Frei verkäufliches neues Rattengift „Alpha-Chloralose“

Das Problem

Wiederholt kommt es zu Giftköderfunden in Berliner Hunde Auslaufgebieten, Parks, Straßen und Gärten. Immer immer häufiger wird dabei das freiverkäufliche Rattengift:

„Alpha-Chloralose“ benutzt.

Ich bitte darum, dass dieses Mittel nur an geschulte Schädlingsbekämpfer ausgegeben werden darf. Es ist ein Unding, dass Menschen damit Hunde und andere Tiere auf gemeine und hinterhältige Weise vergiften wollen.

 

 

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Alpha-Chloralose Vergiftungen
Alpha-Chloralose ist ein Produkt aus Glukose und Chloralhydrat, im Handel erhältlich als Rodentizid und Avizid. Zum Beispiel Sugan Mäuseköder Paste der Firma Neudorff.
Inhalt: Alphacloralose 4%,laut Packungsbeilage darf dieses Gift nicht im Freien ausgelegt werden...
wird vor allem in den kälteren Jahreszeiten genutzt.
Rechenbeispiel: 1g enthält 40mg – empfohlen wird 5-20g auszulegen. Gehen wir von 10g aus, enthalten diese 400mg Alphacloralose. Bei einer Standardkatze mit einem Gewicht von 4 kg ist hier bereits die letale Dosis von 400mg erreicht.
Prognose:
Die Prognose scheint günstig zu sein.
Das Gift wird bei Überstehen der akuten Phase vollständig ausgeschieden und es gibt (soweit bekannt) keine bleibenden Schäden.
Wirkung:
Depressive Wirkung auf das zentrale Nervensystem – V.a. Formatio reticularis sowie Hyperreflexie durch Stimulation der spinalen Reflexe. Senkung der Körpertemperatur durch die Wirkung im Hypothalamus im beträchtlichen Maße. Krämpfe und Konvulsionen schon bei kleinsten Reizen.
Behinderung der Atmung durch bronchiale Hypersekretion.
Toxizität:
Die LD50 liegt bei Hunden und Katzen bei 400-600mg /kg KGW;
die minimale letale Dosis für Hunde ist 600-1000 mg/kg und für Katzen 100mg/kg (sehr niedrig)
Symptome:
Krampfanfälle, Muskeltremor, Hyperästhesie, Ataxie
Hypothermie,
Hypersalivation,
Myosis,
Stupor bis Koma.
Katzen werden in den meisten Fällen im komatösen Zustand vorgestellt, meist mit einer Hypothermie einhergehend.
Hunde zeigen häufig eine Hypersalivation sowie Ataxien, oftmals ohne Hypothermie.
Teilweise bronchiale Hypersekretion und folgend Dyspnoe.

Diagnostik:
Nachweis im Serum, Urin, Mageninhalt mittels Gaschromatographie
Therapie:
Die Therapie erfolgt unterstützend und symptomatisch. Ein Gegenmittel ist nicht vorhanden.
Als Notfallmaßnahmen werden vor allem empfohlen:
Krämpfe lösen mittels Diazepam, Midazolam, Phenobarbital und ggf. Propofol Stabilisierung des Kreislaufsystems sowie der Atmung, ggf. Sauerstoffzufuhr Regulierung der Körpertemperatur mittels externer Wärmezufuhr je nach Schwere der Hypothermie. Vorsicht! Gegebenenfalls kann auch eine Hyperthermie auftreten. Engmaschige Kontrolle der Körpertemperatur empfehlenswert.
Ruhige und abgedunkelte Umgebung.
Wenn möglich Emesis auslösen, Magenspülung als weitere Option sowie Verabreichung von Aktivkohle.
Intravenöse Infusionstherapie mittels Ringer-Laktatlösung zur Diurese und Alkalisierung des Harns;
bei bronchialer Hypersekretion Bromhexidin.
Quellen
Feldberg W, Myers RD (1965) Hypothermia produced by Chloralose acting on the Hypothalamus. J Physiol, 179, 509-517
https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=sugan+m%C3%A4usek %C3%B6der+paste - Gebrauchsanweisung
https://www.vetpharm.uzh.ch/clinitox/toxdb/KLT_016.htm - weitere Informationen
Segev G, Yas-Natan E, Shlosberg A & Aroch I (2006) Alpha-chloralose poisoning in dogs and cats: A retrospective sudy of 33 canine and 13 feline confirmed cases. The Veterinary Journal 172, 109-113

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Hilke HartmannPetitionsstarter*in

18.045

Das Problem

Wiederholt kommt es zu Giftköderfunden in Berliner Hunde Auslaufgebieten, Parks, Straßen und Gärten. Immer immer häufiger wird dabei das freiverkäufliche Rattengift:

„Alpha-Chloralose“ benutzt.

