwen, Elefanten, Leoparden oder sogar Nashörner gab es gestern bei Frontal 21 im ZDF.
https://www.zdf.de/politik/frontal-21/deutsche-auf-trophaeenjagd-lang-100.html#xtor=CS5-91
2019 wurden lt. Bundesumweltministerium 750 Trophäen eingeführt (Stand 7.1.20): darunter 32 Leoparden, 19 Elefanten, 13 Löwen, 9 Geparden, 2 Breitmaulnashörner und 2 Eisbären.
Entgegen gängiger Behauptungen kommen die Einnahmen aus dem Jagdtourismus meist nicht der örtlichen Bevölkerung zugute. Laut einer Studie der Weltnaturschutzunion (IUCN) erhält die lokale Bevölkerung aus dem Jagdtourismus durchschnittlich nur 30 cent pro Kopf und Jahr.
Oft sind für die gejagten Tierarten die nötigen Populationszahlen nicht bekannt oder unvollständig. Abschussquoten werden häufig willkürlich festgelegt oder nicht eingehalten.
Die Gewinne aus dem Jagdgeschäft landen meist beim ausländischen Jagdveranstalter oder bei den Besitzern der Jagdfarmen. Die geringen Vorteile für die lokale Bevölkerung stellen kaum einen Anreiz dar, die Jagdgebiete und die Tiere zu respektieren und dort nicht zu wildern. Deshalb verwundert es nicht, dass die Wilderei auch in Jagdgebieten grassiert.
Trophäenjagd hat somit nichts mit Artenschutz zu tun. Den Anbietern von Jagdreisen geht es um den Profit: Denn der Preis für einen Abschuss steigt mit der Seltenheit einer Tierart. Die Gier nach Trophäen beschleunigt entsprechend den Prozess der Ausrottung.
Bleiben Sie gesund, herzliche Grüße.