
Nicole VrenegorGermany
Oct 8, 2015
Noch 7 Wochen bis zum Referendum. Heute gibt es von mir nur ein kleines Update mit einer großen Zahl: 7,4 Milliarden Euro! So viel kostet Olympia die öffentliche Hand, also uns alle.
Lange haben wir darauf gewartet, heute hat der Hamburger Senat eine erste Einschätzung der Kosten für Olympische und Paralympische Spiele vorgelegt. In diesem Finanzreport sind rund 700 Einzelposten aufgelistet und insgesamt summiert sich dies auf Gesamtkosten von 11,2 Milliarden Euro.
"Die am besten durchgerechnete Bewerbung ever", so schwärmte Bürgermeister Olaf Scholz bei der Präsentation der Zahlen. Darüber lässt sich streiten. Denn bisher konnten sich die Stadt Hamburg und der Bund nicht darauf verständigen, wer denn den größten Teil der Zeche zahlen soll. Üblich wäre eine Drittelteilung zwischen austragender Stadt, Bundesland und Bund. Beim Stadtstaat Hamburg wären dies 2/3 für Hamburg, also knapp 5 Milliarden Euro, und etwas weniger als 2,5 Milliarde kämen aus Bundesmitteln. Die Hansestadt Hamburg möchte aber lediglich 1,2 Milliarden Euro übernehmen. Aber warum sollte der Bund Hamburgs ehrgeizigen Stadtentwicklungspläne zahlen? - dies bleibt schleierhaft.
Unklar ist auch, ob man sich bis zum Referendum überhaupt darüber einigen kann oder erst danach. Klar hingegen ist, dass alle Hamburger/innen, die im November entscheiden, ob sie Olympische Spiele in ihrer Stadt haben wollen, die Katze im Sack kaufen.
Wie Hamburg seine Milliarde stemmen will, wenn denn der Bund brav zahlt, steht auch im Finanzreport: durch Grundstücksverkäufe! "Erlöse werden im Wesentlichen aus den Grundstücksverkäufen generiert", heißt es. Der rot-grüne Senat plant also einen Ausverkauf der Stadt für ein äußerst zweifelhaftes Spektakel.
Nicht mit uns! Beim Referendum kann es nur eine Rechnung geben: eine durchgerissene! Stimmt mit Nein, überzeugt eure Nachbarinnen und Nachbarn und unterschreibt diese Petition.
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