Ich bitte darum, dass dieses Mittel nur an geschulte Schädlingsbekämpfer ausgegeben werden darf. Es ist ein Unding, dass Menschen damit Hunde und andere Tiere auf gemeine und hinterhältige Weise vergiften wollen.

 

 

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Alpha-Chloralose ist ein Produkt aus Glukose und Chloralhydrat, im Handel erhältlich als Rodentizid und Avizid. Zum Beispiel Sugan Mäuseköder Paste der Firma Neudorff.
Inhalt: Alphacloralose 4%,laut Packungsbeilage darf dieses Gift nicht im Freien ausgelegt werden...
wird vor allem in den kälteren Jahreszeiten genutzt.
Rechenbeispiel: 1g enthält 40mg – empfohlen wird 5-20g auszulegen. Gehen wir von 10g aus, enthalten diese 400mg Alphacloralose. Bei einer Standardkatze mit einem Gewicht von 4 kg ist hier bereits die letale Dosis von 400mg erreicht.
Prognose:
Die Prognose scheint günstig zu sein.
Das Gift wird bei Überstehen der akuten Phase vollständig ausgeschieden und es gibt (soweit bekannt) keine bleibenden Schäden.
Wirkung:
Depressive Wirkung auf das zentrale Nervensystem – V.a. Formatio reticularis sowie Hyperreflexie durch Stimulation der spinalen Reflexe. Senkung der Körpertemperatur durch die Wirkung im Hypothalamus im beträchtlichen Maße. Krämpfe und Konvulsionen schon bei kleinsten Reizen.
Behinderung der Atmung durch bronchiale Hypersekretion.
Toxizität:
Die LD50 liegt bei Hunden und Katzen bei 400-600mg /kg KGW;
die minimale letale Dosis für Hunde ist 600-1000 mg/kg und für Katzen 100mg/kg (sehr niedrig)
Symptome:
Krampfanfälle, Muskeltremor, Hyperästhesie, Ataxie
Hypothermie,
Hypersalivation,
Myosis,
Stupor bis Koma.
Katzen werden in den meisten Fällen im komatösen Zustand vorgestellt, meist mit einer Hypothermie einhergehend.
Hunde zeigen häufig eine Hypersalivation sowie Ataxien, oftmals ohne Hypothermie.
Teilweise bronchiale Hypersekretion und folgend Dyspnoe.

Diagnostik:
Nachweis im Serum, Urin, Mageninhalt mittels Gaschromatographie
Therapie:
Die Therapie erfolgt unterstützend und symptomatisch. Ein Gegenmittel ist nicht vorhanden.
Als Notfallmaßnahmen werden vor allem empfohlen:
Krämpfe lösen mittels Diazepam, Midazolam, Phenobarbital und ggf. Propofol Stabilisierung des Kreislaufsystems sowie der Atmung, ggf. Sauerstoffzufuhr Regulierung der Körpertemperatur mittels externer Wärmezufuhr je nach Schwere der Hypothermie. Vorsicht! Gegebenenfalls kann auch eine Hyperthermie auftreten. Engmaschige Kontrolle der Körpertemperatur empfehlenswert.
Ruhige und abgedunkelte Umgebung.
Wenn möglich Emesis auslösen, Magenspülung als weitere Option sowie Verabreichung von Aktivkohle.
Intravenöse Infusionstherapie mittels Ringer-Laktatlösung zur Diurese und Alkalisierung des Harns;
bei bronchialer Hypersekretion Bromhexidin.
Quellen
Feldberg W, Myers RD (1965) Hypothermia produced by Chloralose acting on the Hypothalamus. J Physiol, 179, 509-517
https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=sugan+m%C3%A4usek %C3%B6der+paste - Gebrauchsanweisung
https://www.vetpharm.uzh.ch/clinitox/toxdb/KLT_016.htm - weitere Informationen
Segev G, Yas-Natan E, Shlosberg A & Aroch I (2006) Alpha-chloralose poisoning in dogs and cats: A retrospective sudy of 33 canine and 13 feline confirmed cases. The Veterinary Journal 172, 109-113

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Hilke HartmannPetitionsstarter*in

Die Entscheidungsträger*innen

Robert Habeck
Vizekanzler, Bundesminister für Klimaschutz- und Wirtschaft

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Petition am 21. Februar 2022 erstellt