Petition updateErklärung – Bautzen gemeinsam · Wozjewjenje – Budyšin w zhromadnosćiEinladung zu den Bautzener Reden mit designierte DZA- Gründungsdirektor Günter Hasinger
Tim DökeBautzen, Germany
Oct 10, 2024

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, 

himmlisches im Dom St. Petri. „Das DZA wird nicht nur eine wichtige Institution für die Astrophysik in Deutschland sein, sondern auch einen bedeutenden Beitrag zum Strukturwandel in der Oberlausitz leisten.“ Das sagte Günter Hasinger, designierter Gründungsdirektor des Deutschen Zentrums für Astrophysik (DZA), zur Eröffnung des Interimsstandorts des Großforschungszentrums in Görlitz im Februar 2024. 14,4 Milliarden Euro sollen bis zum Jahr 2034 in das Projekt fließen. Es ist damit eines der größten Vorhaben im Lausitzer Braunkohlerevier, das  aus Mitteln des Strukturwandels finanziert wird.

Investiert werden sollen sie unter anderem in ein hochmodernes Rechenzentrum in Görlitz, wo Datenströme von astronomischen Observatorien aus der ganzen Welt zusammenlaufen, wie in ein Untergrundlabor in der Gemeinde Ralbitz-Rosenthal - so groß wie eine U-Bahn-Station. Bis zu 1.000 neue Arbeitsplätze werden in und um die Forschungseinrichtung erwartet. Der Baustart ist für 2026 anvisiert. Doch schon jetzt kommt Günter Hasinger zu den „Bautzener Reden“. Am 11. Oktober spricht der Wissenschaftler zum Thema „Astrophysik für den Wandel: Wie die Lausitz zum Technologie- und Innovationstreiber wird“. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Dom St. Petri in Bautzen.

Astrophysik ist eine Hightech-Wissenschaft mit großer Innovationskraft. Gleitsichtbrillen, Ceranfelder, wesentliche Bestandteile von Mobiltelefonen, Navi oder schnelle elektronische Banküberweisungen via Satellit wären ohne astronomische Forschung undenkbar. So ist das Portfolio des DZA so vielfältig, dass es Jobs im wissenschaftlichen, aber noch deutlich mehr im nicht-wissenschaftlichen Bereich schaffen wird. Die Mission des DZA ist klar formuliert. „Wir öffnen neue Fenster zum Kosmos", heißt es auf der Homepage. Zugleich findet sich dort das Motto für die Lausitz: „Wir werden ein Zentrum mit internationaler Ausstrahlung, das eng mit der Region verwurzelt ist und zur Identitätsbildung beiträgt. Mit Partnern aus Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft und den Menschen vor Ort treiben wir den Strukturwandel voran.“ 

Wie das gelingen kann, will der Neu-Görlitzer Günter Hasinger in seinem Vortrag darstellen. Es ist eine Zukunftsvision für die Lausitz. Der ehemalige wissenschaftliche Direktor der Europäischen Weltraumorganisation ESA, Günther Hasinger, ist Initiator und designierter Gründungsdirektor des DZA. Der Astrophysiker ist international anerkannt für seine Arbeit auf dem Gebiet der Röntgenastronomie und der Erforschung von Schwarzen Löchern als Kerne von Galaxien. Seine Forschung zeigt unter anderem, dass diese Strahlung hauptsächlich von aktiven Schwarzen Löcher in entfernten Galaxien ausgeht und Schwarze Löcher wahrscheinlich Motoren für die Entwicklung von Galaxien sind.

Seit 2023 hat der gebürtige Oberammergauer die Professur für Astrophysik am Institut für Kern- und Teilchenphysik der TU Dresden. Die TU ist der Projektträger des Deutschen Zentrums für Astrophysik. Für den Aufbau des DZA in Görlitz verließ der erfahrene Wissenschaftsmanager seinen Posten als Wissenschaftsdirektor der ESA in Madrid und zog an die polnische Grenze.

Die „Bautzener Rede“ organisiert seit November 2022 die Initiative „Bautzen gemeinsam“ in Kooperation mit dem Verein „Ökumenischer Domladen“. Die Gruppe vereint Menschen aus unterschiedlichen Bereichen der Wirtschaft, Kultur, Bildung und Kirche in und um Bautzen. Ihre Vision ist ein positives und vielfältiges Miteinander in der Stadt.

Für die „Bautzener Reden“ erhielt „Bautzen gemeinsam“ den Engagement-Preis „machen!2023" in der Kategorie „Lebensqualität & Miteinander”. Der Bundeswettbewerb würdigt das vielfältige Engagement in ländlichen Regionen Ostdeutschlands.

Bautzener Reden am Freitag, dem 11. Oktober, 19 Uhr, der Eintritt ist frei. Bereits um 18 Uhr beginnt an selber Stelle das wöchentliche Friedensgebet.

Wir freuen uns über Ihr Kommen und bedanken uns für Ihr Interesse.

Beste Grüße, im Namen der Initiative

Peter-Paul Straube, Heinrich Schleppers, Christian Tiede, Tilmann Popp, Lothar Lange, Katja Gerhardi, Friedrich Pollack, Tim Döke

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